Test: Onkyo TX-SR703E (1/4)

17.01.2006 (cr)

Einführung

Der Yamaha RX-V2600 und der Denon AVR-3806 haben es endgültig allen klar gemacht: Luxusausstattung und Spitzenklang müssen keine Unsummen kosten. Zwischen 1.300 und 1.400 € sind trotzdem viel Geld, und somit muss man schon einiges an finanziellem Potential haben, wenn man sich eines der eben genannten Modelle anschaffen möchte. 999 € klingt als Summe doch schon ein wenig besser verdaulich, für diesen Betrag bekommt man den Onkyo TX-SR703E, Nachfolger des exzellenten TX-SR702E. 

Der TX-SR703E kommt nun mit THX Select 2-Lizenz

In Bezug auf die Eckdaten hat sich nicht allzu viel geändert, der Preis bleibt identisch, und auch der Ausstattungsumfang weist keine großen Veränderungen auf. Neu sind die THX Select 2 Lizenz (zuvor THX Select), die VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry)-Schaltung für alle Kanäle, eine noch präzisere Staffelung der Übernahmefrequenz für den Subwoofer (40/60/70/80/90/110/120/150/200 Hz) sowie ein farblich markierter 7.1-Eingang und 7.1-Preout. Die Leistung ist mit 7 x 130 Watt gleich geblieben. Reichen diese Modifikationen aus, um sich an der Spitze zu behaupten? Unser Test gibt Aufschluss darüber, diesmal besonders genau - denn wir tragen dem insgesamt verbesserten Leistungsniveau Rechnung und schauen sowie hören nun nochmals genauer hin. Lassen Sie sich überraschen!

Verarbeitung

Was die Verarbeitungsqualität angeht, schneiden Onkyo-Produkte traditionell sehr gut ab. Dies hat zuletzt auch der TX-SR603E, mit 599 € deutlich preiswerter, unter Beweis gestellt. Umso interessanter ist es, die Verarbeitungsunterschiede zwischen den beiden Geschwistern ausfindig zu machen. Optisch finden sich gleich auf den ersten Blick größere Differenzen, denn der TX-SR703 bringt eine Klappe mit, unter der sich verschiedene Bedienelemente verbergen, was für eine elegante, klare Optik sorgt. Schauen wir uns diese Klappe einmal im Detail an:

Diese Befestigung mit den Plastikelementen halten wir für nicht vollkommen

Perfekt: Vollmassive Klappe, unsichtbarer Öffnungsmechanismus beim Yamaha RX-V2600 

Verschiedene Merkmale zeichnen allerdings beide "Brüder" aus. Dazu zählt der blau illuminierte, sehr hochwertige Lautstärkedrehregler ebenso wie die sehr akkurat verarbeitete Aluminiumfrontplatte.

Hervorragend gefällt uns die passgenaue Frontblende beim 703

Die identische Verarbeitungsqualität findet sich auch beim günstigeren 603. Das Alu ist beim preiswerteren Modell nicht dünner oder minderwertiger

Vorbildlich ist der Lautstärkedrehregler bereits beim 603, hier im eingeschalteten Zustand, ausgeführt

Der Lautstärkeregler des 703 unterscheidet sich nicht von dem des kleineren Modells

Der TX-SR703E  verdient sich sehr gute Zensuren, denn der griffgünstige und edle Lautstärkedrehregler überzeugt ebenso wie die sauber verarbeitete, vom Material her ausgezeichnete Aluminiumfrontplatte. Beides sind allerdings Merkmale, die bereits der um 400 € preiswertere TX-SR603E mitbringt. Die Klappe des größeren 703 sorgt zwar für einen gediegeneren optischen Auftritt, zeigt jedoch bei der Befestigung bzw. beim Öffnungsmechanismus minimal Schwächen, die im offenen Zustand sichtbaren Plastikelemente in Beige wirken nicht sehr hochwertig. Zugegeben, dies sind nur Kleinigkeiten, aber auch solche müssen erwähnt werden, gerade bei der extremen Leistungsdichte in Bezug auf das Konkurrenzumfeld. Wie auch der kleinere 603er verfügt der 703 über das Onkyo-typisch hochwertige Punktmatrixdisplay, das bei der schwarzen Geräteversion in Grün und bei der silbernen Geräteversion in Bernstein gehalten ist.  Übrigens: Der Gehäusedeckel, bei einigen Onkyo AV-Receiver-Testmustern in der Vergangenheit manchmal etwas instabil, gibt beim TX-SR703E keinerlei Anlass zur Klage, der Deckel wirkt steif und hochwertig. 

Typisch für Onkyo ist das bernsteinfarbene Display in Verbindung mit der Gehäuseausführung silbern

Mängel im Detail: Die etwas plumpen Gerätestandfüße des 603 mit sich leicht ablösenden Rutschstoppern

Überzeugend: Die Füße des 703 sind anders und hochwertiger ausgeführt

Die leichtgängigen Lautsprecher-Schraubterminals überzeugten uns beim 603

Die identischen Terminals finden sich auch beim 703. Zusätzlich gibt es beim größeren Modell ein Anschlussterminal für Zone 2. Bei unserem Test-TX-SR703E fiel uns auf, dass die Lautsprecherschraubverschlüsse für den Anschluss des Centers recht locker saßen im Vergleich zu den anderen Terminals. Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt

Der TX-SR603E gefällt mit ordentlichem inneren Aufbau und sauberer Kabelführung

Der Innenaufbau des 703 unterscheidet sich in einigen Details von dem des 603. Auch hier gefällt die Ordnung im Geräteinneren, die Materialien wirken noch hochwertiger als beim 603. Mehr dazu in der Technik- und Aufbau-Wertung gleich im Anschluss

Bilanz: Erneut viele Punkte für einen Onkyo-AV-Receiver. Dass es nicht noch mehr geworden sind, liegt daran, dass bereits der 400 € preiswertere TX-SR603E hervorragend verarbeitet ist und sich Unterschiede eher im Detail finden. Positiv: Die Problemzone Gehäusedeckel wurde beim TX-SR703E endgültig beseitigt. 

Bewertung

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