EXKLUSIV-TEST: Sony Blu-ray-Player BDP-S560 - WLAN und schnelle Betriebsbereitschaft für 399 EUR

16.09.2009 (cr/phk)

Einleitung

Mit dem BDP-S560 führt Sony einen neuen preisgünstigen Blu-ray-Player auf dem deutschen Markt ein, der eine hohe Bildqualität mit praxisgerechter Ausstattung und leichtem Handling verbinden soll. Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 EUR bietet der 560 neben den üblichen Features wie einer 1080p/24 Hz-Signalausgabe sowie der Bitstreamausgabe der aktuellen HD-Tonformate ein eingebautes WLAN-Modul, das sich durch eine besonders einfache Einrichtung auszeichnen soll. Möglich ist es, neben dem Zugang zu BD Live auch Bilder vom PC mittels WLAN zu streamen. Zusätzlich verfügt der BDP-S560 über einen USB-Eingang auf der Front – nimmt dort ein USB-Stick Platz, können ebenfalls Bilddateien im JPEG-Format eingelesen werden. Ungeduldige Zeitgenossen, so verspricht Sony, werden begeistert vom BDP-S560 sein, da er bereits nach 6 Sekunden einsatzbereit sein soll. Wir haben nachgeprüft, wie es um die Qualitäten des neuen Sony-Mittelklassestars bestellt ist. 

Verarbeitung

Aufgrund der Tatsache, dass die komplette Fronblende zum Einlegen einer Disc beiseite gleitet, fallen die Spaltmaße etwas größer aus

Ordentliches, wenngleich nicht perfektes Finish im Detail

Verarbeitung der Gehäuserückseite

Ordentlicher Aufbau innen 

Lüfter

Netzteilplatine

Verkabelung mittels Flachband

Fernbedienung

Optisch macht der BDP-S560 einiges her, wenngleich die relativ geringe Gehäusetiefe den Eindruck absoluter Hochwertigkeit verhindert. Die komplett verspiegelte Front sorgt für einen edlen Eindruck, die Materialqualität ist allerdings eher einfach. Das gut auflösende Display findet unsere Zustimmung. Dies gilt nicht für die einfachen Gumminoppen, die als Standfuß-Ersatz dienen. Hier darf der Kunde für knapp 400 EUR UVP mehr Hochwertigkeit erwarten. Die Disc-Lade öffnet relativ schnell und zudem leise, dies sorgt für Punkte auf dem Sony-Konto. Die Geräterückseite weist keine spezifischen Besonderheiten auf. Die Anschlüsse sind akkurat eingepasst und sitzen fest. Das Geräteinnenleben ist sauber verarbeitet, die Verkabelung ist übersichtlich - bis auf eine Ausnahme. Das quer über das Laufwerk verlegte Kabel wirkt wie ein Fremdkörper und ist dem Eindruck ganzheitlicher Hochwertigkeit nicht zuträglich. Dies muss leider auch von der Fernbedienung gesagt werden, die eher zu einem 150 EUR BD-Player passen würde. Bedenkt man, was Pioneer oder Samsung hier beilegen, gebührt dem Sony IR-Befehlsgeber im direkten Vergleich höchstens eine durchschnittliche Zensur. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Gut. 

Anschlüsse

Anschlussangebot

Top - neben der Netzwerkschnittstelle für die Einbindung in kabelbasierte Netzwerke verfügt der BDP-S560 sogar über ein eingebautes Wireless-Modul. Des Weiteren bietet der Sony neben dem obligatorischen HDMI-Ausgang einen koaxialen und einen optischen Digitalausgang sowie einen Stereo-Analog-Cinch-Ausgang. Videoseitig verfügt der Sony über ein komplettes Angebot an analogen Verbindungsmöglichkeiten, FBAS, S-Video und Komponente sind vorhanden. Auf der Vorderseite des Players befindet sich noch ein USB-Terminal. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Konfiguration, Setup und Bedienung

Allgemeine Betrachtungen

Die relativ kleine Fernbedienung liegt gut in der Hand, allerdings passt die Dicke des Gehäuses nicht ganz zur sonstigen ergonomischen Ausgestaltung. Die meisten Tasten sind ebenso wie das Gehäuse in schwarz gehalten, somit tendiert der Kontrast gegen Null. Wenigstens ist die weiße Beschriftung relativ gut erkennbar. Gut ist, dass die „Home“-Taste zum Entern der Menüs zum einen groß genug gehalten und zum anderen in blauer Farbgebung ausgeführt ist. So kann sie schnell gefunden werden. Bilanzierend aber ist der IR-Geber im Vergleich zur Fernbedienung des BDP-S550 ein Rückschritt. Eine Beleuchtungsmöglichkeit wird ebenfalls vermisst. Der Druckpunkt der Tasten ist etwas weich, der Arbeitswinkel sowie die Reichweite sind befriedigend. Hier gibt es ebenfalls Spielraum für Verbesserungen. Das Gerätedisplay bietet eine gute Auflösung und eine ordentliche Ablesbarkeit. Die Menüs des BDP-S560 sind im Sony-typischen Xcross Media Bar-Design gehalten und erscheinen vom Umfang her als relativ reichhaltig. Die attraktive grafische Gestaltung ist hier hervorzuheben. 

Nach Drücken der „Home“-Taste gerät man ins Hauptmenü, direkt sind von dort aus die Menüunterpunkte aufrufbar. Gut ist, dass unter der jeweiligen Funktion im Menü ein kurzer Erläuterungstext zum Nutzen vorhanden ist. Unter dem Menüpunkt „Einrichtung“ findet der User die zur korrekten Konfiguration erforderlichen Menüs. Die weiteren Menü-Oberpunkte Foto, Musik und Video betreffen die Verwendung verschiedener Funktionen im Betrieb. Wir wenden uns zunächst der Einrichtung zu, hier gibt es die folgenden Submenüs:

Netzwerk-Update

• Hier kann über das Netzwerk und eine Internetverbindung die Firmware des BDP-S560 aktualisiert werden.

Videoeinstellungen

Xcross Media Bar

Übersichtliche Einstellmöglichkeiten

• TV-Typ: Bildformat des verwendeten Fernsehgerätes: 4:3 oder 16:9
• Bildformat: Original oder festes Bildformat, unabhängig von der Quelle immer identisch
• DVD-Bildformat: Letterbox oder Pan&Scan
• Kino-Umwandlungsmodus: Hinter dieser sprachlich nicht korrekten Bezeichnung (hier hat wohl die Aushilfe im Übersetzungsbüro die Übersetzung durchgeführt) verbirgt sich die Wahl des korrekten De-Interlacing-Modus (Auto oder Video).
• Videoausgangsformat: HDMI/Komponenten-Videosignal/Video oder S-Video. Bei HDMI sind die folgenden Auflösungen verfügbar: Auto (Kommunikation mit dem angeschlossenen Flachbildschirm oder Beamer über die höchstmögliche darzustellende Auflösung) oder fixe Modi: 480i/576i, 480p/576p, 720p, 1080i, 1080p – Einstellungen werden übersichtlich dargestellt, damit man nochmals vor Ende der Konfiguration nachvollziehen kann, ob alles korrekt justiert ist.
• BD-ROM 1080p/24p Ausgabe: Auto/Ein/Aus
• YCbCr/RGB (HDMI): Auto, YCbCr (4:2:2 oder 4:4:4), RGB (16 – 235 oder 0 – 255)
• HDMI Deep Color-Ausgabe: Auto, 12-Bit, 10-Bit, Aus
• x.v. Farbausgabe: Auto/Aus
• Pausenmodus: Auto/Vollbild

Audio-Einstellungen

Teil des Audio-Menüs

• Audio-Ausgabe-Priorität: HDMI, Koaxial/Optisch, Stereo analog
• Audio (HDMI): Auto/2 Channel PCM
• BD-Audio-Einstellungen: Mischen/Direkt
• Audio-Abschwächer: Aus/Ein
• Dolby Digital (Digital Out): Dolby Digital/Downmix PCM
• DTS (Digital Out): DTS/Downmix PCM
• 48kHz/96kHz PCM (Digital Out): 48kHz/16bit, 96kHz/24bit
• Dynamikbegrenzung: Auto, Standard, TV, Gesamter Bereich
• Raumklang: Dolby Surround, Normal

BD/DVD-Wiedergabe-Einstellungen

• BD/DVD-Menü: Englisch/Französisch/Spanisch/Italienisch/etc.
• Ton: Original/Englisch/Französisch/Spanisch/Italienisch/etc.
• Untertitel: Englisch/Französisch/Spanisch/Italienisch/etc.
• BD-Kindersicherung: Keine Restriktion/Passwort eingeben
• DVD-Kindersicherung: Keine Restriktion/Passwort eingeben
• Kindersicherungs-Regionalcode USA: Passwort eingeben
• Kennwort festlegen
• Hybrid-Disc-Wiedergabeschicht: BD, DVD/CD
• BD-Internetverbindung: Zulassen/Nicht zulassen
Foto-Einstellungen
• Diaschaugeschwindigkeit: Schnell/Normal/Langsam

Systemeinstellungen:

Schnellstart-Modus

Systeminformationen

• OSD-Sprache
• Anzeige (Displayhelligkeit): Hell/Dunkel/Aus. Sehr unsensible Dimmingfunktion.
• Steuerung für HDMI ein/aus
• Schnellstartmodus ein/aus. Verkürzt die Zeit, bis das Gerät betriebsbereit ist. Die aktivierte Schnellstartfunktion steigert aber den Stromverbrauch.
• Abschaltautomatik ein/aus. Bei Aktivierung dieser Funktion schaltet sich der BDP-S560 nach 30 Minuten Nichtverwendung aus. 
• Anzeigeautomatik ein/aus. Ist diese Funktion aktiviert, wird eine Info bei Audiomoduswechsel oder Wiedergabe angezeigt. 
• Bildschirmschoner ein/aus.
• Software-Update-Mitteilung ein/aus
• Systeminformation: Software-Version und MAC-Adresse werden angezeigt. 

Netzwerkeinstellungen:

• Internet-Einstellungen (Listenübersicht, Wahl der Verbindungsart kabelgebunden oder kabellos, IP Adresse automatisch oder manuell, DNS-Einstellung automatisch oder manuell, Proxy-Server verwenden oder nicht verwenden, Netzwerkverbindungs-Diagnose durchführen oder nicht durchführen). Bei Wahl der drahtlosen Verbindung kann das WPS-Verfahren (mehr dazu später) eingesetzt werden, um eine möglichst einfache Verbindung zwischen dem BDP-S560 und einem Zugriffspunkt einzurichten. Alternativ kann auch ein konventionelles Verbindungssetup durchgeführt werden. Hier ist allerdings der Netzwerkschlüssel einzugeben. 
• Netzwerkverbindungs-Analyse: Netzwerktest und Analyse
• Verbindungsserver-Einstellungen: Hier werden etwaige Server, von denen ein Daten-Streaming erfolgen kann, angezeigt. 

Schnellkonfiguration

Mit Hilfe dieser Funktion ist es auch dem unerfahrenen Anwender möglich, Basisfunktionen zu konfigurieren. Folgende Schritte werden durchgeführt:
• Gerätesprache
• Wahl der Videoverbindung (HDMI, Komponenten-Videosignal, Video oder S-Video)
• BD Live Internetverbindung: Zulassen oder nicht zulassen.
• Schnellstartmodus ein oder aus. Vorbildlich: Sony weist direkt im erklärenden Text zu dieser Funktion auf den durch die Aktivierung der Schnellstartfunktion steigenden Stromverbrauch und den auch nach dem Ausschalten des Players weiter laufenden Lüfter hin – so sollte es sein. 

Hiernach ist die Schnellkonfiguration beendet. Was uns fehlt ist die Wahl der Ausgabeauflösung (z.B. 1080p) und die Einstellung der 24p Funktionalität.

Taste „Options“ während BD/DVD-Wiedergabe

Options-Menü

Toneinstellungen

Video-EQ

Wird während der Film-Wiedergabe die „Options“-Taste gedrückt, öffnet sich ein Popup-Menü mit folgenden Einstellungen:

• Toneinstellungen: AV Sync 0/20/40/60/80/120 ms, Audiofilter Scharf/Slow
• Videoeinstellungen: Bildqualitätsmodus Standard/Heller Raum/Theater Raum, FNR Aus/Auto, BNR Aus/Auto, MNR Aus/Auto
• Von vorn wiedergeben
• Hauptmenü
• Kontextmenü
• Stopp
• Titel suchen
• Kapitel suchen

Unter „Toneinstellungen“ können der „AV Sync“ und der Audiofilter gesetzt werden, Slow führt zu einem etwas weicheren und wärmeren Sound. In den Videoeinstellungen kann durch den Bildqualitätsmodus der Player an die Umgebung des Aufstellungsortes grob angepasst werden: "Heller Raum" hebt die Bildhelligkeit etwas an, im Gegenzug wird sie bei Wahl „Theater Raum“ leicht herabgesetzt. Flicker, Block und Mosquito Noise Reduction dient der spezifischeren Anpassung an das Quellmaterial und der eigenen Bedürfnisse bezüglich der Eliminierung verschiedener Bildrauscharten.

Fazit Konfiguration, Setup und Bedienung 

Der BDP-S560 bietet einen sinnvollen und praxisgerechten Menüumfang. Die grafische Gestaltung im Xcross Media Bar Design ist gefällig und modern. Hat man das Bedienprinzip einmal verstanden, wird die restliche Konfiguration zu einem Kinderspiel. Nicht ganz überzeugen konnte uns die mitgelieferte, sehr einfach wirkende neue Fernbedienung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche

Einlesezeiten:

  • Fluch der Karibik 1: 36 Sekunden zur Sprachwahl
    Casino Royale: 22 Sekunden bis zum Sony-Logo
    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: 25 Sekunden bis Paramount-Logo
    Stirb Langsam 4.0: 31 Sekunden zum FOX-Logo
    Top Gun DVD: 12 Sekunden bis zur Sprachauswahl
    Star Wars Episode III DVD: 14 Sekunden bis zum Warning

Layerwechsel:

  • Top Gun DVD, Kapitel 17 auf Kapitel 18: Zügig! Das Bild bleibt zwar für etwa eine halbe Sekunde stehen, das sollte den Filmfluss allerdings kaum stören und ist für einen BD-Player dieser Preisklasse lobenswert.

Das Einlesen von sowohl Blu-Rays als auch DVDs erledigt der Sony BDP-S560 relativ flott und absolut zuverlässig. Die Laufwerkslade fährt sauber und geräuscharm aus und ein, auch während des Einlesens verursacht das Laufwerk keine erwähnenswerten Geräusche. Der Lüfter ist im Filmbetrieb nur sehr nahe am Gerät wahrzunehmen, ab einem Abstand von etwa 1,20+m ist der Player absolut lautlos, dies sollte sich nach unseren Testerfahrungen auch während einer etwas längeren Filmnacht nicht ändern. Ist der Schnellstartmodus im Menü aktiviert, läuft der Lüfter auch nach dem Ausschalten noch etwas weiter.  Hinsichtlich der Einlesezeiten haben wir auch die Dauer des Systemstarts des Sony-Gerätes untersucht. Der BDP-S560 verfügt über einen Schnellstartmodus, der die Boot-Zeit deutlich verkürzen soll. Selbstverständlich erhöht sich in diesem Modus der Standby-Stromverbrauch, zusätzlich ist es laut Bedienungsanleitung möglich, dass der Lüfter in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur in Betrieb gesetzt wird, letzteres konnten wir während des Testbetriebes erfreulicherweise nicht feststellen. Sind die angesprochenen Nachteile des Schnellstartmodus nicht relevant, kann man sich an einem deutlich schnelleren Systemstart erfreuen: 24 Sekunden ohne Schnellstartmodus, nur 6 Sekunden wenn er aktiv geschaltet ist.

Abspielbare Formate:

  • Abspielbare Disc-Formate laut Sony: BD-ROM (SL/DL), DVD-Video/R/RW, CD-R/RW
    DVD-R/RW, DVD+R/RW, DVD-R/+R (DL) 

Die Konkurrenten:

Pioneer BDP-320

  • Booten: 32 Sekunden

  • BD Casino Royale: 42 Sekunden

  • BD Fluch der Karibik 1: 46 Sekunden

Samsung BD-P1600

  • Booten: 18 Sekunden

  • BD Casino Royale: 17 Sekunden

  • BD Fluch der Karibik: 26 Sekunden

Panasonic DMP-BD60

  • Booten: 11 Sekunden (mit Schnellstart), 28 Sekunden (ohne Schnellstart)

  • BD Casino Royale: 36 Sekunden

  • BD Fluch der Karibik: 51 Sekunden

Pioneer BDP-51FD

  • Booten: 18 Sekunden

  • BD Casino Royale: 55 Sekunden

  • BD Fluch der Karibik: 48 Sekunden

LG BD370

  • Booten: 12 Sekunden (Schnellstartlaufwerk)

  • BD Casino Royale: 19 Sekunden

  • BD Fluch der Karibik: 30 Sekunden

Gesamtnote Einlesezeiten und Betriebsgeräusch in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Netzwerk und Multimedia

Einbindung in Netzwerke

Ganz gleich, ob mittels LAN oder WLAN - der 560 erkannte schnell die vorhandenen Server

Es können leider nur Fotos gestreamt werden,  und auch über USB ist nur eine Darstellung von JPEGs möglich

Eingebaut in den BDP-S560 ist ein WLAN-Modul mit einer sogenannten „WPS“ Funktion. Hinter dem Begriff verbirgt sich das „WiFi Protected Setup“, mit diesem neuen Feature möchte die Wi-Fi-Alliance, ein Verbund von Herstellern, die Zubehör für Drahtlosnetzwerke anbieten, die WLAN-Einbindung von Computern, Peripherie- und Unterhaltungselektronikkomponenten drastisch vereinfachen. Das Procedere: Der Anwender muss lediglich einen Knopf drücken (Voraussetzung: Der WLAN-Router ist WPS-fähig) oder einen PIN in einem einfachen Dialog eingeben. In diesem Falle wird nur dieser PIN benötigt, und alle anderen Einstellungen werden automatisch gezogen. Trotz dieser vereinfachten Einbindungsprozedur soll die Verbindung zwischen den Geräten sicher sein. Eine neue dahinter stehende Verschlüsselungstechnik wird nicht eingeführt, weiterhin kommt hier die bekannte WPA-Verschlüsselung zum Einsatz. Im Falle des BPS-S560 wird ein Zugangspunkt verlangt, bei dem man auf Knopfdruck eine WPS-basierte Verbindung aufbauen kann. 

Natürlich kann der BDP-S560 auch in konventionelle Drahtlosnetzwerke eingebunden werden. Hierzu ist es allerdings erforderlich, den Netzwerkschlüssel händisch einzugeben, was durch die relativ übersichtliche und clever gelöste Eingabemethode (Fernbedienung plus Bildschirmmenü) erstaunlich leicht von der Hand geht, selbst dann, wenn man eine aufwändigere Verschlüsselung mit einem längeren Kennwort nutzt. Nachdem das Kennwort korrekt eingegeben wurde, nimmt der Sony problemlos Kontakt mit dem Drahtlosnetzwerk auf. Die Einstellungen werden in einem extra Screen angezeigt. 

Dritte Möglichkeit ist es, den BDP-S560 drahtbasiert einzubinden, hierzu ist ein Netzwerkkabel erforderlich, welches auf der Geräterückseite eingesteckt wird. Auch bei dieser Anschlussmethode traten keine Schwierigkeiten auf. 

Streamen von Bildern von einem Server

Unser AREA DVD Server wurde vom BDP-S560 sofort erkannt, ebenso ein Windows Vista Home Premum PC mit Windows Media Player 11. Wichtig ist nur, dass man die entsprechenden Ordner zuvor freigibt und die Firewall entsprechend konfiguriert, damit eine einwandfreie Kommunikation gewährleistet ist. Gestreamt werden können nur Fotos im JPEG-Format. Es gibt die Möglichkeit, eine Diashow zu starten und das Bild nach rechts oder links zu drehen. Die Bildqualität ist ziemlich überzeugend, die Bilder erscheinen scharf und farbecht. Eine übersichtliche Thumbnailanzeige erleichtert das Finden des gewünschten Bildes. 

BD Live

Um BD-Live in Verbindung mit dem BDP-S560 nutzen zu können muss ein externes Speichermedium (z.B. USB-Flashspeicher ab 1GB) im entsprechenden Slot auf der Geräte-Rückseite verwendet werden. Wichtig: Der Player muss sich im ausgeschalteten Modus befinden wenn das Modul angeschlossen wird. Ist der externe Speicher korrekt angebracht und wurde ordnungsgemäß erkannt, erscheint ein kleines Logo "EXT" auf dem Frontdisplay. Selbstverständlich muss auch in den BD/DVD-Wiedergabeeinstellungen die BD-Internetverbindung zugelassen werden.

USB-Funktionalität

Ebenfalls ist es möglich, sich JPEG-Bilddateien anzeigen zu lassen, die auf einem USB-Stick gespeichert sind. Diese werden ebenfalls als Thumbnails angezeigt , auch größere Dateien um die 2,8 MB werden relativ schnell in überzeugender Qualität wiedergegeben.

Fazit

Die Netzwerk- und Multmediafunktionen arbeiten zuverlässig und sind im Wesentlichen praxisgerecht. Schade ist, dass mittels USB-Stick oder Streaming nur JPEG-Dateien angezeigt werden können. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Testequipment
Bild

Blu-ray

BD "Fluch der Karibik", Teil 1, 1080p/24 Hz: Hier liefert der Sony eine durch die Bank überzeugende Leistung ab. Besonders besticht gleich in der Anfangssequenz die hohe Kontrastdynamik. Als das große Segelschiff aus der Nebelwand auftaucht, modelliert der BDP-S560 auch kleine Einzelheiten der Galionsfigur präzise heraus und stellt das an der Reling stehende kleine Mädchen im prächtigen Gewand detailreich dar. Die Gebrauchsspuren an den Segeln modelliert der Mittelklasseplayer ebenfalls stimmig heraus. Sehr zu loben sind die ruhigen Bewegungsabläufe des Schiffs. Zudem stehen auch Details still und flimmern bzw. ruckeln nicht. Die authentische Ausgestaltung des Nebels spricht ebenfalls für die Fähigkeiten des Sony, der Nebel sieht auch wie Nebel und nicht wie eine Ansammlung verschiedener Rauschfelder aus. Die Beplankung des Schiffes wird detailtreu herausgearbeitet. In der Eröffnungssequenz fällt des Weiteren auf, dass der Sony eine sehr authentische Farbwiedergabe realisiert. Die leicht  blasse Einfärbung der Sequenz wird vom BDP-S560 für seine Preisklasse vortrefflich herausgearbeitet. In der 2. Szene, als der skurrile Piratenkapitän Jack Sparrow in seinem maroden Boot Kurs auf Port Royal nimmt, erfasst der Sony die farblich deutlich intensivere Gestaltung ausgezeichnet. Der blaue Himmel erscheint sehr realistisch, ohne türkise oder rote Beimengungen. Das Gesicht von Sparrow beeindruckt durch die feine Ausformung auch kleiner Details. Die schwarz umrandeten Augen kommen sehr gut zum Ausdruck, der Glanz derselben erscheint uns authentisch. Die Gebrauchsspuren an Sparrows Piratenhut sind sehr schön ins Gesamtbild eingearbeitet. Die Wellenbewegung des Wassers beeindruckt durch eine ruhige Wiedergabe, gleichzeitig erscheint die Kulisse sehr weiträumig. Durch das ausgezeichnete räumliche Differenzierungsfähigkeit des BDP-S560 wird zweifelsfrei deutlich, dass die Wasseroberfläche sich räumlich hinter Sparrows Boot weit ausbreitet. Als der Pirat an seinen zur Warnung gehängten Genossen vorbeirudert, weiß der Sony die Felsen im Hintergrund erneut exakt darzustellen. Kleine Kontrastunterschiede erfasst der Player mit einer Sicherheit, die manchem Oberklassegerät gut zu Gesicht stehen würde. Daraus resultiert ein Kino-gemäßer, stimmiger Gesamteindruck, der auch vom tiefen, satten Schwarz maßgeblich getragen wird. Die Güte des Schwarzwertes wird insbesondere in dem Kapitel, als Sparrow in Port Royal  hinter "schwedische Gardinen" gebracht wird, sehr deutlich. Dazu später mehr. Zunächst widmen wir uns weiter der Port Royal-Sequenz. Als Sparrow mit seinem sinkenden Boot den rettenden Hafen erreicht, empfängt den BD-Liebhaber ein toll gestaffeltes weitläufiges Panorama mit vielen Details auch in hinteren visuellen Instanzen. Die Vegetation des Hinterlandes kommt sehr treffend zum Ausdruck. Als Sparrow über den hölzernen Landungssteg schreitet, ist die Holzmaserung bis ins Detail auszumachen. Das gleiche gilt für das Buch, in das die ankommenden Reisenden am Hafen eintragen werden. Kurze Zeit später wird die imposante Festungsanlage eingeblendet. Die langsame Kamerafahrt über die Mauern verdeutlicht, dass es Sony nach wie vor besonders gut versteht, die Vorzüge der 1080p/24 Hz-Bildsignalausgabe visuell umzusetzen. Der Moosbewuchs neben einzelnen Mauersteinen wird ebenso scharf dargestellt wie die gesamte Struktur der Mauer. Es ist kein Detailflimmern zu beobachten. Die Uniformen der marschierenden Soldaten werden ebenso einwandfrei wiedergegeben wie das prächtige Kleid von Elisabeth Swann. Als Sparrow die frustrierte Elisabeth - sie hat keinerlei Gefühle für den aufdringlichen und charakterlich minderwertigen Emporkömmling  Commodore James Norrington - vor dem Ertrinken rettet, wird das dramatische Treiben unter Wasser ausgesprochen echt vom BDP-S560 vermittelt. Auch hier wirkt der blaue Himmel über dem hektischen Geschehen sehr farbgetreu. Trotz seiner schwimmerischen Performance, die zur Rettung der schönen Elisabeth führte, wird Sparrow vom Dauerfiesling Norrington eingesperrt. Die Szene, als die Gefängnisanlage im Dunkeln erscheint, nimmt der BDP-S560 zum Anlass, erneut seine Kontrastdynamik zu beweisen. Hier stellt er die variantenreiche Vegetation des Surroundings auch in der beinahe völligen Dunkelheit einwandfrei dar. 

Casino Royale BD, Kapitel 2, 1080p24: Der Schwenk über die tosende Menschenmasse verläuft makellos sowie ruckelfrei, im selben Moment präsentiert sich eine überaus tiefe, plastische Bilddarstellung mit authentischen Farben. Das Autowrack und herumliegende Reifen auch im äußeren Bildbereich werden noch klar und differenziert herausgezeichnet. Die natürliche Farbgebung sorgt für echten Kino-Look und ein augenfreundliches Erlebnis, das Rostrot des Baustellengerüstes wirkt der Realität entsprechend und driftet nicht ins Poppige ab. Detailtreue, auch in helligkeitsarmen Bereichen begeistert und attestiert eine sehr gute Kontrastdynamik, der verkohlte Holzbalken zu Beginn und Verschmutzungen des Rohbaus gegen Ende des zweiten Kapitels sind auch in den dunklen Segmenten mit hohem Detailreichtum versehen. Während der Auseinandersetzung auf dem Schwenkkran zwischen Gejagtem und 007 gefällt die ausgearbeitete Bildtiefe hervorragend, die Staffelung beider Kräne und der dahinterliegende Ozean wird hier ausgezeichnet gemeistert. 

Sehr gute Detaildarstellung

Realistische Farbwiedergabe

Indiana Jones BD, ab Filmbeginn, 1080p24: Gleich zu Beginn stellt der Sony den Armeekonvoi und den Hotrod mit den übermütigen verliebten Paaren sehr bewegungsscharf dar. Auch während der Überholvorgänge werden viele Details sichtbar gemacht. Als der Armeekonvoi in Richtung der AREA 51 abbiegt, eröffnet der BDP-S560 ein weitläufiges Bildpanorama mit exakt gezeichneten Hügeln im Hintergrund. Die Farbtreue überzeugt auch bei dieser BD, ebenso die stabile und flimmerfreie 24p-Wiedergabe. Als Indiana Jones aus seinem unbequemen Verlies in Form eines Kofferraums gezerrt wird, ist die Karosserieoberfläche der grauen Limousine sehr gut zu erkennen. Das Gesicht von Indy erscheint facettenreich, der BDP-S560 holt auch die zahlreichen Furchen, die Zeugen eines bewegen Lebens sind, ungefiltert ans Tageslicht. Als die Gannoven und die "Guten" in den großen Hangar einmarschieren, offenbart der Sony wiederum eine sehr räumliche Wiedergabe, durch die ausgezeichnete Kontrastdynamik wird praktisch jede Kiste, die im Hangar steht, detailreich gezeigt. 

Fazit Bild Blu-ray: Mit natürlicher Bildschärfe und exzellenter Kontrastdynamik sorgt der BDP-S560 ebenso für Aufsehen wie mit der enorm stabilen 1080p/24 Hz-Wiedergabe und der neutralen Farbdarstellung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

DVD

Star Wars Episode III, DVD - Upconversion auf 1080p vom Sony BDP-S560: Hier zeigt der Sony eine überragende Leistung. Schon der Beginn, als die Star Wars-typische gelbe Laufschrift durchs Bild gleitet, wissen die Upscaling- und De-Interlacing-Qualitäten zu überzeugen. So sind relativ viele Sterne am Himmel des Star Wars-Universums erkennbar, allerdings gibt es hier Kontrahenten (Pioneer BDP-320), die noch mehr kleine Sternchen  offenbar werden lassen. Begeisternd stellt der BDP-S560 die Star Wars-typische Laufschrift dar. Die gelbe Farbgebung ist realistisch und bis in die Ränder gleichmäßig. Störstreifen innerhalb der Buchstaben, gerade bei preiswerten BD-Playern ein gefürchtetes Phänomen, sind praktisch nicht auszumachen. Auch die Ränder der Buchstaben stehen artefaktefrei im Weltall. Zu loben ist auch die vorzügliche Bildruhe, selbst die weit hinten in den tiefen Raum abgleitenden Teile des Laufbandes bewegen sich ohne wellenartige Störungen weiter. Die Bildschärfe ist gut, der gesamte Bildlook ist wie schon im BD-Betrieb Kino-mäßig. Als dann der gigantische republikanische Sternzerstörer ins Bild gleitet, setzt der Sony bildlich gesprochen zum Sprung in die Oberklasse an. Er arbeitet enorm konturenscharf die Umrisse des Raumkreuzers heraus und unterschlägt kaum ein Detail. Das extrem saubere, praktisch rauschfreie Upscaling wird wirkungsvoll von der erneut überragenden Kontrastdynamik unterstützt. Selbst Einzelheiten des in der Dunkelheit liegenden Flügels des Raumschiffs sind problemlos auszumachen. Als die beiden Raumjäger von Obi-Wan und Anakin sich von hinten dem Raumschiff nähern, arbeitet der BDP-S560 die unterschiedlich schnellen Bewegungsabläufe sehr gut heraus. Ohne Unschärfen wird der Sternzerstörer dargestellt, ohne Nachzieher erscheint der Triebwerksstrahl, der in korrekt ausbalanciertem Blau leuchtet. Auf allen zum Test verwendeten Panels bzw. Beamern haben wir die identischen Beobachten machen können. Als die Raumjäger den Sternzerstörer passieren und anschließend in eine weiter unten liegende Bildebene abknicken, eröffnet sich dem Betrachter ein ausgezeichnetes, dreidimensionales Bildpanorama. Selbst die unterste visuelle Ebene - sensationell für einen 400 EUR BD/DVD-Player - modelliert der Sony detailreich heraus und zeigt die dort befindlichen Raumschiffe und Raumstationen in voller Pracht. Als die Kamera auf das Gesicht von Anakin Skywalker in seinem Raumjäger schwenkt, klatschen wir erneut Beifall für den BDP-S560: Er trifft nicht nur die Hautfarbe des Gesichts sehr genau, sondern arbeitet auch die Hautporen sehr geschickt ein. Er erzeugt keinen überscharfen Pseudo-HD-Effekt, sondern bietet eine hohe visuelle Natürlichkeit durch die geschmeidige Einarbeitung. 

Avec Professional Test DVD, Verschiedene Testsequenzen, 576i Upconversion auf 1080p:

• Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten auf verschieden farbigem Hintergrund: Kein schlechtes, aber auch kein optimales Ergebnis, selbst in der ersten Geschwindigkeit ist ein leichtes Flimmern der Buchstaben zu erkennen, Farbabgrenzung gelingt ohne Doppelkonturen
• Schwingendes Pendel: Die Linie des Pendels steht hier im Vergleich zu den Buchstabenrändern stabil, auch die Differenzierung der farbigen Balken birgt höchstens in der schnellsten Geschwindigkeit leichte Makel, Nachziehen ist fast keines zu sehen.
• Stadtbild Esslingen: Hier erscheint die Bildstabilität überraschend gut, die Oberkante der Mauer steht und selbst die Dächer halten sich im Scalingflimmern zurück, die Farben sind satt aber authentisch, die Bildtiefe kann wiederum begeistern.

Fazit Bild DVD: Mit Top-Leistungen weiß sich der BDP-S560 beim De-Interlacing und Upscaling von Filmmaterial in Szene zu setzen. Hier schwingt er sich gleich zum Sprung an die Klassenspitze auf, die er zusammen mit dem Pioneer BDP-320 besetzt. Bezüglich der Upconversion von 576i-Videomaterial auf 1080p sind nicht ganz so überzeugende Ergebnisse festzuhalten. Insbesondere die Wiedergabe von bewegten Schriften in Form von Laufbändern liegt dem Sony nicht besonders. Selbst dann, wenn man explizit den "Video" De-Interlacingmodus anwählt, sind Rauschschleier um die Buchstaben herum auszumachen. Daher gibt es einen leichten Punktabzug, bei Filmmaterial agiert der 560 exzellent. Gesamtnote in Relation zum Kaufpreis: Ausgezeichnet. 

Kurzcharakterisierung

  • Enorme Kontrastdynamik auch in sehr dunklen Bildbereichen

  • Hohe Farbtreue

  • Augenfreundliche Bildhelligkeit schon in Werkseinstellung für sehr gute Augenfreundlichkeit auch bei längeren Filmsessions

  • Natürliche Bildschärfe mit Kino-gemäßer Wiedergabecharakteristik, keine extremen Schärfewerte

  • Ausgezeichnete Detailtreue auch bei feinen Mustern und Bildobjekten 

  • Sehr gute Auseinanderdifferenzierung verschiedener visueller Ebenen

  • Tadellose visuelle Gesamträumlichkeit

  • Sehr tiefe Schwarzdarstellung

  • Stabile und sichere 24p-Darstellung

  • Hervorragendes De-Interlacing von Filmmaterial mit ruhigem Bild und hoher Bewegungsschärfe

  • Praktisch rauschfreies Scaling mit tadelloser Detailtreue

  • Schwächen beim De-Interlacing von Videomaterial, gekennzeichnet durch eine nicht ganz saubere Darstellung von durchlaufenden Schriften 

  • Relativ wenig Einstelloptionen und dadurch geringe Praxistauglichkeit des Video-EQs

Konkurrenzvergleich

  • Pioneer BDP-320: Genauso wie der BDP-S560 realisiert auch der Pioneer eine sehr stabile 24p-Signalausgabe. Das Bild wirkt beim Pioneer etwas schärfer als beim Sony, ohne dass Doppelkonturen auftreten. Dafür liefert der Sony minimal mehr Kontrastdynamik im Detail. Beim De-Interlacing von Filmmaterial legt der Sony eine Meisterleistung aufs Parkett. Mit sehr kleinem Rückstand muss sich der BDP-320 hier  beugen. Dieses Mini-Manko macht er aber durch das deutlich bessere De-Interlacing von Videomaterial wieder  Wett. Der Pioneer weist zudem den umfangreicheren Video-EQ auf. Beide Modelle skalieren präzise und erzielen eine annähernd neutrale Farbreproduktion. 

  • Philips BDP7300: Für unter 210 EUR Marktpreis bietet sich der Philips als bildstarke Alternative für denjenigen Anwender an, der  noch einen hochwertigen DVD-Spieler für die DVD-Wiedergabe besitzt. Mit hoher Bildschärfe und tadelloser 24p-Wiedergabe kann der Philips auftrumpfen. Bezüglich der Wiedergabe von DVDs erzielt er keine berauschenden Ergebnisse, die sich im guten Durchschnitt bewegen, den erfahrenen DVD-Viewer aber nicht vom berüchtigten "Hocker" reißen dürften. Für den günstigen Marktpreis aber eine dicke Kaufempfehlung. 

  • LG BD370: Der sehr preiswerte (ca. 175 EUR Marktpreis) LG bietet ein ausgewogenes Bild bei der DVD- und BD-Wiedergabe. Zwar erreicht der attraktive Player nirgendwo echte Spitzenleistungen, im Gegenzug finden sich aber auch keine wirklichen Mängel. Für preisbewusste Anwender, die einen guten Mittelklasse-Flachbildschirm in 37 oder 42 Zoll verwenden, ist der LG eine ernst zu nehmende Alternative. 

  • Samsung BD-P3600: Der formschöne Samsung ist ein unangenehmer Konkurrent, denn auch er bietet tadellose Leistungen zum fairen Preis. Für einen Marktpreis von rund 240 EUR kokettiert er mit einem scharfen und farbenfrohen Bild, das trotzdem nie zu poppig wirkt. Wer genau hinschaut, wird eine nochmals höhere 24p-Stabilität beim Sony BDP-S560 ausmachen. Ebenso ist die Kontrastdynamik besser. Bei der Upconversion von Filmmaterial liegt der Sony vorn, während der Samsung den 560er beim Hochkonvertieren von Videomaterial schlägt. 

  • Sony BDP-S550: Der Vorgänger vom BDP-S560 schlägt sich nach wie vor sehr wacker. Wer denkt, es lägen Welten zwischen Vorgänger und Nachfolger, liegt falsch. Eine etwas gesteigerte 24p-Stabilität und ein etwas tieferes Schwarz sind zusammen mit dem verbesserten De-Interlacing/Upscaling von Filmmaterial die Vorzüge des neuen Players. Wer noch einen BDP-S550 sein eigen nennt, braucht diesen aber keinesfalls zu verkaufen, auch dieses Gerät bietet nach wie vor seine sehr ansprechende BD- und DVD-Wiedergabe. 

Klang, Anschluss über HDMI

Celine Dion, A New Day, Dolby TrueHD 5.1: Der BDP-S560 begrüßt und beglückt uns gleich mit einem ersten Eindruck einer guten Räumlichkeit, die klirrenden Glasscherben verteilen sich schnell und präzise im Raum. Die Klatschgeräusche aus dem Publikum wirken authentisch ohne blechernen Touch. Nur einen Augenblick später erhebt Celine die Stimme, Tonalität und Detailtreue der Vokalstimme werden kompromisslos realitätsgetreu in den Raum getragen, auch die Loslösung von den Lautsprecherkomponenten ist tadellos. 

Stirb Langsam 4.0, Kapitel 5, DTS-HD Master 5.1: Bei der Schlacht um Matthew Farrells Appartement kann sich der BDP-S560 eine tadellose Performance hinsichtlich Effektspektakeln attestieren. Umherfliegende Geschosse der MGs und Handfeuerwaffen werden mit ausgezeichneter Geschwindigkeit durch den Raum gefeuert. Besonders zeichnet sich die präzise LFE-Anspielung aus: Druckvoll und präzise, ohne Wummern oder Nachhallen klingen die Explosionen und Feuergefechte dem Zuschauer in den Ohren. Dialoge zwischen Matthew und John bleiben trotz hohem Pegel klar und deutlich.

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Fazit 

Top-Allrounder: Der Sony BDP-S560 

Der Sony BDP-S560 beeindruckt durch seine praxisgerechte Ausstattung ebenso wie durch die hervorragende Bildqualität. Er offeriert umfangreiche Netzwerk-Einbindungsmöglichkeiten und verwöhnt auch durchaus versierte Anwender mit seinem plastischen sowie stabilen und kontrastreichen Bild. Die Upconversion von Filmmaterial von 576i auf 1080p gelingt exzellent. Hier setzt der Sony neue Klassenmaßstäbe. Das grafisch attraktive Menü spricht ebenso für den schicken Player wie die hohe Betriebssicherheit. Die Einlesezeiten sind gutes Mittelmaß. Durch die Aktivierung der Schnellstartfunktion kann man die Zeit, bis der 560 bereit ist zum Bestücken der Lade, wirkungsvoll verkürzen. Als Nachteile wären die wenig begeisternde Fernbedienung und leichte Mängel bei der Upconversion von Videomaterial anzuführen. Auch die Tatsache, dass nur JPEG-Bilddateien gestreamt werden können, ist anzuführen, zumindest WMA- und MP3-Musikdateien sollten noch in die Liste der wiederzugebenden Formate aufgenommen werden. 

Der Sony BDP-S560 überzeugt durch das exzellente Bild, die praxisgerechte Ausstattung und die sehr hohe Betriebssicherheit

Blu-ray-Player Mittelklasse bis 500 EUR
Test 16. September 2009
Absolute Einordnung des BDP-S560 preisklassenübergreifend

Der Sony BDP-S560 bietet zu einem vertretbaren Kaufpreis eine Performance, mit der auch anspruchsvollere Anwender zufrieden sein dürften. Gerade durch den ausgezeichneten Kontrast und den Kino-gemäßen Bildeffekt mit augenfreundlicher Bildhelligkeit und tiefer Schwarzwiedergabe ist der Sony auch für das Zusammenspiel mit guten Einsteiger-Full-HD-Beamern oder Flachbildschirmen der angehenden Oberklasse geeignet. Etwas dürftig fallen die verfügbaren Parameter des Video-EQs aus. Zwar kokettiert der BDP-S560 mit jeder Menge Rauschfiltern, die allein können aber auch nicht das Ruder herumreißen. Ein Pioneer BDP-320, gleich teuer laut UVP, bringt einen deutlich reichhaltiger ausgestatteten Video-EQ mit. Dafür schlägt der Sony bezüglich der Netzwerkeinbindungsmöglichkeiten voll zu - hier hat der Pioneer bis auf BD Live nicht viel zu bieten, der Sony hingegen wirft nicht nur die Möglichkeit zum DLNA-basierten kabelgebundenen Streaming in die Waagschale, sondern bringt auch noch ein integriertes Wireless-Modul mit, welches zudem WPS-fähig ist. Ist das Netzwerk des Users darauf vorbereitet, ist die Konfiguration besonders einfach. Leider können, sowohl mittels Netzwerk-Streaming als auch über den USB-Anschluss, nur JPEG-Bilder dargestellt werden. Die Konkurrenz von Samsung (BD-P3600 und BD-P4610 sowie BD-P1600) bietet hier mit der Streamingmöglichkeit von DivX und MP3-Dateien mehr Optionen. Wer visuell eine im Vergleich zum Sony deutlich bessere Performance realisieren möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Heißer Tipp wäre für 649 EUR der Pioneer BDP-LX52. Der Pioneer BDP-320 ist für den Sony ein ebenbürtiger Gegner - aus visueller Sicht. Der Pioneer bietet noch etwas mehr Bildschärfe, der Sony minimal mehr Kontrastdynamik im Detail. Deutlich Federn lassen muss der Sony bezüglich der Qualität der mitgelieferten Fernbedienung, diese wirkt wenig hochwertig und ist bezüglich Reichweite und Arbeitswinkel zu verbessern. 

Pro und Contra

+ Herausragende Kontrastdynamik
+ Exzellentes Schwarz
+ Ausgezeichnetes De-Interlacing und Upscaling von Filmmaterial
+ Sehr gute Farbneutralität
+ Leises Laufgeräusch des Laufwerks
+ Hohe Betriebssicherheit
+ Grafisch ansprechende Menügestaltung

- Wenig umfangreicher Video-EQ
- Mitgelieferte Fernbedienung überzeugt nicht

Technische Daten: www.sony.de

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 16. September 2009

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