TEST: 5.1 Sub-/Sat-System Magnat Interior 5001A - kleine Mehrkanal-Künstler zum Discountpreis 

08. Januar 2010 (phk/cr)

5.1 Set zum attraktiven Preis

Solide Lautsprechergitter

Standfüße im Lieferumfang

Kompaktes Design

Einführung

Mit Marktpreisen von ca. 280 EUR stellt das 5.1 Subwoofer-/Satelliten-Set Magnat Interior 5001A einen kostengünstigen Einstieg in die Mehrkanalwelt dar. Ärmlich oder kärglich erscheint das zum schmalen Preis Gebotene allerdings keinesfalls. Vier schmucke Satelliten in schwarzem Hochglanzdesign werden flankiert von einem größer dimensionierten Center und einem aktiven Subwoofer mit 20 cm Basschassis, der nach dem Downfiring-Prinzip arbeitet und maximal 120 Watt an Leistung (50 Watt RMS) ausgeben kann - genug für kleinere Lokalitäten. Die Satelliten weisen Langzeitbelastbarkeitswerte von 50, der Center von 60 Watt auf (kurzzeitige Maximalbelastbarkeit sind in beiden Fällen 100 Watt). Die Satelliten decken laut Datenblatt einen Frequenzbereich von 90 bis 32.000 Hz ab, der Übertragungsbereich des Centers  beginnt 10 Hz früher. Als Übertragungsbereich für den aktiven Subwoofer werden 28 bis 200 Hz angegeben. Was das optisch attraktive Set leistet, haben wir überprüft. 

Verarbeitung und Technik

Die Verarbeitung aller Komponenten ist in Anbetracht des Preisniveaus ausgezeichnet. Schon der aktive Subwoofer erfreut das Auge mit gekonntem Materialmix und tadelloser Oberflächenqualität. Die Front ist, passend zu den Satelliten, in hochglänzendem Schwarz gehalten, während Oberseite und Seitenteile in matter Optik antreten. Nur die hinteren Ecken sind etwas zu spitz, was man in Anbetracht der Preisklasse aber problemlos verschmerzen kann. Das stabile Gehäuse sorgt für eine tadellose Verwindungssteifigkeit. Die Leistungsdaten der eingebauten Endstufe machen relativ wenig her - 50 Watt RMS und eine kurzzeitige Spitzenleistung von 120 Watt sorgen dafür, dass man hier eher an den Einsatz in kleineren Räumlichkeiten denkt.  Der aktive Bass wiegt 10,5 kg und ist mit Abmessungen von 235 x 400 x 380 mm problemlos unterzubringen. Auf der Rückseite finden sich Regler für die Übernahmefrequenz (stufenlos von 50 bis 150 Hz einstellbar) und für den Pegel, zudem gibt es die Möglichkeit, den aktiven Sub dauerhaft anzulassen oder aber per Automatikschaltung im Bedarfsfall aktivieren zu lassen. Die Phase lässt sich nicht stufenlos regulieren, hier ist eine 0- und eine 180 Grad-Einstellung vorhanden, der jeweils gewünschte Wert kann per Kippschalter angewählt werden. 

Für das passive Einschleifen sind sauber verarbeitete Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse vorhanden. Ein Cinch-Mono-Eingang sorgt für die Einbindung in 5.1 Heimkinoketten. Leider gibt es keinen Cinch-Ausgang, daher besteht keine Möglichkeit zur Kaskadierung. Einzige Chance ist es, einen AVR an den Start zu bringen, der über 2 Subwoofer Pre-Outs verfügt. Insgesamt sollte man aber auch hier nicht die preislichen Relationen aus den Augen verlieren, es dürften sich nur wenig Anwender unter den potentiellen Interessenten befinden, die unbedingt zwei aktive Subwoofer nutzen möchten. Zudem besteht, sollte dieser Wunsch bestehen, immer noch die Möglichkeit, am Sub Pre-Out des AVRs einen entsprechenden Signalsplitter (1 x Cinch auf 2 x Cinch, pro aktivem Bass 1 x Cinch ist dann vorhanden) zu verwenden. Sehr erfreulich ist die saubere Verschraubung der Rückseite, auch die Regler weisen eine gute Qualität auf. Anstatt, wie sonst oftmals üblich, einfach einen festen, unflexiblen Netzstecker zu installieren, legt Magnat ein Votum für Qualität ein und gibt dem aktiven Bass einen Kaltgerätenetzsteckeranschluss mit auf den Weg, was auch bezüglich der benötigten Länge des Netzkabels Flexibilität garantiert. 

Anschlussterminal

Saubere Verschraubung

Regler mit guter Handhabung

Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

Stabile Gummifüße, 20 cm Downfiring-Chassis

Tadellose, haptisch angenehme Oberflächenqualität beim Subwoofer

Die Kanten hinten könnten etwas weniger spitz ausfallen

Übersichtliches Layout,, stabil erscheinendes Gehäuse

Elkos und Trafo

Die kleine Satelliten sind ebenfalls qualitativ auf enorm hohem Level. Schon die gut eingepassten Metallgitter sorgen für Punktezuwachs auf dem Interior-Konto. Die Lautsprecherkabel-Anschlüsse auf der Rückseite sind zwar aus qualitativer Sicht begrüßenswert, trotzdem aber nehmen sie nur relativ dünne Kabel auf, da es simple Klemmanschlüsse und keine Schraubanschlüsse sind. Großzügig zeigt sich Magnat hinsichtlich des Umfangs des mitgelieferten Zubehörs. Es finden sich 5 Standfüße oder auch wahlweise 5 Wandhalterungen. Alle Zubehörteile sind von ordentlicher Qualität. Die Satelliten und der Center  trumpfen mit neu entwickelten Koaxiallautsprechern auf, Tief- und Hochtöner agieren mit 85 mm (im Center sind 2 Stück verbaut) bzw. 15 mm. Der Hochtöner besitzt eine Gewebemembran und verfügt über einen akustisch optimierten Hornansatz, der Tiefmitteltöner kommt mit Doppelmagnetantrieb, besonders belastbarer Schwingspule und beschichteter Papiermembran. Ein Überlastungsschutz sorgt dafür, dass im Falle eines zu hohen Leistungseingangs direkt ein Riegel vorgeschoben wird, um Beschädigungen vorzubeugen. Die Satelliten und der Center arbeiten nach dem Bassreflexprinzip und weisen ein faserverstärktes ABS-Gehäuse auf. Mit einem Gewicht von 0,9 kg (Center 1,6 kg) und Abmessungen von 90 x 110 x 110 mm (B x H x T) sind die vier Satelliten ohne Schwierigkeiten auch bei beengten Platzverhältnissen aufzustellen. Der Center misst 210 x 90 x 110 mm (B x H x T). Magnat gibt für die Satelliten einen Wirkungsgrad von 88 und für den Center von 89 dB (2,8 V @ 1 m) an, die empfohlene Mindestverstärkerleistung liegt bei 15 Watt. In der Praxis aber sollte man nicht unbedingt einen AVR der absoluten Einsteigerliga verwenden, da der Wirkungsgrad nur als durchschnittlich zu bezeichnen ist. Die Impedanz liegt bei 4 bis 8 Ohm. 

Tadellose Detailverarbeitung

Größerer Center

Wandhalterungen werden mitgeliefert

Trotz schicker Optik und guter Materialqualität nur Klemmanschlüsse

Center von hinten

Schutzgitter mit tadellosem Finish

Insgesamt fährt Magnat in der Einsteigerklasse "schwere Geschütze" auf - ein sauber verarbeitetes System mit ansprechender Technik. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

 

Testequipment

Testequipment

Klang

Kleine Abmessungen, große akustische Wirkung

  • BD Baraka, DTS-HD MA: Im 2. Kapitel, als die Kamerafahrt über Lhasa in Tibet geht, beweist das Magnat-System, dass man auch für wenig Geld eine gute klangliche Performance erwarten kann. In Anbetracht der Preisklasse haben wir einen eher blechernen und wenig dynamischen Hochtonbereich erwartet – das Interior aber belehrt uns eines besseren und spielt recht klar und lebendig auf. Natürlich darf man keine Wunder hinsichtlich Brillanz und Detailtreue erwarten, aber gerade dann, wenn man mit nicht zu lautem Pegel hört, ist das Gesamtergebnis wirklich prima. Die vokalen Elemente im 3. Kapitel sind ordentlich eingearbeitet, es fehlt den Konturen lediglich im Detail an Aussagekraft, was man in Anbetracht der Preisklasse aber auch nicht erwarten kann. Im 4. Kapitel dann sind die Glockenelemente zu Beginn ordentlich durchhörbar, nur das Abklingen erscheint leicht synthetisch. Die kleinen Geräusche im Hintergrund – Vögelzwitschern etc. – werden für ein so preiswertes System sauber erfasst. Die groben Strukturen des tonalen Gesamtaufbaus gibt das Interior richtig flott und mit Verve wieder – Chapeau. Als sich das Stimmengewirr der Einheimischen in die Tonspur mischt, verlieren die kleinen Satelliten etwas die Kontrolle, die einzelnen vokalen Konturen verschwimmen leicht. Das 5. Kapitel ist ein schwerer Prüfstein für aktive Subwoofer, es sind Tiefgang, Präzision und Nachdruck gefragt. Es dürfte klar sein, dass sich der preiswerte Magnat-Bassist hier nicht auf Spitzenniveau bewegt, dazu fehlt es an Gehäusevolumen (Tiefgang) und Endstufenleistung (Nachdruck). Aber das Gebotene reicht aus, um die Nachbarn auch am Filmgeschehen teilhaben zu lassen – relativ schnell und kräftig geht der kompakte Basslautsprecher auf jeden Fall ans Werk. Nach den heftigen Bassattacken werden Windgeräusche in den akustischen Fokus gerückt, auch diese kommen gut zur Geltung. Der partiell recht sensitive klangliche Aufbau, der sich anschließend abspielt, ist bei einem kleinen Sub-/Sat-System nur hinsichtlich der basalen Strukturen nachvollziehbar, es fehlt hier die Ausarbeitung von Details, die in hinteren akustischen Ebenen beheimatet sind.

Der aktive Subwoofer hat uns durch seinen kultivierten Auftritt überzeugt

  • BD GI Joe, Geheimauftrag Cobra, DTS-HD MA englisch: Im 2. Kapitel kann sich das Interior sehr gut beweisen, denn die vier kleinen Satelliten, der Center im Querformat und der aktive Subwoofer werden hier mit energiegeladenen Effektsalven konfrontiert, als der Cobra-Geheimbund versucht, sich der neuartigen Sprengköpfe zu bemächtigen. Schon die über dem Konvoi kreisenden Armeehelikopter gleich zu Beginn werden gut herausgearbeitet, nur der Hochtonbereich erscheint leicht monoton. Als das Fluggerät der Cobras in akustisch in Erscheinung tritt und das Feuer eröffnen, werden Flug- und Feuergeräusche mit guter Präzision wiedergegeben. Sich durch verschiedene Lautsprecher rasch bewegende Effektkombination erfassen die Magnat-Boxen sicher. Die aufgeregten Stimmen der vom brutalen Angriff getroffenen Soldaten werden ebenfalls sehr gut dargestellt. Die kleinen Satelliten schaffen sogar im Surroundbereich ein lebendiges und weitläufiges Klangpanorama. Gerade in kleineren Hörräumen um die 15 Quadratmeter breitet das Interior eine intensive Multichannel-Atmosphäre aus, die man den Miniatur-Lautsprechern kaum zugetraut hätte. Als die GI Joe-Eliteeinheit in die intensiven Kampfhandlungen mit Nachdruck eingreift, erfährt die Effektintensität eine weitere Steigerung, da die Cobra-Mitglieder nun nicht mehr allein mit ihren Spezialwaffen sind. Schnelle Effektwechsel, heftige Explosionen, Stimmfetzen, emotionsgeladener Soundtrack – all diese Elemente werden gut auseinander differenziert, erstaunlich für ein derartiges Ensemble. Auch Effekte wie das Abfeuern von Pfeilen oder Munition werden mit tadelloser Impulstreue übermittelt. Der kompakte Subwoofer liefert einen guten Nachdruck und ein prima Volumen. Beim Thema Tiefgang muss er systembedingt zurückstehen – für das kleine Gehäuse aber sind die Leistungen absolut in Ordnung.

Es muss nicht gleich der Pioneer Susano SC-LX90 sein - aber etwas Kraft sollte der angeschlossene Verstärker schon mitbringen

  • BD Tiesto, Copenhagen, Elements of World Tour, DTS-HD MA, BD 2: Bei dieser BD muss das preisgünstige 5.1 System beweisen, wie schnell es Beats und Effekte in den Hörraum schleudern kann. Normalerweise sind bei Tiestos Liveauftritt Tugenden gefragt, die sehr belastbare und entsprechend kostspielige Lautsprecherensembles mitbringen – doch für eine vergleichsweise kleine Investition sorgen die kleinen Magnat-Boxen für erstaunlichen Schwing. Zwar ist der Wirkungsgrad eher durchschnittlich, was dafür sorgt, dass man allzu schlappe Billig-AVRs lieber in der Ecke stehen lassen sollte, aber wenn die kleinen Böxchen mit Nachdruck angetrieben werden, entfalten sie eine erstaunliche Dichte und Schnelligkeit. Der aktive Subwoofer schaltet sich nicht vordergründig oder übertrieben zu, sondern liefert mit guter Impulstreue ein sauberes Fundament. Magnat hat sich mit diesem System vom „hauptsache Krach“ – Image weit entfernt, das Interior spielt seriös und doch kraftvoll auf, eine Mischung, die auch bei Trance-Musik sehr gut gefällt. Die Surroundklangkulisse ist lebendig und keinesfalls einfältig und langweilig. – die Übergänge Front – Surround zeigen sich als beinahe nahtlos. 
  • BD Andrea Bocelli, Vivere - Live in Tuscany, PCM 5.1, Titel Melodramma: Vor dem Konzert, als Andreas Stimme einige Sätze spricht, gefällt die zurückhaltende, aber gut ausgeprägte vokale Darstellung. Das Zwitschern der Vögel und das Läuten der Glocken sind gut zu vernehmen, wenn auch nicht allzu detailliert. Kurz darauf beginnt das Konzert, und wiederum setzt sich der aktive Subwoofer ausgezeichnet in Szene. Anstatt unangenehm durch Dröhnen oder einen vordergründigen Bass aufzufallen, integriert er sich stimmig ins Klangbild und liefert ein glaubwürdiges, nie übertriebenes, aber immer vorhandenes Fundament. Erstaunlich ist ferner, wie sauber der recht kompakte Centerlautsprecher Andreas Stimme wiedergibt. Das tief Emotionale des Stücks „Melodramma“ kommt für ein solches System tadellos zum Ausdruck. Auch die Trennung der Stimme von den Instrumenten ist gelungen, trotzdem gehen die instrumentalen Anteile nicht aufgrund zu hoher vokaler Präsenz unter. Gerade der Flügel wird mit Verve und authentischer Wiedergabe übertragen – wir waren tatsächlich überrascht, wie gut sich die preisgünstige Lösung auch bei differenzierter Musik schlägt. Die Surroundkulisse ist nicht mit Effekten überfrachtet, sondern bietet Raum für die Ausgestaltung vor allem der Beifallsbekundungen des Publikums. Die Front-Klangkulisse tritt erstaunlich geschlossen auf, das Klatschen des Publikums erscheint lebendig und nicht blechern-monoton. Der filigrane, aber von einem spürbaren Bass unterlegte Beginn von „Romanza“ ist eigentlich eher ein Genuss auf sehr hochwertigen Lautsprecher-Ensembles. Doch das Interior enttäuscht auch hier nicht und schafft es sogar, „Feeling“ beim Zuhörer aufzubauen. Durch die erneut beinahe geschlossen auftretende Klangkulisse fühlt man sich sehr schön vom Klang umgeben, ohne aber dass das Ergebnis aufdringlich erscheint. Die Stimme Andreas wird recht klar umrissen, erhebt er die Stimme, so hat das Interior genug Reserven, um diesen Gang mitzugehen. Klar und präzise untermalt der aktive Subwoofer das tonale Gefüge mit der richtigen Portion Bass. 

Klangliche Grundfaktoren in der Übersicht

  • Hochtonbereich: Lebendig und klar, für ein Sub-/Sat-System dieser Preisklasse sehr gute Detaillierung, aus objektiver, preisklassenübergreifender Sicht voll befriedigende Detaillierung. 
  • Mitteltonbereich: Für so kleine Satelliten richtig gut - nicht zu dünn. Die klangliche Basis großer Lautsprecher darf natürlich nicht erwartet werden. Prima Stimmverständlichkeit auch bei höherem Pegel.
  • Tieftonbereich: Klarer, fundierter Bass ohne den Hang zur Oberflächlichkeit. Sehr gute Integration des Subs ins Ensemble.
  • Räumlichkeit: Gerade in kleineren Hörräumen wird ein dichter und glaubwürdiger Raum aufgebaut.
  • Loslösung des Klangs von den Lautsprechern: Ordentlich, aber hier können keine Sensationen erwartet werden.
  • Übergang untere Grenzfrequenz Satelliten - obere Grenzfrequenz Subwoofer: Sauber und fließend, es gibt nur ein minimales Klangloch. Empfehlenswerte Übernahmefrequenz am AVR: Center 90 Hz, Satelliten 100 Hz. 
  • Pegelfestigkeit: Prima - für die Preisklasse richtig gut, es kann durchaus mit Pegeln deutlich oberhalb der Zimmerlautstärke gehört werden.
  • Wirkungsgrad: Durchschnittlich - nicht geeignet für sehr schwachbrüstige Verstärker. 

Konkurrenzvergleich:

  • Teufel Motiv 3: Das Motiv 3 ist für 499 EUR erhältlich und ist, gerade was den aktiven Subwoofer betrifft, nochmals kompakter gehalten - dafür mobilisiert der kleine Bassist aber einen enormen Nachdruck. Die fünf identischen Satelliten spielen sehr räumlich, aber nicht ganz so lebendig wie die Magnat-Satelliten. Insgesamt erzielt das Interior einen noch erwachsener wirkenden Sound, bei der Verarbeitung herrscht Gleichstand. 

  • Klipsch HD Theater 500: Noch dynamischer, fetziger gehen die Klipsch-Lautsprecher an ihre Arbeit. So klar und differenziert wie das Interior klingt das HD Theater 500 allerdings nicht - der Bass wirkt massiver, aber nicht so sensibel, die Satelliten erfassen nicht so viele Details. 

  • Onkyo HTX-22HD: Der Vergleich hinkt etwas, weil das HTX-22HD auch noch einen kompletten AV-Receiver in sich beherbergt. Für eine so gigantische Ausstattung sind 500 EUR (Grundset plus Erweiterung auf 5.1) UVP alles andere als zuviel. Klanglich erfreuen Homogenität und Lebendigkeit. Die Interior-Satelliten spielen aber feiner auf, der aktive Subwoofer integriert sich besser und agiert präziser.

Empfehlenswerte AV-Receiver:

  • nkyo TX-SR607 - klar und seidig im Hochtonbereich, präziser Bass, pegelfest.
  • Denon AVR-1910 - enorm homogen und harmonisch klingend, perfekt fürs Langzeithören.
  • Pioneer VSX-919 - sehr dynamisch und frisch aufspielend, leistungsstarke Endstufen. 

Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Fazit

Als ausgesprochen gelungen präsentiert sich das Interior 5001A

Dass gepflegter Klang nicht teuer sein muss, belegt Magnat mit dem hier getesteten Interior 5001A eindrucksvoll. Vor allem erstaunt, wie differenziert und lebendig das kleine Ensemble aufspielt. Keine Spur von lethargischer Monotonie - hier erfreuen Frische, Verve und Räumlichkeit auf der ganzen Linie. Schön, dass mit diesen erwachsenen klanglichen Eigenschaften auch noch eine saubere Verarbeitung und eine gleichermaßen schlichte wie schicke Optik einher gehen. Daher können wir Surround-Einsteigern nur raten, dieses enorm attraktive 5.1-Paket zu erwerben. Aber - man sollte keinen AV-Receiver der absoluten Einsteigerklasse verwenden, da bei solchen Geräten die Endstufenleistung meist nicht ausreicht, um den mäßigen Wirkungsgrad der Satelliten und des Centers ausgleichen zu können. Mit etwas über 400 EUR ist man jedoch schon dabei - für Beträge dieser Größenordnung sind mittlerweile leistungsfähige AV-Receiver auf dem Markt zu finden. 

Optisch sehr attraktives 5.1-Lautsprechersystem mit gepflegtem Klang zum Sonderpreis - große Kaufempfehlung!

5.1-Lautsprechersysteme Einsteigerklasse
Test 19. Februar 2010

+ Homogene Gesamtauslegung
+ Gute Pegelfestigkeit
+ Erstaunliche Räumlichkeit
+ Tadellose Dynamik
+ Sehr gute Verarbeitung
+ Sehr günstiger Kaufpreis
+ Standfüße und Wandhalterungen im Lieferumfang

- Nur durchschnittlicher Wirkungsgrad


Test: Carsten Rampacher
19. Februar 2010

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