TEST: Infinity Classia C 336/CC 225/C 205/PSW 8 Mehrkanal-Set

22.12.2008 (cr)

Preise und Farben:
  • Preise (UVP) Infinity Classia: 
    Frontlautsprecher C 336: ca. 1198 EUR/Paar
    Centerlautsprecher CC 225 ca. 399 EUR/Stück
    Regallautsprecher/Rearboxen C 205 598 EUR/Paar
    Aktiver Subwoofer PSW 8: 449 EUR/Stück
    Gesamtpreis 5.1 Set Classia: 2.644 EUR

  • Farben: Kirsche oder Schwarz

Einführung

Infnity is back – längere Zeit haben wir auf dem deutschen Markt nicht viel vom Lautsprecher-Experten der Harman International gehört, mit dem Launch der Classia-Serie wird sich dies aber sicherlich ändern. Das hat viele Gründe, zum ersten wäre das ausgesprochen attraktive Design anzuführen. Edel, unverwechselbar und modern stehen alle Vertreter der Classia-Baureihe vor uns. Doch auch der Preis lässt aufhorchen, denn für faire 2.644 EUR erhält man das komplette 5.1-Set, bestehend aus zweimal der C 336 Frontbox, einmal dem CC 225 Centerlautsprecher, zweimal den Rearboxen C 205 und dem aktiven Subwoofer PSW 8. Wahlweise in schwarzer oder kirschefarbener Version lieferbar, macht sich Classia daran, mit akustischer Güte und feinem Design für Furore in den Wohnzimmern anspruchsvoller Mehrkanal-Liebhaber zu sorgen. Ob diese Mission letzten Endes glückt, klärt unser Test.

Verarbeitung

Saubere Detailverarbeitung, gelungener Materialmix

Detail-Seitenansicht der C 336

Sockel der C 336

Der PSW 8 steht auf stabilen Füßen

Extravagante Formgebung auch beim aktiven Subwoofer

An der Verarbeitung der Komponenten sollte ein Scheitern nicht liegen, denn das Materialmix, aus dem die Komponenten bestehen, erscheint edel und gelungen. Es befinden sich auch Kunststoffelemente darunter, diese wirken aber hochwertig und sind stimmig integriert. Die Spaltmaße sind relativ gering und gleich bleibend, die Oberflächenqualität war bei unseren Test-Exemplaren in schwarzer Ausführung hervorragend. Das Hochglanz-Finish wirkt edel und tief, es wird ein für die Preisklasse überdurchschnittlicher Standard erreicht. Die abgerundeten Formen erzeugen gekonnt eine optische Harmonie, welche sehr gut nicht nur zu modern, sondern sogar zu eher klassisch eingerichteten Wohnzimmern passt. Für Freude des modernen Einrichtungsstils empfiehlt sich die schwarze Variante, während im konservativeren Wohn-Ambiente die kirschefarbene Version die stimmigeren Akzente setzt. Ganz gleich, welche Farbgebung gewählt wird, die Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse erscheinen uns solide und sind problemlos dazu geeignet, Bananenstecker (in unseren Testreihen verwendeten wir Exemplare von Real Cable) aufzunehmen. Die Lautsprecher-Chassis sind allesamt sauber eingepasst. Der aktive Subwoofer weist auf der Rückseite keine Lautsprecherkabel-Anschlussterminals auf, sein Anschlussfeld ist schlicht gestaltet, aber ohne Mängel verarbeitet. Der Bass-Experte ruht auf speziellen Füßen, die einen sicheren Stand gewährleisten. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Technische Merkmale/Konstruktion

Hoch- und Mitteltöner der C 336

Die C 205 arbeitet nach dem Bassreflexprinzip

Die Classia Serie bietet verschiedene konstruktive Highlights. 

Zunächst anzuführen wären die CMMD-Wandler, über die alle Classia Boxen verfügen. Die Membranen in spezieller CMMD-Technik bestehen aus einem Verbundwerkstoff, bei dem ein metallisches Trägermaterial mit Keramik beschichtet ist – dies ergibt eine Reihe handfester Vorteile. Große Verwindungssteifigkeit, hohe Belastbarkeit und Partialschwingungen, die erst weit oberhalb der maximalen Betriebsfrequenz liegen. Dadurch wird ein klarer und verzerrungsfreier Sound realisiert, der bei der Classia Baureihe mit enormer Natürlichkeit kombiniert werden soll. Weiteres Merkmal aller Classia-Schallwandler ist der bis 40 kHz erweiterte Frequenzbereich. Nicht nur für die Wiedergabe der weniger verbreiteten Highend Audiomedien DVD-Audio und SACD, sondern auch für die aktuellen HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio sind die Classias somit geeignet. Die aufwändig konstruierten Hochtöner bieten eine hervorragende akustische Reinheit bis hoch auf 40 kHz. Auch die Schallführungen in CAI-Technik sind erwähnenswert. „Constant Acoustic Impedance“ heißt CAI ausgeschrieben. Die Entwicklung hat zum Ziel, den Dynamikumfang durch einen besonders hohen Wirkungsgrad im oberen Frequenzbereich spürbar zu erweitern. Diese ausgeglichene Strahlungsdämpfung ermöglicht den Einsatz von verlustarmen Frequenzweichen mit stringentem Aufbau. Die angenehme Folge ist ein sehr gleichmäßiger, fließender Übergang zwischen den einzelnen Frequenzbereichen. 

C 205

Wenden wir uns nun den technischen Daten zu. Wir beginnen mit dem C 205 Regallautsprecher, der mit einem Frequenzgang von 60 Hz bis 30 kHz (- 3 dB) beziehungsweise von 55 Hz bis 40 kHz (- 6 dB) aufwarten kann. Die von Infinity empfohlene Verstärkerleistung liegt bei 10 bis 125 Watt. Wie alle Classia Passivboxen ist auch die C 205 als 8-Ohm-Box ausgelegt. Sie weist einen guten Wirkungsgrad von 88 dB (2,83 V bei 1 Meter) auf. Als Basschassis kommt ein 133 mm CMMD-Bauteil zum Einsatz. Ein 25 mm CMMD Treiber ist für den Hochtonbereich mit an Bord. Die 4,9 kg wiegende Konstruktion lässt sich mit Maßen von (H x B x T) 384 x 190 x 235 mm perfekt auf dem Regal oder Sideboard oder aber auf einem speziellen Boxenständer unterbringen.

Drei Basschassis bei der C 336. Auf der Rückseite befindet sich die Bassreflexöffnung

Der C 336 mit 91 dB Wirkungsgrad (2,83 V @ 1 m) ist ein ausgewachsener und leistungsfähiger Standlautsprecher, der für Verstärkerleistungen von schmalen 10 bis hin zu massiven 250 Watt geeignet ist. Die hohe Belastbarkeit der CMMD Membranen, verbunden mit deren sehr günstigen Wirkungsgrad, machen diese enorme Bandbreite möglich. Der Frequenzgang bei – 3 dB geht von 40 Hz bis 30 kHz, bei – 6 dB von 35 Hz bis 40 kHz. Drei 165 mm CMMD Tieftöner werden von einem 100 mm CMMD Mittel- und einem 25 mm CMMD Hochtöner ergänzt. Die satte 25,4 kg schwere Box ist mit Abmessungen von (H x B x T) 1.232 x 216 x 267 mm ein echter Blickfang, der aber nicht zu massig erscheint.

CC 225

Der CC 225 fungiert als Centerlautsprecher und somit als „zentraler Pol“ innerhalb der Classia Baureihe. Er wird zum Anschluss an Verstärker mit 10 bis 150 Watt empfohlen und weist (2,83 V bei 1 Meter) einen Wirkungsgrad von 90 dB auf. Die Chassis sind wie bei den anderen Classia Boxen magnetisch abgeschirmt. Im Bassbereich kommen 2 x 133 mm CMMD Bauteile zum Einsatz, im Hochtonbereich ein 25 mm CMMD Treiber. Der Frequenzgang reicht bei – 3 dB von 55 Hz bis 30 kHz und bei – 6 dB von 50 Hz bis 40 kHz. Der Lautsprecher wieg 7,3 kg und misst (H x B x T) 175 x 806 x 127 mm. 

Basschassis des PSW 8

PSW 8 von hinten

Als aktiver Subwoofer befindet sich der äußerst kompakte PSW 8 im „Team“. Mit Abmessungen von ( (H x B x T) 438 x 279 x 419 mm lässt er sich auch in nicht allzu großen Hörräumen problemlos integrieren. Die RMS-Verstärkerleistung liegt bei 150 Watt, die dynamische Impulsleistung (kurzzeitige Höchstleistung) bei 300 Watt. Die Übernahmefrequenz lässt sich stufenlos von 50 bis 150 Hz regeln. Als Basstreiber steht ein 200 mm MMD Chassis zur Disposition. Der Bassist wiegt 14,4 kg und weist auf der Rückseite Bedienelemente zur Regelung von Pegel und Übernahmefrequenz auf. Es gibt einen rechten und linken Cincheingang sowie einen dedizierten LFE Cincheingang. Was wir vermissen, ist ein Cinchausgang zum Kaskadieren mehrerer PSW 8. 

Insgesamt bietet die Classia-Serie aufwändige Technik zum fairen Marktpreis. Dies belohnen wir mit der Gesamtnote ausgezeichnet. 

Testequipment

Yamaha DSP-Z11
Harman Kardon AVR-355
Philips Essence 42PES0001D/10
Pioneer BDP-LX71

Klangwertung

Der Center überzeugt mit seinem breiten Abstrahlwinkel

Das Classia-Set in 5.1-Konfiguration zeigt in den Testreihen eindrucksvoll, dass authentisches Multichannel-Flair nicht nur bei den herkömmlichen Heimkino-Tonnnormen, sondern auch bei den neuen HD-Tonformaten Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio zu einem moderaten Kaufpreis möglich ist. Beim Trailer von „Ghost in a Shell“ auf der Dolby TrueHD/Dolby Digital Plus Demo-Blu-ray kokettiert das Boxenensemble mit einem vorzüglichen Stehvermögen, wobei sich besonders der äußerlich kompakte aktive Subwoofer PSW 8 in den Vordergrund spielen konnte. Er stellte einen erstaunlichen Tiefgang und ein überraschendes Volumen zur Verfügung, bei entsprechender Trennung bei 60 Hz war er im Hörraum (ca. 30 Quadratmeter) nicht zu orten. Doch auch die restlichen Komponenten wussten zu überzeugen: Die Front-Klangkulisse erscheint sehr homogen, was dafür sorgt, dass die Wiedergabe des imposanten Soundtracks in Dolby TrueHD wie aus einem Guss beim Zuhörer ankommt. Die beiden Rearlautsprecher C 205 boten eine tadellose Räumlichkeit und eine sehr schnelle Effektverarbeitung. Auch beim Auszug aus „Sahara“ (ebenfalls in Dolby TrueHD) begeisterte das Classia 5.1-Ensemble, denn die wilde Verfolgungsjagd Hubschrauber – Oldtimer kann in nahezu allen Effektebenen nachdrücklich umgesetzt werden. Das Kräftige, Wuchtige, dabei trotzdem Lebendig-dynamische, das ist eindeutig die Domäne des Classia-Lautsprecher-Sets. Damit empfiehlt es sich gerade für effektgeladene Actionfilm-Soundtracks. Klar ist, dass bei solchen Voraussetzungen auch „Alien vs. Predator 1“ (englische Tonspur DTS-HD Master Audio) besonders gut zur Geltung kommt. Die Kampfhandlungen in den unterirdischen Höhlenzügen wirken sehr nachdrücklich und echt. Bei „Stirb Langsam 4.0“ (Blu-ray, Tonspur englisch DTS-HD Master Audio) beweist das Classia-Schallwandlerpaket seine Pegel-Fähigkeiten. Als die Wohnung des Computerhackers von den französischen Killern Gabriels zerlegt wird, kann diese action-geladene Sequenz auch mit sehr hoher Lautstärke genossen werden – die hoch belastbaren CMMD Membranen verzerren auch bei großen Pegeln nicht. Sehr beeindruckt sind wir in diesem Zusammenhang von zwei Faktoren. Zum einen arbeitet das preiswerte Ensemble mit einem Elite-Boliden wie dem Yamaha DSP-Z11 souverän zusammen, nichts wirkt unterdimensioniert oder erscheint nicht ausgewogen. Zum zweiten waren wir verblüfft, wie gut sich der kleine PSW 8 in Szene setzen kann. Durchschlagen tut er erst bei enormer Lautstärke, die in der Hörpraxis auch von versierten Anwendern kaum vorkommen dürften. Nur, wenn er sich allein im großen Hörraum ab 30 Quadratmeter durchsetzen muss, nähern sich seine Grenzen schneller. In diesem Zusammenhang ist es wahrhaftig schade, dass der kleine aktive Basslautsprecher keinen Cinchausgang für den Anschluss eines weiteren PSW 8 mitbringt. So ist man, möchte man mehrere Woofer betreiben, darauf angewiesen, dass der AV-Receiver oder – Verstärker zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge mitbringt. Das ist aber eher selten der Fall und wenn, dann weisen eher hochpreisige Komponenten einen derartigen Eingang auf. 

Nun aber genug der Kritik – freuen wir uns über die tadellosen Leistungen, die das Infinity-Ensemble bei „Star Wars Episode III“ abliefert. Hier haben wir einmal wieder die schon beinahe legendäre Eröffnungsschlacht über Coruscant angehört. In Zusammenarbeit mit dem sehr leistungsstarken Harman Kardon AVR-355 wurde ein imposanter Gesamteindruck geboten, der sich in energiegeladenen Kampfsequenzen und räumlich intensiver Auskleidung aller Effektversionen zeigte. Schon das Auftauchen des republikanischen Sternzerstörers gleich zu Beginn des Films beweist das Potential, welches im Infinity 5.1-Set steckt. Der kleine PSW 8 überrascht hier einmal mehr mit einem ausgezeichneten Tiefgang. Nur ganz kurz stößt der Subwoofer an seine Belastungsgrenzen, als die wummernde Akustik des gigantischen Raumschiffs ihren Höhepunkt erreicht. Dann aber fängt sich der Basslautsprecher wieder, um beim ereignisreichen Flug der Raumjäger von Obi-Wan und Anakin für eine gleichermaßen schnelle wie kräftige tieffrequente Untermalung zu sorgen. Sehr gut gefiel uns der CC 225, der mit gleichmäßiger Effektverteilung und angenehmer Stimmwiedergabe die Cockpit-Gespräche zwischen Anakin und Obi-Wan sehr treffend wiedergibt. Die stimmtypischen Merkmale werden gut herausgearbeitet, die Verständlichkeit ist auch bei großer Lautstärke gegeben. Stimmen klingen immer minimal weich und auch bei beträchtlichen Pegeln nicht grell oder metallisch. Durch den tadellosen Wirkungsgrad ist es ohne Schwierigkeiten möglich, das Classia-Set auch an AV-Receivern der 500- bis 600-EUR-Preisklasse zu betreiben. 

Exzellent - der PSW 8 bietet einen enormen Tiefgang trotz kompakter Abmessungen und recht kleinem Chassis

Für die klangliche Umsetzung hochqualitativer Game-Tonspuren eignet sich das Classia-Package ebenfalls. Bei „Need for Speed Carbon“ und bei „Lara Croft – Underworld“ (beide Games gespielt auf der Sony PS 3) sorgt die einheitliche Fronteffektkulisse, die durch den breiten Abstrahlwinkel des CC 225 besonders intensiv wirkt, für Freude beim versierten Gamer. Auch überraschende Dynamikwechsel (Lara Crofts Mission in Mexico) werden rasch erfasst und korrekt wiedergegeben. Der Hochtonbereich bleibt auf der sicheren Seite, er bietet keine messerscharfe Klarheit, sondern lieber eine angenehme hochfrequente Weitläufigkeit, die auch bei hoher Lautstärke erhalten bleibt. Diese etwas sanfte und nicht zu harsche Auslegung freut dann ganz besonders, wenn man über einen langen Zeitraum hört. 

Die Mehrkanal-SACD „James Bond Themes“ mit den instrumental eingespielten Titelsongs aus vielen 007-Filmen liegt dem Classia-Ensemble ebenfalls ausgezeichnet. Besonders aufgefallen sind die sämigen Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen, die für ein klares, wie aus einem Guss wirkendes Klangbild sorgen. Die Auslegung der Classia erscheint auch hier eher wieder angenehm und recht voll, das hat zur Folge, dass die Songs als reichhaltig ausgeschmückt und atmosphärisch dicht beim Zuhörer ankommen. Das gesamte Klangbild zeigt eine jederzeit ehrliche Struktur mit klarem Umriss der wichtigsten Instrumente. Ein Detaillierungsverlust kann nur bei kleineren Ereignissen in hinteren akustischen Ebenen festgestellt werden. Dies ist aber nicht wirklich tragisch, da das Classia-Set preislich nicht in Regionen angesiedelt ist, in denen eine perfekte Integration auch kleiner Einzelheiten gewährleistet sein sollte. Bei der Live in Las Vegas-Blu-ray „A New Day“ von Celine Dion beweist das Classia-Set erneut seine Gutmütigkeit und seine Pegelfestigkeit. Bei „It’s all coming back to me now“ und bei „A new Day“ wird Dions Stimme bei großer Lautstärke hervorragend erfasst, sie klingt immer noch klar und natürlich, es kommen praktisch keine Verzerrungen oder tonale Veränderungen vor. Wie souverän das Classia-Set hier agiert, ist sehr zu loben. Ebenfalls ausgezeichnet ist die Trennung von Stimmen und Instrumenten. Die Dynamikunterschiede werden schön herausgearbeitet, was wiederum beweist, dass die Classia Lautsprecher sehr gut für die Wiedergabe der neuen HD-Tonformate geeignet sind. 

Die C 336 agiert auch im Stereobetrieb gekonnt

„One Chance“ – eine emotional unter die Haut gehende CD des neuen Stars am Tenor-Himmel Paul Potts. Der Brite beweist bei seiner Interpretation berühmter Musikstücke sein Feingefühl und seine Stimmgewalt. Mit realistischem Bühnenaufbau, der eine gute Tiefenstaffelung aufweist, sammeln die beiden C 336 Frontlautsprecher viele Punkte für das Leistungsvermögen im Stereobetrieb. Der Bass wirkt angenehm und kräftig, aber nicht aufgeblasen-oberflächlich, und die Stimmdarstellung gewinnt durch die tadellose Lösung vokaler Elemente vom Lautsprecher an wahrnehmbarer Gestalt. Das Hören mit den C 336 gestaltet sich im Stereobetrieb auch bei hohen Lautstärken als ausgesprochen angenehm. Sehr hervorzuheben ist der dichte räumliche Gesamteindruck, auch der solide und angemessen dargestellte Grundtonbereich sorgt für sehr zufriedene Gesichter. Die drei Basschassis sichern auch ohne das zusätzliche Zuarbeiten eines aktiven Subwoofers ein solides, aber nie übertrieben erscheinendes tieffrequentes Fundament. Durch die auf der Rückseite angebrachte Bassreflexöffnung ist es allerdings ratsam, dass ein Mindestabstand von rund 1 Meter von der Hörraumwand eingehalten wird. Die Classia C 336 ist wenig aufstellungskritisch, bei der Aufstellung empfiehlt sich eine leichte Anwinklung auf den Hörer. 

Akustisches Fazit: Das Classia 5.1-Set ist in Hörräumen zwischen knapp 20 und knapp 50 Quadratmeter einzusetzen und betätigt sich gekonnt als kräftiger, ausgeglichener Harmoniespender im Hörraum. Die eher sanfte Hochtondarstellung entpuppt sich im Alltagsbetrieb als sehr angenehm, zumal die räumliche Ausbreitung bei hohen Frequenzen ebenso wie die Detaillierung als wirklich gelungen angesehen werden kann. Der sich nahtlos anschließende Mitteltonbereich überzeugt durch klare Konturen und eine recht dynamische Wiedergabe. Der volle und kräftige Bassbereich ergänzt die anderen Impressionen stimmig. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet – hervorragend. 

Fazit

Das Comeback von Infinity ist mit der Classia-Serie ausgesprochen überzeugend gelungen. Die schon optisch sehr attraktiven Lautsprecher aus der Classia-Serie verbinden einen höchst angenehmen, harmonischen und trotzdem dynamischen Sound mit hervorragender Pegelfestigkeit. Durch die absolut alltagstaugliche klangliche Auslegung sind die Schallwandler für nahezu jeden Musikstil und auch für mehrstündige Hör-Sessions bestens geeignet. Der günstige Wirkungsgrad sorgt für ein problemloses Zusammenspiel auch mit AV-Receivern der Mittelklasse. Durch die hohe Belastbarkeit und den homogenen Sound arbeiten die Classia Komponenten aber auch ohne Schwierigkeiten mit echten AV-Boliden zusammen. Insgesamt ergibt sich so das Bild eines in sich schlüssigen und durchdachten Gesamtkonzepts, das uns deutlich beweist: Mit Infinity ist mehr denn je zu rechnen. 

Harmonisch, angenehm und kräftig klingendes, edel gestaltetes 5.1-Ensemble mit überdurchschnittlicher Pegelfestigkeit

Mehrkanal-Lautsprecherset Mittelklasse
Test 22.12.2008
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Enorme Pegelfestigkeit
+ Hervorragendes räumliches Abbildungsvermögen für die Preisklasse
+ Harmonische Gesamtakustik
+ Fließende Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen
+ Nachdrücklicher Bass und ausgezeichneter Tiefgang beim PSW 8
+ Center mit breitem Abstrahlwinkel
+ Exklusive Optik und gediegenes Finish

- Aktiver Subwoofer ohne Cinch-Ausgang

Test: Carsten Rampacher
22. Dezember 2008

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