TEST: Philips HTS 8160B - Blu-ray Soundbar mit Subwoofer im eleganten Look
10.12.2009 (phk)


Einführung
Perfekter Klang auf kleinem Raum - danach streben viele. Ist das Wohnzimmer
zu klein für ein 5.1-System? Der Women Acceptance Factor großer
Standlautsprecher zu niedrig? Auf der Suche nach einer raumökonomische Lösung
mit schönem Bild und kräftigem Raumklang, die auch noch ganz schick ausfallen
soll? Dann hat Philips vielleicht genau das Richtige: Die HTS8160B Soundbar mit
Ambisound. Philips verspricht für den derzeitigen Marktpreis von etwa 1100 Euro
heimkinogleichen Surround-Sound ohne riesigen Aufbau, für die Dekodierung von
Dolby TrueHD und DTS-HD High Resolution ist gesorgt, ebenso für die
mittlerweile obligatorische 1080p/24 Wiedergabe. Zur Verwendung von BD-Live
steht ein kabelgebundener Netzwerkanschluss hinten und ein USB-Slot an der
Vorderseite zur Verfügung, über USB sollen weitere Multimedia-Features wie
Musik-, Foto- und Videowiedergabe möglich sein. DLNA-Funktionen bringt die
Philips Soundbar noch nicht mit sich, auch ein iPod-Dock ist nur optional
erhältlich, allerdings soll am vorhandenen MP3-Link jegliches Gerät mit
Headphone Out zusammen mit dem HTS8160B betrieben werden können. Das Ergebnis
unserer Testeindrücke lesen Sie hier.
Verarbeitung

Saubere Verarbeitung an den Kanten und dem LS-Gitter

Bei leichtem Druck öffnet sich der USB-Slot und MP3-Link
Anschluss

Nicht unbedingt großzügig dimensionierter Standfuss der
Soundbar sorgt für ausreichend Halt

Rückseite des Subwoofers

Sehr gute Verarbeitung mit gebürstetem Aluminium auch am
Subwoofer

Etwas wenig Bodenentkopplung

Hochwertige, übersichtliche Fernbedienung
Die Verarbeitungsqualität der Philips Soundbar erscheint sehr hochwertig.
Das schöne Lack-Finish an der Soundbar und der Oberseite des Subwoofers wird von
perfekt eingepassten Lautsprechergittern ergänzt. Die Kanten sind abgerundet
und es entstehen keine problematischen Spalte. Das Touch-Display der Soundbar
funktioniert problemlos und flott, auch die Anschlüsse sind gut zu erreichen
und sitzen sehr fest. Am Subwoofer sitzt die Stoffbespannung, die hier als
LS-Gitter dient, nicht ganz so hervorragend. Die Standfüße müssen wir bei
beiden Geräten bemängeln. Die Fernbedienung im Philips-typischen Alu-Look
wirkt edel und bedient sich ausgezeichnet: Tasten haben guten Druckpunkt und ein
unproblematisches Layout, eine Beleuchtung ist allerdings nicht vorhanden. Etwas
unentschlossen präsentiert sich die Philips Soundbar, größtenteils tadellose
Verarbeitung besonders an der Soundbar die sich aber am Subwoofer nicht vollends
fortsetzen kann. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut -
Ausgezeichnet.
Anschlüsse


- HDMI
- Component Out
- AV Out (FBAS + Stereo Cinch)
- Digital Optical In
- Digital Coaxial In
- Ethernet
- iPod-Dock
- MP3-Link und USB-Slot
Die Anschlüsse der Philips Soundbar sind nicht besonders umfangreich, aber
praxisgerecht. Die Anschlüsse sind hinter einer Abdeckung auf der Rückseite
versteckt, eine ebenso elegante Lösung wie der ausfahrende MP3-Link und der
USB-Slot an der Vorderseite. Bei fehlender Abdeckung ist das Erreichen der
Anschlüsse problemlos. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Sehr
gut.
Menü, Setup und Konfiguration
Ersteinrichtung

Ambisound-Setup bei erster Inbetriebnahme

Verschiedene Erstkonfigurationsmöglichkeiten
Nimmt man die Blu-ray Soundbar von Philips zum ersten Mal in Betrieb, wird automatisch ein Setup ausgeführt um das Gerät vorab zu konfigurieren. Nach Auswahl der Sprache wird eine Sound-Justage vorgenommen, der Nutzer sollte sich in der vorgesehenen Seh – und Hörposition befinden. Anhand vom Nutzer eingegebener Informationen über die standörtlichen Wohngegebenheiten wie z.B. „Beschaffenheit der Wand“ (hart/weich), der Ort der Soundbar und der Abstand zu Hörplatz und Boden versucht das sogenannte Ambi-Sound-Setup die Klangqualität im vorhandenen Raum zu optimieren. Wurden alle Informationen gegeben beendet sich das Einstellungsmenü und der User gelangt in ein, von Philips bekanntes, Hauptmenü. Wie üblich wird hier zwischen Disc- und USB-Wiedergabe unterschieden und der Punkt „Einstellung“ kann gewählt werden.
Konfiguration unter Menüpunkt "Einstellung":

Von Philips bekanntes Hauptmenü

Optionen der Videoeinrichtung
Videoeinrichtung
• Audio: Sprache wählen
• Untertitel: Ausschalten oder Sprache wählen
• Disk Menü: Sprache wählen
• Bildformat: Cinema 21:9, 16:9 Breitbild, 4:3 Pan& Scan, 4:3 Letterbox
• HDMI-Video: Auto/Nativ/480i/576i/480p/576p/720p/1080i/1080p/1080p24
• HDMI Deep Color: Aus/Ein
• Komponenten Video: 480i/576i, 480p/576p, 720p, 1080i
• Bildeinstellung: Standard/Lebhaft/Kühl/Action/Animation
Audio-Einrichtung
• Nachtmodus Aus/An
• HDMI-Audio (Wie Quelle/Auto/Aus)
• Ambisound-Setup (oben beschriebenes Klangmenü erneut starten)

Display-Dimming
Vorzugseinstellungen
• OSD-Sprache wählen
• Kindersicherung: Aus/Pin eingeben
• Bildschirmschoner Ein/Aus
• PIN ändern
• Display: 100%/70%/40%
• Auto Standby: Ein/Aus
• PBC: Ein/Aus
• Sleep Timer (Aus/15/30/45/60 Minuten)
Easy Link Setup
• EasyLink: Aus/Ein
• One Touch Play: Aus/Ein
• One Touch Standby: Aus/Ein
• System Audiosteuerung Ein/Aus (Steuerung der Audiofunktionen mittels EasyLink)
• Toneingänge konfigurieren

Erweiterte Einstellungen, hier Netzwerk-Assistent
Erweiterte Einrichtung
• BD-Live Sicherheit (Ein/Aus)
• Netzwerk: Starten sie den Assistent
• Softwaredownload: Firmware-Update durchführen
• Lokalen Speicher leeren
• DIVX VoD-Code
• Versionsinfo
• Werkseinstellungen wiederherstellen
Wie wir es von Philips gewöhnt sind zeigt sich die Konfiguration des HTS
8160B benutzerfreundlich und auch für den Einsteiger leicht durschaubar. Durch
die offensichtlichen Oberpunkte ist das Navigieren zu Disk/USB-Wiedergabe ein
Kinderspiel, grundlegende Einstellungen werden im Setup vorgenommen und sind
meist durch ein Info-Popup ausreichend erklärt. Die Menütexte wurden gut
übersetzt, lediglich die ein oder andere ungewohnte Abkürzung trübt das Bild.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Einlesezeiten, Laufwerk- und Betriebsgeräusche

Die Laufwerkslade öffnet sich geräuscharm an der rechten
Seite nach vorne
• Booten: 20 Sekunden
• BD Casino Royale: 17 Sekunden bis zum Sony Logo
• BD Fluch der Karibik: 22 Sekunden zur Sprachauswahl
• BD Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull: 17 Sekunden
• DVD Star Wars Episode III: 11 Sekunden bis zum Warning
• DVD Sahara: 13 Sekunden
DVD-Layerwechsel, Top Gun, Kapitel 18+19
Tadellos. Ohne Verzögerung läuft der Film weiter.
Wiederum flotte Einlesezeiten des Philips BD-Players. Nicht ganz an den Marken
des Philips BDP9100 muss sich die Soundbar
dennoch nicht verstecken. Das Öffnen der Lade verläuft etwas zögerlich aber
geräuscharm, nicht ganz so positiv ist das Betriebsgeräusch zu vernehmen. Bei
BD-Wiedergabe ist sowohl beim Einlesen als auch während der dauerhaften
Wiedergabe bei niedrigem Pegel ein leises Geräusch zu vernehmen. Besonders
lobenswert stellt sich der DVD-Layerwechsel dar, wo exorbitant teure Geräte
Probleme haben kann die Philips Soundbar glänzen. Gesamtnote Einlesezeiten und
Betriebsgeräusch in Relation zur Preisklasse: Sehr gut - Ausgezeichnet.
USB-Wiedergabe und BD-Live

Auswahl der Video-Dateien auf dem USB-Stick

Display bei MP3-Wiedergabe
Um mit der Philips Soundbar Dateien von einem USB-Stick wiederzugeben muss erst einmal der entsprechende Slot gefunden werden. Unterhalb des linken Speakers öffnet sich mit leichtem Druck ein Fach mit zwei Anschlussmöglichkeiten: USB und 3,5mm Klinke.
Wir schließen unseren 16 GB USB-Stick an und wählen im Hauptmenü „USB“ an. Wie wir es von Philips kennen, wird uns eine Ordnerübersicht oder aber ein direkter Dateizugriff über die Punkte „Musik“, „Video“ und „Bilder“ zur Verfügung gestellt. Die Daten auf dem USB-Speichermedium werden flott erkannt und selbst Videos werden schnell geladen. Unter Videos werden aus unserer Testauswahl WMV, Divx-AVI und MPEG-Video abgespielt. Unter dem Abschnitt „Bilder“ findet sich eine Thumbnail-Übersicht mit problemlos erkennbaren Vorschau-Bildern, der Anwender kann diese drehen, zoomen und diverse Diaschau-Optionen einstellen. Genauso unproblematisch stellt sich die Musik-Wiedergabe dar. Die angewählten Beispiele aus unserer Liste werden ohne Verzögerung wiedergegeben.
Auch die BD-Live Funktion haben wir überprpüft. Da die Philips
Soundbar nicht über internen Speicher verfügt, muss der USB-Stick am Gerät
angeschlossen bleiben. Die Verbindung zum Netzwerk mittels DHCP verläuft
tadellos und wir starten Transformers BD-Live. Der Content wird ordnungsgemäß
heruntergeladen, Dauer angefangen beim Start von BD-Live bis zur endgültigen
Ausgabe der Daten am Display: etwa drei Minuten. Gesamtnote Netzwerk &
Multimedia in Relation zur Preisklasse: Gut - Sehr gut.
Testequipment
Bild
Blu-ray 1080p/24 Hz:
Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, Kapitel 1
Zu Beginn des vierten und letzten Teiles von Indiana Jones empfängt uns ein
sehr ruhiges, stabiles Bild. Die Autos in verschiedenen Geschwindigkeiten werden
ohne Kantenruckeln sehr flüssig dargestellt, wir können keine Mängel der
24p-Stabilität feststellen. Die Bildtiefe gefällt durchaus, gerade am KDL-52Z5500
und dem Grundig Vision 9
durften wir sie aber schon präziser bewundern. Die Bildschärfe ist
ausgeglichen hoch, in der Portraitaufnahme Indys werden Konturen und Feinheiten
im Gesicht sehr scharf wiedergegeben, in der Tat wirkt das Bild einen Tick
überschärft. Details und Plastizität sind ausgezeichnet, Schutt und
Rollsteine am Boden vor der AREA 51 sind klar zu erkennen. Es kann vorkommen,
dass feinere Details wie die Stoffstruktur von Indys Hemd im Schatten teilweise
wegfallen, dies scheint an der nicht ganz so ausdrucksstarken Kontraststärke zu
liegen, bei Eintritt in die AREA 51 ist dies nochmals an den im Schatten
liegenden Kisten zu erkennen. Farblich ist die Philips Soundbar überraschend
neutral abgestimmt, vergleichsweise warme Farben versprechen ein Kino-ähnliches
Bild für lange Filmabende.

Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 1080p/24
Die immer noch exzellente Bildqualität des nun doch schon etwas
älteren Disney-Streifens lässt die Soundbar glänzen. Das Galeonsschiff zu
Beginn der Szene wird enorm detailtreu in dem wabernden Nebel ausgegeben. Die
Galeonsfigur am Bug des Schiffes ist scharf gezeichnet und hebt sich plastisch
vom Schiffskorpus ab. Ms, Swan, die an der klar strukturierten Holzreling lehnt
wird in authentischer Hautfarbe und feinen Gesichtskonturen aufs Display
gezeichnet. Die neutrale Farbgebung konnten wir schon in den vorigen Wochen bei
verschiedenen Philips Geräten feststellen, wenn man nicht gerade das
Video-Preset "Lebhaft" wählt ist die Farbdarstellung Kino-gemäß und
natürlich. Die Bildschärfe ist von hoher Güte, bleibt aber augenfreundlich.
Während Jack Sparrow auf dem Mast seines Fischerbootes Ausschau hält, ist die
detaillierte Darstellung der Gebrauchsspuren des Hutes und die Kleiderstruktur
zu loben. Feinheiten wie die unterschiedliche Maschzahl der Jacke und der Weste
werden sauber herausgearbeitet. Die Differenzierung der Bartstoppeln ist auch
nicht zu bemängeln. Wie schon bei Indiana Jones festzustellen war, können wir
eine hohe Bildruhe attestieren. Horizontale sowie vertikale Linien stehen stabil
und zittern nicht. Vor den drei aufgeknüpften Piraten an der Felswand vor Port
Royale begrüßt uns ein hoher Kontrastwert, der nur im Deep Color Mode ein
wenig Details in den dunklen Bildbereichen verschluckt. Die Bildtiefe ist nicht
schlecht, haben wir aber gerade in dieser Szene schon deutlicher gesehen. In
Verbindung mit dem Toshiba 46SV685D und Panasonic
TX-P65V10E wird die Differenz zu einem dedizierten Top BD-Player wie dem BDP-LX91
deutlich.
Casino Royale, Kapitel 2, 1080p/24
Ein weiterer Punkt an die 24p-Stabilität. Abgesehen vom
berümt-berüchtigten Filmjudder liefert die HTS8160B eine flüssige,
zitterfreie Vorstellung ab und garantiert ein sauberes Bildverhalten. Die
Plastizität der Hintergrunddetails während der Schwenk-Szene über die tosende
Masse im zweiten Kapitel ist hoch und bietet auch in die hinteren Ebenen ein
authentisches 3D-Feeling. Der Kampf zwischen dem Frettchen und der Schlange, der
vom Publikum umringt wird zeigt eine hoch detaillierte Durchzeichnung der
Fellhaare des Frettchens und feine Schuppen des Gegners. Als die Kamera vom
Kampfgeschehen ablässt und sich auf 007 am verkohlten Holzbalken fokussiert
sehen wir einen sehr guten Schwarzwert, spezifisch die Differenzierung der
verschiedenen Grautöne können begeistern und verschaffen dem Bild einen kontrastreichen,
lebendigen Ausdruck. Gesichtsdetails und Feinheiten der Haut von James Bond
werden angemessen scharf aufs Bild geworfen, im Bereich des Kragens fehlen uns
kleine Hauteruptionen. Auf der Baustelle angekommen sehen wir ein authentisches,
wenn auch leicht hell erscheinendes, Rostrot und eine ordentliche
Tiefenstaffelung beider Kräne vor dem Ozean.
DVD
AVEC Professional TEST DVD, Upscaling/Deinterlacing
Videomaterial 576i -> 1080p
-
Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: In allen
Geschwindigkeiten ist die Schrift einwandrei lesbar, selbst im schnellsten
Modus bilden sich wenig Schlieren und beinahe kein Buchstabenzittern. Auch
die Farbtrennung ist gut, zwischen Blau und Rot bilden sich leichte
Doppelkonturen
-
Pendel: Ein nicht ganz so positives Ergebnis. Die Balken in
der Mitte des Pendels sind zwar selbst in der schnellsten Geschwindigkeit
noch gerade so differenzierbar, leider bleibt die Pendellinie nicht ganz
stabil und gleitet bei Bewegung in eine gelbliche Verfärbung ab
-
Stadtbild Esslingen: Gut. Bis auf leichtes Zittern bleibt
die horizontale Mauerlinie gut stabil. Das Grün leidet an einem leichten
Gelbstich, die Strukturierung der Pflastersteine und des gemähten Rasens
wird aber fein herausgearbeitet.
Star Wars Episode III, Upscaling/Deinterlacing Filmmaterial 576i
-> 1080p
Der nach hinten ablaufende Text in der ersten Szene des dritten
Star Wars Episode wird mit einem etwas zu dunklem gelben Farbeinschlag auf
unseren Panasonic 65-Zöller geworfen. Im Großen und Ganzen bleibt das Bild
ruhig und angenehm, stellenweise ist aber an den Buchstabenrändern Unruhe und
Kantenzittern zu erkennen. Wellenbewegungen bleiben erfreulicherweise bis in die
hinterste Bildebene aus. Beim Blick in die Sonne über Coruscant und als die
Kamera auf den Sternzerstörer zeigt fällt keinerlei Clouding (Banding) in den
verschiedenen Farbbereichen auf. Die horizontalen Linien an der Vorderseite und
an der Kommandobrücke des Zerstörers bleiben ruhig, es sind aber leichte
Doppelkonturen erkennbar die die Sauberkeit des Bildes leicht beeinträchtigen.
Kontrastwert ist gut, wenig Details auf der Schattenseite gehen verloren, im
fokussierten Bildbereich ist auch die Bildtiefe beim Abknicken der beiden Jäger
hinab auf Coruscant sehr gut, in den äußeren Ebenen aber etwas flach. Im
Kampfgeschehen sind ab und an Scalingrauschen zu erkennen,
Deinterlacing-Artefakte sind aber wenig sichtbar. Die Farbauthentizität ist
ähnlich dem BD-Betrieb hoch, tatsächlich finden wir einen leicht warmen
Einschlag vor, also genau das Gegenteil dass wir von Philips erwartet hatten.
Fazit Bildqualität
Mit klaren Vorzügen im BD-Betrieb stellt sich die Soundbar von
Philips auch im DVD-Betrieb als kein allzu schlechter Begleiter heraus. Hier
werden zwar keine perfekten Leistungen geboten, aber gerade bei Video-Material
eine doch sehenswerte Performance. Blu-ray Filme werden mit hoher
Farbauthentizität, stabilem 24p-Betrieb und einer ausgewogenen Bildschärfe dem
Nutzer präsentiert. Gesamtnote Bildqualität in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet - Hervorragend.
Klang
BD, Celine Dion - Live in Las Vegas, Casino Royale PCM 5.1
• Räumlichkeit: Am Beispiel der Glassplitter bei Celine Dion, der Klang löst
sich ordentlich von der Soundbar und gaukelt ein Surround-Erlebnis vor
• Klarheit: Harmonischer, dennoch klarer Klang, gute Stimmcharakteristika
• Hochton-Brillanz: Wir sind positiv überrascht, zwar nicht brilliant aber
doch strahlend
• Mittelton-Einarbeitung mit Stimmwiedergabe: Sehr gute charakteristische
Stimmwiedergabe bei Celine Dion, nicht alle Feinheiten vorhanden
• Bassbereich: Der Subwoofer spielt sehr präzise und kraftvoll auf, einziges
Manko: der Tiefgang
• Detaillierung und Plastizität: Für eine Soundbar bekommt man hier schon
einiges geboten, klar ortbare Nebengeräusche und Details, allerdings sind diese
nicht sonderlich klar durchzeichnet.
• Pegelfestigkeit: Gut – auch bei höchstem Pegel wird nicht verzerrt.
Jedoch lässt die Gesamtlautstärke etwas zu wünschen übrig, es ist zwar
ausreichend laut aber für Club-Atmosphäre wird es nicht reichen.
BD, The Dark Knight, Kapitel 1, Dolby TrueHD
Wow! Bei den ersten Paukenschlägen haben wir deutlich weniger Performance
des Subwoofers erwartet. Tief und druckvoll bei etwa 75% des möglichen Pegels
zeigt uns der LFE was er kann. Der gute Eindruck setzt sich, als einer der
Schurken das Bürofenster mit dem Enterhaken aufschießt, fort: Schwungvoll und
differenziert aufbauend versucht sich der Philips an dem kurzen, aber
schwierigen Effekt und muss sich nicht verstecken. Der Tiefgang überzeugt uns
immer noch nicht ganz, für die Dimensionen des Subwoofers wird hier eindeutig
viel geboten, perfekt ist er natürlich nicht. Auffallend bei den beiden
Paukenschlägen bei der Dächer-Überfahrt zweier Schurken ist die leichte
Überbetonung des Mittenbereichs, dadurch wirkt der Schlag zwar sehr aggressiv
aber auch etwas unausgewogen. Wirklich überrascht hat uns in der ersten
Sequenz, wie räumlich die Soundbar das Geschehen darstellt. Als die drei
Mitstreiter des Jokers in ihrem Wagen angerollt kommen ist die Ortbarkeit der
vernommenen Effekte ausgezeichnet. Der Hochtonbereich ist eher etwas samtig und
vorsichtig gehaltenen, Brillianz darf nicht erwartet werden.
Stimmcharakteristika gefallen im Vergleich mit den anderen Frequenzbereichen
überdurchschnittlich gut.
Fazit Klangqualität und Konkurrenzvergleich
Die Philips HTS8160B Soundbar mit Subwoofer überzeugt vor allem im
Musikbetrieb bei der Ausarbeitung von Stimmcharakteristika und der präzisen
Basswiedergabe. Verglichen mit der Samsung Blu-ray Soundbar
HT-BD8200 gefällt die bessere Detaillierung der vokalen Feinheiten, auch
die Dynamik gefällt uns beim Philips System einen Tick besser. Die
Pegelfestigkeit nimmt sich bei beiden Geräten nicht viel und könnte noch etwas
deutlicher ausfallen. Der Hochtonbereich ist ähnlich samtig ausgelegt, etwas
strahlender bei der Philips-Lösung anzutreffen, dennoch ist die akustische
Performance bei Musikwiedergabe beider Soundbar-Produkte auf einem guten Level.
Im Filmbetrieb können wir guten Gewissens eine erfreulich gute räumliche
Darstellung eingebundener Effekte attestieren. Der Subwoofer muss sich neben
geringen Einschränkungen im Tiefgang auch nicht viel schlechtes nachsagen
lassen, druckvoll und harmonisch werden die Tieffrequenzen ins Klanbild
integriert. Gesamtnote Klangqualität in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Gesamt-Fazit

Unser Eindruck des HTS 8160B ist durchweg positiv.
Die hochwertige Verarbeitung besticht besonders bei der Soundbar durch die
stationären Touch-Bedienelemente und dem perfekt eingepassten
Lautsprechergitter. Mit dem Ambisound-Setup werden grundlegende
Raumakustikoptimierungen kinderleicht vorgenommen und auch die restliche
Bedienung sollte niemanden vor Probleme stellen. Das Betriebsgeräusch ist nicht
perfekt, ab einem gewissen Abstand aber auch nicht mehr wahrnembar.
Multimedia-technisch ist die Philips Lösung durchschnittlich gut ausgestattet,
die USB-Funktion ist praxisgerecht und schnell. DLNA-Streaming ist leider noch
nicht mit an Bord und ein iPod-Dock muss separat erworben werden. Die
Bildqualität ist von hoher Güte und kann problemlos mit dedizierten BD-Playern
der Mittelklasse mithalten, selbst unser großer Panasonic 65-Zöller kann mit
der Soundbar gewissenhaft eingesetzt werden. Ein Schärfe- und Kontrastmeister
ist der Philips-Vertreter zwar nicht aber besonders die 24p-Stabilität und die
hohe Detaillierung zeichnen den Player aus. Bezüglich der Klangqualität sind
wir vor allem von der räumlichen Effekteinbindung und der Stimmwiedergabe
überzeugt. Ein etwas zu samtiger Hochtonbereich und der etwas dürftige
Tiefgang verhindern eine Top Leistung, auch der Gesamt-Pegel könnte etwas
höher liegen.
Optisch ansprechende Soundbar+Subwoofer Kombination mit hoher
Bildgüte und charakteristischer Stimmwiedergabe

Blu-ray Komplettsysteme Mittelklasse
Test: 10. Dezember 2009
+ Stilvolles Design
+ Problemloses Setup
+ Detailtreue im BD-Betrieb
+ Stimmwiedergabe
+ Räumliche Effekteinbindung
- kein DLNA-Streaming
- Tiefgang des Subwoofers
Test: Philipp Kind
10.12.2009
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