TEST: Pioneer D-ILA Kuro Beamer KRF-9000FD
03.02.2009 (cr/th)

Einführung
Erst vor kurzem wurde der Pioneer D-ILA-Beamer Kuro KRF-9000FD
im Preis gesenkt: Für faire 3.999 EUR bekommt man den Full-HD-Heimkinoprojektor,
der getreu von Pioneers hauseigener Kuro-Philosophie für enormen Kontrast,
lebendige Farben und für vor allem für ein herausragendes, tiefes Schwarz
stehen soll. Mit 3 x 0,7 Zoll D-ILA Panels bestückt und einem 2 x Motorzoom
versehen, können Projektionsdiagonalen von 152,4 bis 508 cm erzielt werden. Die
200 Watt Ultrahochdruck-Quecksilberdampflampe kann mit 170 oder mit 200 Watt
Leistung betrieben werden. Eine Objektiv-Shiftfunktion von +/- 80 Prozent
vertikal und von +/- 34 Prozent horizontal gehört ebenso mit zur Ausstattung
wie ein umfangreicher Video-EQ mit User-Speicherplätzen und besonders
aufwändiger Gammakorrektur. Als Kontrast nennt Pioneer 30.000:1, die
Lichtleistung beträgt 600 lm. Mit zwei HDMI-Eingängen und einem
Komponenteneingang versehen, können die wichtigsten Signaltypen problemlos
entgegen genommen werden. Den Geräuschpegel in der Betriebsart Normal gibt
Pioneer mit 24 dB an. Wir waren gespannt, ob der KRF-9000FD das richtige Gerät
für den Heimkinoliebhaber mit Sinn für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis
ist.
Verarbeitung

Hochglanzschwarze Kuro-Optik

Saubere Detailverarbeitung

Standfüße

Mitgelieferte Fernbedienung
Natürlich steht bei einem Beamer die Verarbeitung des Gehäuses
nicht unbedingt im Vordergrund der Kauferwägung, aber ein elegantes und
hochwertig verarbeitetes Gerät wie der KRF-9000FD macht sich natürlich umso
besser unter der Decke des Heimkinoraumes. Die Hochglanzoptik in Tiefschwarz
macht direkt deutlich, dass es sich beim 9000er um ein Mitglied der Kuro-Familie
handelt. Der Beamer ist auch im Detail sehr penibel verarbeitet, nirgendwo
zeigen zu große oder ungleichmäßige Spaltmaße mangelnde Sorgfalt. Das
Anschlussfeld auf der Rückseite ist sehr gut eingepasst. Nur die beiden
Drehräder unterhalb der Optik, die für das Links/rechts sowie Oben/unten
Verschieben des Bildes zuständig sind, wirken haptisch nicht sonderlich
ansprechend. Die mitgelieferte Fernbedienung ist von der Materialqualität her
relativ einfach und ist ein Zukaufprodukt. Sie ist aber gut verarbeitet,
komplett beleuchtet und relativ robust. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur
Preisklasse: Ausgezeichnet.
Anschlüsse

2 x HDMI
Die Anschlusssektion präsentiert sich gut bestückt. Es finden
sich zwei HDMI-Eingänge, ein Komponenteneingang, ein S-Video- sowie ein
FBAS-Eingang. Ebenfalls vorhanden ist eine RS232 Schnittstelle. Es werden
folgende Formate entgegen genommen:
• 480i/p
• 576i/p
• 720p 50 / 60p
• 1080i 50 /60p
• 1080p 60 / 50 / 24
• NTSC/NTSC4.43
• PAL, PAL-M, PAL-N
• SECAM
Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
Bildjustage
Der KRF-9000FD fühlt sich im komplett abgedunkelten Heimkinoraum am wohlsten
Der KRF-9000FD ist auf den Betrieb im komplett abgedunkelten Heimkinobetrieb optimiert. Jeglicher externer Lichteinfall wirkt sich daher negativ auf die Bildqualität aus. Die Displays der anderen Geräte, die sich im Heimkinoraum befinden, sollten, wenn möglich, komplett gedimmt werden. Je nach dem, wie groß der Abstand zur Leinwand ist, empfiehlt es sich, den 9000er entweder auf Helligkeit oder auf Kontrast abzustimmen (bei gleicher Bildgröße). Geht man weiter von der Leinwand weg, ist der Austrittswinkel des Lichtes kleiner als bei geringerem Abstand. Ist der Projektor weiter von der Leinwand weg, steigt der Kontrastumfang, befestigt man den KRF-9000FD näher an der Leinwand, steigt die Bildhelligkeit. Wir können hier nicht zu einer Patentlösung bezüglich der besseren Optimierung raten, da die Optimierung auf Helligkeit oder Kontrast von Fall zu Fall entschieden werden muss.
Aufgrund der Tatsache, dass der KRF-9000FD ein sehr Kino-likes, dunkles und auf maximalen Schwarzwert getrimmtes Bild erzeugt, raten wir von Bildbreiten über 2,40 Meter in der Lampen-Betriebsart „normal“ ab. Bei Pioneer entspricht die „Normal“ Schaltung der „Eco“ Schaltung in Konkurrenzmodellen.
Der Video-EQ
Bildeinstellung
Der Kontrast ist sehr fein einstellbar in Schritten zwischen – 50 und + 50.
Die Helligkeit ist ebenfalls fein einstellbar in Schritten zwischen – 30 und + 30.
Auch wenn der Helligkeitsregler nach dem Kontrastregler kommt: In der Praxis stellt man zuerst die Helligkeit und erst anschließend den Kontrast ein.
Der Regler Farbe stellt global die Farbdichte in Schritten zwischen – 50 und + 50 ein. „Farbton“ meint die Rot-Grün-Balance bei NTSC-Material, einstellbar ist der Regler zwischen – 30 (Rot) und + 30 (Grüne). Der Schärferegler agiert relativ feinfühlig in einem Regelbereich zwischen – 30 und + 30. Man sollte es nicht mit der Bildschärfe im Sinne hoher visueller Harmonie übertreiben. DNR (Digital Noise Reduction) bietet einen sehr breiten und feinfühligen Regelbereich zwischen 0 und 30. Es gibt eine Farbanpassung immerhin für R-G-B getrennt, zudem gibt es zwei Speicherplätze für individuelle Farbtemperaturen. Wahlweise kann man auch auf die drei werksseitig vorprogrammierten Farbtemperaturen Gering, Mittel und Hoch zurückgreifen.
Verschiedene einstellbare Gammakorrekturwerte
Gamma nach Farben getrennt regelbar (Rot, Grün, Blau jeweils
getrennt)
Sehr praxisgerecht ist die Gammakorrektur, die die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen wesentlich beeinflusst.
Zunächst gibt es drei werksseitig vorprogrammierte Gammawerte: Standard, Film1 und Film2. Bei Einsatz unter externem Lichteinfall rät Pioneer zum
AV-Modus „dynamisch“, der aber das Kino-like Bild nur negativ beeinflusst.
Die Anwender-Möglichkeiten zur Gammakorrektur umfassen einen von 1,8 bis 2,6 wählbaren Gamma-Koeffizienten, die Auswirkungen sind sehr deutlich im Bild sichtbar. In unserem Falle griffen auf einen Wert von 2,4 zurück. Dies variiert aber vom individuellen Aufstellungsort. Dadurch, dass die Gammakurve einen Einfluss auf die Farbwiedergabe hat, ist es beim KRF-9000FD möglich, die Gammakurven für R-G-B getrennt einzustellen.
Unter dem Stichpunkt „Versatz“ findet sich eine Einstellmöglichkeit – 60 bis + 60 für die R-G-B Darstellung in den dunklen Bildbereichen.
Sehr interessant ist der Menüpunkt „Pixeleinstellung“:
Pixeleinstellung zur Vermeidung von Shading
D-ILA-Projektoren verfügen über drei getrennte Panels für die drei verschiedenen Grundfarben. Damit es zu einem deckungsgleichen Bild auf der Leinwand kommt, kann man mittels der Pixelstellung die Pixel präzise übereinander legen, damit es nicht zu Shading-Effekten (Pixelversatz) kommt.
Drei Speicherplätze für den Anwender sind individuell zu
belegen
Unter dem Menüpunkt „AV-Wahl“ kann man auf die vorprogrammierten Bildfelder und Auf die drei Anwenderspeicher zurückgreifen. Die drei vorgrogrammierten Bildfelder sind Film, Standard und Dynamisch.
Fazit: Die sehr umfangreiche Gammakorrektur imponiert. Die
Grundparameter Helligkeit, Kontrast und Schärfe lassen sich sehr fein regeln.
Das gilt auch für die ordentliche Rauschunterdrückung. Das Farbamangement
weist kleine Lücken auf. Es fehlt eine Justagemöglichkeit für die
Sekundärfarben Magenta, Cyan und Gelb. Geasamtnote Video-EQ in Relation
zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Vor auf Seite 2
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|