TEST: Onkyo Blu-ray-Player DV-BD507 - sinnvolle Ausstattung und
hervorragender DVD-Spieler-Ersatz
17.09.2009 (cr/phk)


Einleitung
In der hart umkämpften Mittelklasse der Blu-ray-Player möchte auch Onkyo ein attraktives Produkt platzieren und offeriert seit kurzem den DV-BD507 für 399 EUR. Der Player ist wahlweise in komplett schwarzer oder schwarz-silberner Farbgebung lieferbar und bietet alle wichtigen aktuellen Ausstattungsmerkmale. So ist es selbstverständlich möglich, die aktuellen nHD-Tonformate als Bitstream auszugeben. Aber auch eine interne Wandlung auf digitaler Ebene von Bitstream auf PCM inklusive Bassmanagement ist im Angebot. Über die obligatorische Ausgabemöglichkeit von 1080p/24 über die HDMI-Buchse verfügt der Onkyo, der dank Ethernetanschluss und BD-Profil 2.0 auch BD-Live unterstützt, natürlich auch. Mit an Bord ist zudem ein Video-EQ für alle wichtigen Grundparameter, der durch fünf vom User mit eigenen Justagen zu belegende Speicherplätze verfügt. Was die Onkyo-Neuerscheinung leistet, haben wir genau überprüft.
Verarbeitung

Nicht ganz exakte Kantenpassungen

Sehr übersichtliches Platinenlayout

Außer für die Stromversorgung des Lüfters wurden
ausschließlich Flachkabel verwendet

Abdeckung des Laufwerks

Netzteile unter einer Plastikabdeckung

Großzügig dimensionierte Gerätestandfüße

Die Fernbedienung ist qualitativ nicht vollends überzeugend
Insgesamt weist der DV-BD507 eine Onkyo-untypische Verarbeitungsqualität auf. Während die sonstigen Produkte des Hauses durch eine sehr hochwertige Verarbeitung glänzen, weisen die Spaltmaße beim BD-Player bei der gesamten Gehäuseverarbeitung gewisse Differenzen auf. Auch die Anschlüsse auf der Rückseite sind nicht perfekt eingepasst. Die Gerätestandfüße entsprechend in etwa dem Level der Preisklasse. Löblich ist, dass Onkyo wenigstens richtige Standfüße unter das Gehäuse schraubt, während die Konkurrenz teilweise schlichte Gumminoppen unter das Gerät klebt. Die Fernbedienung wirkt etwas klapprig und ist auch aus designtechnischer Sicht kein Meisterwerk. Sie ist leicht und relativ klobig, was ein gewisses B-Brand-Feeling beim Anwender auslöst. Käufer, die eine hochwertige programmierbare Systemfernbedienung ihr Eigen nennen, wird dies nicht stören, sie ziehen sich die Remote-Bediencodes aus dem Internet und bewahren die mitgelieferte Fernbedienung nur für Notfälle auf.
Das Gehäuse ist ordentlich und fest verschraubt. Nach dem Lösen der Schrauben werfen wir nun einen Blick auf das Geräteinnere. Und hier bietet der DV-BD507 für die Preisklasse eine sehr gute Qualität. Die Verkabelung ist extrem sauber und übersichtlich – nur 2 Flachbandkabel und 2 kleine Kabel vom Lüfter zur Steuerungsplatine sind sichtbar. Das Netzteil wirkt ordentlich gemacht und auch das Laufwerk mit Metalldeckel hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, so etwas sieht man selten in diesen Preisregionen.
Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Anschlüsse

Blick auf einen Teil des Anschlussfelds und den Lüfter

HDMI-Ausgang und Ethernet RJ-45 Anschluss
Der DV-BD507 verfügt über eine HDMI-Schnittstelle und eine Ethernet-Buchse. Ohne weitere Hilfsmittel kann der Player somit nur in drahtgebundene Netzwerke eingebunden werden. Der laut UVP gleich teure Sony BDP-S560 bietet gleich ein eingebautes Wireless-Modul. Vorne befindet sich ein SD-Speicherkarteneinschub, der laut Onkyo nur für SD- bzw. SDHC-Karten bis 8 GB geeignet ist. In der Praxis ist diese Aussage aber falsch, denn unsere 16 GB SD-Karte von PNY wurde ohne Probleme eingelesen.
Weitere Anschlüsse:
• Optischer und digitaler Audioausgang
• Komponentenvideo-Ausgang
• FBAS-Videoausgang
• 2-Kanal Stereo-Analog-Ausgang
Insgesamt eine preisklassenübliche Bestückung. Ein S-Video-Ausgang fehlt, dieses mittlerweile veraltete Anschlussterminal dürfte aber niemand ernsthaft vermissen.
Eine Aufwertung erfährt der Onkyo durch die Tatsache, dass das Videosignal
gleichzeitig über den HDMI- und den Komponentenausgang ausgegeben werden kann -
dies bieten beileibe nicht alle Konkurrenten, im Gegenteil. Oftmals muss
aufwändig umkonfiguriert werden. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Konfiguration, Setup und Bedienung
Allgemeine Betrachtungen

Relativ große, aber leichte Fernbedienung

Navigationseinheit
Die Menüs sind grafisch sehr schlicht gestaltet, der sehr versierte Anwender fühlt sich davon ebenso wenig angesprochen wie von den teils leicht dilettantisch wirkenden Übersetzungen. Die Fernbedienung erscheint durch die immense Dicke etwas klobig, der Tastendruckpunkt geht noch in Ordnung, ist aber nicht sonderlich präzise. Insgesamt ist diese Fernbedienung deutlich von der Güte der Fernbedienungen entfernt, die den aktuellen Onkyo AV-Receivern beiliegen.
Das bei unserem silbernen Testgerät bernsteinfarbene Display löst gut auf und
ist prima ablesbar.
Menüs
Schnell

Menü "Schnell" für die rasche Konfiguration
relevanter Parameter
• Medienauswahl
• HDMI Audio-Ausgabe (HDMI Multi Normal oder HDMI Multi LPCM (Hier sind des Weiteren einstellbar: Lautsprechergröße, Pegel, Verzögerung für Anwendung des Bassmanagements beim internen Decoding auf digitaler Ebene von Bitstream auf PCM) oder HDMI 2 Channel oder Stummschaltung
• HDMI Videoauflösung (Auto, 480/576p – Nachteil: Kein 480i/576i – 720p, 1080i, 1080p, 1080p24)
• Komponentenausgang (Wahl der Auflösung des Komponentenausgangs)
• Playermenü (Bestimmung der OSD-Sprache)

Wahl der Lautsprechergröße, gruppenselektiv
Zum internen Decoder: Hier ist das Setup komplett, die
Einstellung der Parameter erfolgt allerdings nicht LS-selektiv, sondern
"nur" LS-Gruppen-selektiv (Front, Center, Surround, Subwoofer,
Surround Back), der Pegel kann von -12 bis +12 dB in 1 dB Schritten eingestellt
werden, das Time Alignment agiert in 0,3 m-Schritten (völlig ausreichend für
einen BD-Player), die Lautsprecher-Größe ist natürlich ebenfalls anwählbar.
Insgesamt ist diese Option des Onkyo absolut lobend herauszustellen, da viele
ältere AV-Receiver und -Verstärker zwar Multichannel PCM-Ton mittels HDMI
darstellen können, dann aber keine weiteren Bearbeitungen des Signals
hinsichtlich des Bassmanagements oder des Time Alignments ausführen. Dadurch,
dass im DV-BD507 die Möglichkeit besteht, Time Alignment und Bassmanagement
anzuwenden, kommt dann das Signal schon komplett bearbeitet beim
AV-Receiver/-Verstärker an.
Benutzer.def

Videomenü

Audiomenü
• Sprache (Audio, Untertitel, Discmenü, Playermenü, DivX-Untertitel)
• Video (Bildformat: 16:9/4:3/Letterbox/ Pan&Scan,/16:9 Squeeze; HDMI-Auflösung: Siehe Menü „Schnell“; Deep Colour: Auto/aus; Komponentenausgang Auflösung einstellen,;Vollbild-Modus Auto oder Video, Standbild-Modus Auto/Halbbild/Vollbild)
• Audio: (BD Audio-Modus HD-Audioausgabe/Mix; HDMI-Audioausgabe/siehe Menü „Schnell“; Heruntertaktung an/aus; Dynamic Range Compression Auto/aus/an)
• Sicherung (BD Einstufung, DVD Einstufung – hier ist die Kindersicherung durch Passwortschutz gemeint)
• Andere (Kamerawinkel an/aus; Abschaltung an/aus; Anzeige auto/hell/dunkel; Diavortrag 5 oder 10 Sekunden – hier ist die Verweildauer des einzelnen Bildes bei einer Diashow auf dem Bildschirm gemeint; DivX Video on demand – Registrierungscode oder Deaktivierungscode eingeben; HDMI-CEC an/aus; Netzwerkbindung: Verbindung prüfen/aktivieren/deaktivieren; Software Upgrade - hier wird die aktuelle Firmware angezeigt, man kann die Firmware per Disc oder per Netzwerk aktualisieren)
Initialisieren

Menü "Initialisier" (en)
• Einstellungen (initialisieren ja/nein)
• SD-Karte formatieren
• Gespeicherte BD-ROM-Daten löschen (Player)
• Gespeicherte BD-ROM-Daten löschen (SD-Karte)
• Netzwerkeinstellungen initialisieren ja/nein
Video-EQ:

"Mode"-Taste auf der Fernbedienung zum Aufrufen des
Video-EQs (nur bei laufender Disc)

Video-EQ mit 5 Speicherplätzen
Mit der „Mode“ Taste auf der Fernbedienung kann man zum Video-EQ navigieren. Einstellbar sind:
• Kontrast von -7 bis +7
• Helligkeit 0 bis +15
• Schärfe: -6 bis +6
• Gammakorrektur: 0 bis 5
• Farbe: -7 bis +7
• Nur für den DVD-Betrieb vorgesehen ist noch eine (auch nur bei DVDs) anwählbare Rauschfilterung.
Der Video-EQ bietet eine gute und sinnvolle Funktionsauswahl. Viele Kontrahenten bringen keinen Video-EQ, sondern nur nahezu untaugliche Bildfelder mit. Mit dem Video-EQ des DV-BD570 lassen sich kleine Anpassungen problemlos vornehmen. Hervorragend: Es gibt 5 (!) Speicherplätze für Anwender-Einstellungen im Video-EQ sind weit überdurchschnittlich.
Was uns nicht überzeugen konnte: Der DV-BD507 lässt es nur während des
Spielbetriebs zu, dass der Video-EQ aufgerufen wird. Somit entfällt die
Möglichkeit, z.B. während der Anzeige eines Standbildes das Bild zu
optimieren.
Gesamtnote Konfiguration, Setup und Bedienung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche

Ausgefahrene Laufwerkslade des ONKYO BD-Players
-
Booten (Einschalten des Players bis zur
Betriebsbereitschaft): 16 Sekunden - das ist tadellos.
-
BD Casino Royale: bis zum Sony-Logo: 36 Sekunden - das geht
mittlerweile deutlich schneller.
-
BD Fluch der Karibik: 39 Sekunden bis zur Sprachwahl -
Durchschnitt.
-
DVD Sahara bis zum ersten Bild: 17 Sekunden - geht noch in
Ordnung.
-
DVD Star Wars Episode 3 bis zum Warning-Logo: 21 Sekunden -
Guter Durchschnitt.
Weitere betriebsrelevante Faktoren:
-
Layerwechsel: Der Layerwechsel, getestet bei Top Gun Code 2
(Kapitel 18 auf Kapitel 19) ist gut, aber nicht perfekt. Für eine kurze
Zeit bleibt das Bild stehen.
-
Betriebsgeräusch: Der eingebaute Lüfter läuft permanent.
Sein Laufgeräusch ist angenehm und gleichmäßig, gleichwohl ist er im
Spielbetrieb in sehr leisen Sequenzen bei Abständen unter 1,5 m Entfernung
vom Gerät zu vernehmen, das Laufwerk agiert im Spielbetrieb, bedingt durch
die aufwändige Laufwerks-Gehäusekonstruktion, sehr leise und ist nur beim
Zugriff auf die Menüs und beim Einlesen wirklich zu hören.
-
Reaktion des Players auf den Befehl zum Öffnen der Lade
heraus aus dem Spielbetrieb: Hier präsentieren wir ein echtes Manko des
DV-BD507. Ist eine Disc, ganz gleich, ob DVD oder BD, eingelegt, so dauert
es eine halbe Ewigkeit (bei Fluch der Karibik, gewünschter Auswurf der BD
aus dem Hauptmenü heraus 24 (!( Sekunden), bis sich die Lade nach Drücken
der "Open" Taste tatsächlich öffnet.
-
Betriebssicherheit: Hier macht dem DV-BD507 keiner etwas vor
- nicht ein Absturz und nicht eine Inkompatibilität im gesamten Testbetrieb
sprechen für sich - top!
Einlesezeiten der wichtigsten Konkurrenten:
Sony BDP-S560
-
Booten (Schnellstart) 6 Sekunden
-
BD Fluch der Karibik 1: 36 Sekunden zur Sprachwahl
-
BD Casino Royale: 22 Sekunden bis zum Sony-Logo
Pioneer BDP-320
Samsung BD-P1600
Panasonic DMP-BD60
-
Booten: 11 Sekunden (mit Schnellstart), 28 Sekunden (ohne
Schnellstart)
-
BD Casino Royale: 36 Sekunden
-
BD Fluch der Karibik: 51 Sekunden
Pioneer BDP-51FD
LG BD370
-
Booten: 12 Sekunden (Schnellstartlaufwerk)
-
BD Casino Royale: 19 Sekunden
-
BD Fluch der Karibik: 30 Sekunden
Gesamtnote Einlesezeiten und Betriebsgeräusch in Relation zur Preisklasse:
Sehr gut - Ausgezeichnet.
Netzwerk und Multimedia
Netzwerkeinbindung
Der Onkyo hat sich ohne Probleme in unser drahtbasiertes
Netzwerk eingebunden. Beim DV-BD507 wird die Netzwerkfunktion nur zum Downloaden
von BD Live-Inhalten und für das Ausführen eines Firmware-Updates
verwendet.
BD Live
Leider schafft es der BDV-BD507 nicht, sich Inhalte vom BD
Live-Server von "Iron Man" herunter zu laden. Zwar war die Verbindung
zum Server schnell aufgebaut, beim Downloaden der Inhalte jedoch begann der
Player, die BD wieder von vorn abzuspielen, anstatt die Downloadinhalte
tatsächlich anzuzeigen.
SD-Funktionalität
Eine eingeschobene SD-Karte erkennt der Onkyo DV-BD507 automatisch. Auf dem Display erscheint ein Popup-Menü, der Nutzer kann hier Bild, Audio oder Video auswählen. Wir wählen zunächst „Bild“. Der BD-Player erkennt die Bilddateien im Ordner auf der SD-Karte und zeigt folglich nur diesen Dateibereich an. Die JPEG-Dateien werden alle problemlos erkannt, eine Thumbnail-Übersicht fehlt hier leider. Die Bilder werden bei Anwahl sehr flott (unter 1 Sekunde) auf das Display geworfen. Farbwiedergabe sowie Detailtreue, natürlich abhängig vom verwendeten Ausgangsmaterial, erscheint sehr gut. Ebenso wie bei „Bild“ verhält es sich unter „Audio“. MP3-Dateien werden auf dem Stick gesucht und schnell angezeigt. "
Fazit
Die SD-Kartenfunktionalität ist tadellos, bezüglich der
Netzwerkfunktionalität und der Betriebssicherheit beim Herunterladen von BD
Live-Inhalten gibt es Verbesserungspotential. Gesamtnote: Befriedigend - gut.
Testequipment

BD-Wiedergabe auf verschiedenen Screens
Bild
Blu-ray
Stirb Langsam 4.0. 1080p/24, Kapitel 5 und Beginn des Films: Der
Onkyo zeigt hier eine gute Bildqualität, mit ordentlicher Bildschärfe und
prima Kontrast. Die relativ dunkle Sequenz, in der um das Leben des
Computerhackers Matthew Farrell gekämpft wird, enthüllt aber auch, dass der
Onkyo nicht die identische Kontrastdynamik wie ein Sony BDP-S560 oder ein
Pioneer BDP-320 aufbietet. Hier merkt man, dass Onkyo im Falle des DV-BD507 den
Player nicht in kompletter Eigenregie entwickelt hat (viele AV-Anbieter greifen bei günstigeren
Playern auf einige extern entwickelte Systemkomponenten zurück) und den 507 im Gegensatz zu dem für nächstes Jahr geplanten
„großen Bruder“ DV-BD807 nicht selbst komplett im Haus entwickelt hat. Wir freuen
uns jetzt schon auf den DV–BD807, der Prototyp auf der IFA zeigt schon, dass
hier ein typisches hochklassiges Onkyo-Gerät im Entstehen ist. Zurück zum
DV-BD507 – dieser BD-Player ist weit entfernt davon, wirklich schlecht
auszusehen und hält auch preiswerte Modelle der Liga bis 200 EUR durch mehr
visuelle Plastizität und mehr Bildschärfe auf Distanz. Die Darstellung der
Gesichter von McLane und Farrell erledigt der Onkyo BD-Player dann auch souverän
und mit stimmiger Farbbalance. Die gesamte Farbwiedergabe erscheint neutral,
wenngleich minimal zu blass. Details wie die Einschusslöcher in verschiedenen
Einrichtungsgegenständen in Farrells Wohnung arbeitet der DV-BD507 tadellos
heraus. Wenden wir uns noch kurz der
Bildqualität zu, die der 507 gleich zu Beginn des Blockbusters offeriert. Das
Gesicht von Mai kommt plastisch und recht fein zum Ausdruck.

Ordentliches Blu-ray-Bild

Gute Detailtreue und tadellose Bildstabilität
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, ab
Filmbeginn, 1080p/24: Hier zeigt der Onkyo eine ansprechende Performance,
die den Anschluss zur Klassenspitze sicherstellt. Die 24p-Darstellung während
der Überholmanöver gleich zu Beginn des Films ist stabil und zeigt weder
Ruckeln noch Flimmern. Die Farbgebung ist relativ realistisch und lässt nur im
Detail etwas Brillanz vermissen. Als der Armeekonvoi in Richtung AREA 51
abbiegt, offeriert der DV-BD507 ein weites und gut gestaffeltes Panorama, die
Unterscheidungsfähigkeit für die verschiedenen visuellen Ebenen ist gegeben.
Als die der feindlich gesinnte Konvoi am Kontrollpunkt ankommt, wird das Gesicht
des zu allem entschlossenen Anführers detailreich auf den Bildschirm gebracht.
Als dann die Fahrzeuge aufs Gelände der AREA 51 rollen, gefällt erneut die
recht ruhige Bewegungswiedergabe. Kurze Zeit später werden Indy und sein
Gefährte recht unsanft aus ihrem unbequemen Versteck - dem Kofferraum der
Limousine - geholt. Als der charakteristische Hut des Indy auf den Boden fällt,
ist dieser mit scharfen Umrissen zu erkennen. Das Gesicht des Abenteuerhelden
zeigt gut die Furchen und die Stoppeln des Dreitagebartes. Als dann die gesamte
Mannschaft in den mit Kisten gefüllten Hangar marschiert, stellt der DV-BD507
den Boden im Hangar sowie die Kisten sehr detailgetreu dar. Gut hat uns
gefallen, dass der Player die schwierig darzustellenden Kontrastverhältnisse
beim Öffnen der Hangartür mit Sicht vom Inneren des Hangars korrekt
berücksichtigt. Das einfallende Licht wird mit der richtigen Balance erfasst,
es kommt nicht zu dem bereits des Öfteren beobachteten Effekt, dass durch das
einfallende, gleißende Licht jeder Detailreichtum im Keim erstickt wird.
Gesamtnote Bild Blu-ray in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet - hervorragend.
DVD
Star Wars Episode III, DVD - Upconversion auf 1080p vom Onky
DV-BD507: Hier bietet der DV-BD507 eine sehr ansprechende Leistung, wenn es
darum geht, durch ein sauberes De-Interlacing und ein genaues Upscaling
SD-DVD-Inhalte auf 1080p hochzukonvertieren. Die Laufschrift zu Beginn des Films
läuft ruhig, stabil und sicher mit akkurater Farbgebung durchs All. Nur der
Kenner wird minimale Mängel ausfindig machen, die dann doch die günstige
Preisklasse aufzeigen. Zudem wird ein gewisser Respektabstand zum
Upconversion-Leader von Filmmaterial, dem Sony BDP-S560, gewahrt, denn bei
diesem gleitet die Schrift praktisch ruckel- und flimmerfrei nach hinten, während
beim 507 ab und zu kleine Flimmereffekte und Wellenbewegungen im Schriftverlauf
sichtbar werden. Untadelig genau und mit stimmiger Einfärbung präsentiert der
Onkyo die einzelnen Buchstaben. Auch störende Treppenstufen sind kaum zu sehen.
Als dann der gigantische republikanische Sternzerstörer durchs Bild gleitet,
erscheint die Bildwiedergabe ebenfalls als gut gelungen. Zwar ist das Bild nicht
extrem scharf wie z.B. beim Pioneer BDP-320, dafür sehr sauber und angenehm.
Ruckler sind kaum zu erkennen, nur minimales Kantenflimmern an der Kommandobrücke
weist dezent auf die Limits der eingebauten Upconversion-Unit hin.
Ansonsten fällt die wieder relativ neutrale, minimal ins Blasse
tendierende, bilanzierend aber augenfreundliche und angenehme Farbwiedergabe
auf. Als sich die Jäger von Obi-Wan und Anakin dem Sternzerstörer nähern ,
zeigt sich, dass der Onkyo in der Lage ist, die verschiedenen Bewegungsebenen
einwandfrei auseinander zu differenzieren, die Jäger sowie der Sternzerstörer
werden mit guter Stabilität und Schärfe wiedergegeben. Als die beiden Raumjäger
nach unten in die Schlacht abknicken, schafft es der DV-BD507, alle visuellen
Ebenen auseinander zu differenzieren. Allerdings wirken die Objekte in den
unteren Bildebenen etwas weich gezeichnet, die Konturen lassen es im Detail
etwas an Schärfe missen. Als der
Kameraschwenk auf den im Raumjäger sitzenden Anakin Skywalker erfolgt, ist
dessen Gesicht mit akkurater Farbbalance hinsichtlich der Hauttöne zu sehen.
Kritik müssen wir etwas an der Detaillierung üben – die Hautporen könnten
besser heraus gearbeitet werden. An der Außenhaut des Raumjägers sind die
Gebrauchsspuren gut zu erkennen.
Avec Professional Test DVD, Verschiedene Testsequenzen, 576i
Upconversion auf 1080p:
• Weiße/schwarze Schriften vor verschieden farbigen Hintergründen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Eine saubere Leistung des DV-BD507 - bis auf ein leichtes Flimmern kann man dem Player hier keinerlei Vorwürfe machen, im Gegenteil. Die Wiedergabe ist klar und bewegungsscharf und überzeugt zudem mit einer guten Farbtrennung. Eine Leistung deutlich über Klassenniveau.
• Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie gleitet: Auch hier erzielt der Onkyo brauchbare Ergebnisse. Das Pendelinnere wird prima erkennbar wiedergegeben, allerdings kommt es zu leichten Nachzieheffekten. Die Linie, über die das Pendel gleitet, zittert minimal.
• Bewegtes Stadtpanorama der schwäbischen Stadt Esslingen bei Stuttgart mit Parkanlagen und der alten Stadtbefestigung, mit Schwenk über die Hausdächer und über die Grünflächen: Der Onkyo realisiert eine erstaunlich bewegungsstabile Wiedergabe mit farblich guter Darstellung. Die Gesamtbildschärfe und die Detailtreue sind ordentlich.
Fazit Bild DVD: Mit tadellosen Upconversion-Leistungen kann sich der Onkyo
sehr gut in Szene setzen und verdient sich ein "ausgezeichnet" durch
die hohe Ausgewogenheit. Weder bei der Upconversion von Filmmaterial noch bei
der Upconversion von Videomaterial schleichen sich größere Fehler ein.
Konkurrenzvergleich
-
Pioneer BDP-320: Der
Pioneer offeriert noch etwas mehr Stabilität bei der 24p-Signalausgabe, was
man besonders bei langsam bewegten komplex aufgebauten Bildfolgen erkennen
kann. Die visuelle Brillanz des 320 liegt minimal höher. Die
ausgezeichneten De-Interlacingeigenschaften sowie das saubere Upscaling des
DV-BD507 sind nahe dran am Pioneer, dafür, dass Onkyo erst seit so kurzer
Zeit mit dabei ist im BD-Player-Business, sind die Ergebnisse des 507 eine
formidable Leistung.
-
Sony BDP-S560: Der Sony
bietet mit seiner überdurchschnittlich guten Kontrastdynamik und der
neutralen Farbdarstellung bei der BD-Wiedergabe noch etwas mehr visuelle
Performance als der Onkyo. Die Upconversion von 576i Filmmaterial des Sony
setzt preisklassenbezogen aktuell Maßstäbe. Mit seinem sehr guten
De-Interlacing und Upscaling von 576i Videomaterial übertrifft der Onkyo
den Sony aber beim Hochkonvertieren von Videomaterial.
-
Samsung BD-P3600:
Der Samsung weist eine visuelle Auslegung auf, die sich sichtbar von der des
Onkyo unterscheidet. Farben gibt der Samsung satter, klarer und brillanter
wieder. Zudem offeriert er mehr Gesamtbildschärfe. Im DVD-Betrieb agiert
der 3600 sehr gekonnt, im Detail allerdings bietet der DV-SP507 hier die
besseren Upconversion-Qualitäten.
Klang, Anschluss über HDMI
Der Onkyo bietet bei der Wiedergabe der herkömmlichen
Tonformate Dolby Digital und DTS sowie bei der Wiedergabe der aktuellen
HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio eine sehr saubere sowie
dynamische Wiedergabe, die sich durchaus mit der des Pioneer BDP-320
und der des Sony BDP-S560 messen kann.
Lebendig und gut detailliert erweckt der DV-BD507 die Stimme von Celine Dion bei
"A New Day" zum Leben. Er baut eine räumlich gut ausbalancierte
Klangkulisse auf und entfaltet auch bei effektreichen Parts in Blockbustern
(Stirb Langsam 4.0, 5. Kapitel) eine gehörige Portion Dynamik. Vokale Elemente
werden akkurat eingebunden, und die feindynamische Performance ist für die
Preisklasse erstaunlich gut. Bei "Star Wars Episode III" stellt der
Onkyo die spektakuläre Eröffnungsschlacht sehr vielschichtig dar und
modelliert die zahlreichen großen Explosionen und Lasergefechte ordentlich
durch. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet -
hervorragend.
Fazit

Der Onkyo DV-BD507 setzt Akzente mit seinen sehr guten
Upconversion-Fähigkeiten von SD Video- und Filmmaterial. Mit stabiler
Bildwiedergabe, sauber durchzeichneten Bewegungsabläufen und enormer
Bildsauberkeit werden hier deutlich über dem Durchschnitt liegende Ergebnisse
abgeliefert. Das Blu-ray-Bild ist tadellos, hier setzt aber in dieser
Preisklasse die Konkurrenz von Pioneer und Sony die aktuelle Messlatte. In
Anbetracht der Tatsache, dass Onkyo erst seit kurzem im BD-Player-Business
mitmischt, ist der Stand, den der DV-BD507 erreicht hat, allerdings schon
höchst beachtlich. De Player glänzt des Weiteren mit einem sorgsam
ausgeführten inneren Aufbau, der sich wohltuend vom sehr billigen Finish vieler
Konkurrenten unterscheidet. Nicht ganz unsere Zustimmung findet die im Detail
leicht nachlässige Gehäuseverarbeitung. Auch die mitgelieferte Fernbedienung
sollte bei der nächsten Generation einer deutlichen Überarbeitung unterzogen
werden, sowohl stilistisch als auch funktional. Die Bedienung ist im
Wesentlichen einfach, die Übersetzungen der Menüs sind allerding stellenweise
nicht absolut korrekt. Die akustischen Eigenschaften können dagegen ohne
Einschränkung überzeugen, der klare und substanzreiche Sound weiß zu
gefallen. Mit umfangreichen Netzwerkfeatures wie dem Streaming von Bild- oder
Fotodateien von einem Server kann der Onkyo nicht aufwarten. Die
Netzwerkeinbindung ist in kabelgebundene Netzwerke möglich und wird
ausschließlich für Firmareupdates und das Abrufen von BD Live-Inhalten
genutzt. Die multimedialen Gesamteigenschaften sind dennoch erfreulich, denn
dank des SD-Karten-Slots können verschiedene visuelle und akustische sowie
gemischte Inhalte durch den 507 auf dem Bildwiedergabegerät angezeigt werden.
das Laufwerk arbeitet zuverlässig und leise, die Einlesezeiten bewegen sich im
Mittelmaß.
Der Onkyo DV-BD507 sorgt mit seinen sehr guten
Qualitäten als DVD-Player-Ersatz ebenso für Aufsehen wie mit dem tadellosen
Blu-ray-Bild und dem sorgfältigen inneren Aufbau

Blu-ray-Player Mittelklasse bis 500 EUR
Test 17. September 2009
+ Ausgezeichnete Upconversion von 576i-Film- und
Videomaterial auf 1080p
+ Harmonisches und ausgewogenes Blu-ray-Bild
+ Videoequalizer mit 5 Speicherplätzen
+ Sehr guter Sound bei Signalausgabe über HDMI
+ Gut integrierte SD-Speicherkartenfunktion
+ Sehr zuverlässig
+ Simultane Bildausgabe über Komponente und HDMI
+ Eingebautes Lautsprechersetup bei digitaler Wandlung von Bitstream auf PCM
+ Sorgfältiger Innenaufbau
- Teils unzureichend übersetzte Menüs mit simpler Grafik
- Gehäuseverarbeitung außen unter dem bekannt hohen Onkyo-Niveau
- Nicht überzeugende Fernbedienung
- Nur rudimentäre Netzwerkfunktionen (BD-Live, Firmwareupdate)
Absolute Einordnung des DV-BD507 preisklassenübergreifend
Der DV-SP507 zeigt, dass Onkyo durchaus verstanden hat, wie ein
hochwertiger Blu-ray-Player auszusehen hat. Zwar ist dieses Modell nicht
komplett "In-House" entwickelt worden, trotzdem kann sich der Player
als insgesamt erstaunlich ausgewogene Alternative für den erfahrenen Anwender,
der ein gutes Mittelklasse Full-HD-Panel oder einen Einsteiger-Full-HD-Beamer
einsetzt, profilieren. Wobei anzumerken wäre, dass gerade die Qualitäten als
DVD-Player-Ersatz sehr hervorzuheben sind. Selbst deutlich teurere BD-Spieler
weisen nur eine geringfügig bessere Upconversion auf im Vergleich zum DV-BD507.
Prima ist auch der Video-EQ, der sogar über 5 Speicherplätze verfügt. Das
bietet manch doppelt so teures Gerät nicht. Dass sogar eine mehrstufige
Gammakorrektur mit am Start ist, hat uns erstaunt. Was im EQ-Sortiment nur
fehlt, ist eine adaptive, das heißt dynamische Rauschunterdrückung, die auch
im BD-Betrieb arbeitet. Prima ist es um die Betriebssicherheit bestellt. Hier
kann sich manch teurerer Player eine dicke Scheibe abschneiden. Multimedial
bietet der DV-BD507 eine gute Ausstattung, vor allem die preisgünstige
südkoreanische Konkurrenz von LG und Samsung bietet mit umfangreichen
Streamingoptionen und eingebauten YouTube-Clients deutlich mehr, wobei sich hier
die Frage stellt, ob diese Features auch von Seiten des Anwenders stark
nachgefragt werden. Trotz einer gewissen Skepsis ist jedoch anzumerken, dass
auch das Redaktionsteam von AREA DVD ein großes Zukunftspotential im Streamen
von Daten innerhalb eines Netzwerks sieht, die Verbreitungschancen werden durch
Vereinfachungen gerade beim Einbinden von Komponenten in die immer beliebter
werdenden Drahtlosnetzwerke merklich steigen. Daher können wir auch Onkyo nur
raten, diesen Trend nicht zu unterschätzen und bei den kommenden
BD-Player-Generationen auch die Netzwerkfunktionalitäten weiter zu optimieren.
Daten und Features im Überblick
-
BASIS-FEATURES
Spielt BD-Video, BR-R/RE, BD-ROM, DVD Video, Audio CD, CD-R/RW, DVD-R/RW, DVD+R/RW, DVD-R DL, DVD+R DL*1
Wiedergabe von AVCHD (auf SD/SDHC/MiniSD/MicroCD-Karte, DVD+-R/RW, DVD+-R DL), MP3, JPEG, DivX und DivX-HD
HDMI™-Digitalausgang (Version 1.3a mit Unterstützung für 1080p, Deep Color™, x.v. Color™ und CEC)
Ausgabe von Videobildern mit 1080p Auflösung und 24 Bildern pro Sekunde
Upscaling aller DVDs in Standardauflösung auf 1080p (1080i, 720p und 480p)
Dolby® TrueHD, Dolby® Digital Plus, und DTS-HD Master Audio™*2
BD-Live (Profil 2.0) zur Nutzung interaktiver Inhalte
Ethernet-Port für BD-Live Funktionalität
Gleichzeitige Video-Ausgabe über HDMI- und Komponenten-Anschluss
Bild-in-Bild Video- und Audiokonfiguration (nur für BD)
Beschleunigte Video-Wiedergabe mit Audio (1,3-fache Geschwindigkeit)
Anpassung der Voreinstellungen für Bildschärfe, Kontrast, Helligkeit, Gamma-Korrektur, Farbe, Schwarzwert und Reduzierung des Bildrauschens*3
*1 Discs, die nicht ordnungsgemäß finalisiert wurden, können nur teilweise oder überhaupt nicht abspielbar sein.
*2 DV-BD507 unterstützt DTS-HD Master Audio Essential.
*3 Diese Funktion (Reduzierung des Bildrauschens) ist nur für DVDs verfügbar.
-
WEITERE FEATURES
DTS Digital Surround® und Dolby® Digital
150 MHz/12 Bit Video D/A-Wandler
192 kHz/24 Bit Audio D/A-Wandler
Audio-, Komponenten- und Composite-Ausgänge
Koaxiale und optische Digitalausgänge
SD/SDHC Speicherkartenslot für Medieninhalte*1
Verfügbare Wiedergabemodi: Betrachtungswinkel, Wiederholung (Kapitel/Titel/Track/Gruppe/Alle/A-B), schneller Suchlauf vorwärts/rückwärts, Programm, langsamer Vorlauf, Bild für Bild, Zufall
Bildschirmmenü für Einstellung und Wiedergabe (Auto*2, Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch, Niederländisch, Schwedisch, Portugiesisch, Polnisch, Norwegisch)
Display-Dimmer (Auto, hell, gedimmt)
Fernbedienung für sämtliche Gerätefunktionen
*1 Für SDHC bis 8 GB
*2 Die Sprache wird automatisch anhand des über HDMI angeschlossenen Displays
ausgewählt
Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 17. September 2009
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