TEST: Samsung Blu-ray-Player BD-C5500 - die Empfehlung für qualitätsbewusste Einsteiger

17. Juni 2010 (cr)

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Einführung

Moderne 2D Multimedia-Blu-ray-Player sind preiswert geworden, auch dann, wenn es sich um hochaktuelle und sehr gut ausgestattete Modelle aus der 2010er Kollektion handelt. Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist der Samsung BD-C5500, der schon zu Marktpreisen von rund 150 EUR gehandelt wird. Die Ausstattung ist üppig, neben dem obligatorischen HDMI-Ausgang finden sich gleich 2 USB-Terminals. Mit Internet @ TV kann man bei bestehender Netzwerkverbindung (kabelgebunden oder mittels optionalem WLAN-Dongle)auf verschiedene Internetdienste und Social Networking Plattformen wie Twitter oder YouTube zugreifen. Auch Games (wie z.B. Sudoku, Dracula’s Coffin) sind verfügbar. Natürlich ist der BD-C5500 auch Streaming-fähig (Bilder, Videos, Musikdateien) und kann Dateien von einem angeschlossenen USB-Stick wiedergeben. Besonderheit ist bei der USB-Dateiverarbeitung, dass auch Datei-Container im MKV (Matroska Format) wiedergegeben werden können. Dieses immer beliebter werdende Container-Format wird von vielen Herstellern noch konsequent ignoriert. Wir haben überprüft, ob Samsung mit dem BD-C5500 nicht nur einen multimedialen Profi, sondern auch einen talentierten Blu-ray- und DVD-Player auf den Markt gebracht hat. 

Verarbeitung

Beleuchtete Touch-Bedienelemente

Ordentliches Display

Verarbeitung hinten

Keine perfekten Spaltmaße

Gut verarbeitete Fernbedienung

Innenleben

Der Samsung BD-C5500 überzeugt durch schicke Optik. Bei diesem Modell erscheint auch die Materialqualität und die Fertigungsgüte im Detail ordentlich. Die Frontblende ist gut eingepasst, richtige Gerätestandfüße aber werden vermisst. Die Touch-Tasten mit Beleuchtung sind in silbernen Kunststoff in Aluminium-Optik eingearbeitet, dieser wirkt beim Anfassen nicht allzu edel. Auch die Passung rechts am Gehäuse – hier ragt die silberne Leiste bewusst, um einen Akzent zu setzen, etwas hervor – könnte noch etwas präziser sein. Verbessern könnte man auch das Ansprechverhalten der manchmal sehr schnell, aber manchmal etwas träge reagierenden Touch-Bedienelemente. Das Innenleben des Samsung ist karg, aber ordentlich verarbeitet und übersichtlich verkabelt. Die Rückseite des Players weist keine spezifischen Besonderheiten auf und entspricht dem Standard der Preisklasse. Die mitgelieferte Fernbedienung verliert zwar Punkte durch den nur ausreichenden Arbeitswinkel und die zu verbessernde Reichweite, sieht aber recht gut aus und ist übersichtlich gehalten. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Sehr gut. 

Video Overview

 

Video BD-C5500 inside

 

Anschlüsse

Der BD-C5500 bietet anschlussseitig eine Basisauswahl, die aus einem HDMI-Ausgang, einem optischen Digitalausgang, einem analogen Cinch-Stereoausgang, einem FBAS Video- und einem Komponentenvideo-Ausgang besteht. Gut sind die zwei USB-Buchsen (an den rückseitigen USB-Anschluss wird das optionale WLAN Dongle angeschlossen, der andere befindet sich rechts auf der Front). Für die Einbindung in kabelbasierte Netzwerke ist eine Netzwerkschnittstelle auf der Rückseite zu finden. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut – ausgezeichnet. 

Menüs, Setup und Konfiguration

Übersichtliche Menüs

Audio-Menü

Einfacher und übersichtlicher Quellwechsel 

2 Progressive-Modi

Bei der ersten Inbetriebnahme erfolgt die Ersteinrichtung:

1. Sprachwahl OSD
2. Einrichtung von TV-Bildformat und Netzwerk: TV-Bildformat 16:9 Normal, 16:9 Breit, 4:3 Normal, 4:3 Passend. Netzwerkeinrichtung: Kabel/Drahtlos/PBC (WPS). Anschließend: Methode für IP-Konfiguration auswählen, automatisch oder manuell. Danach führt der BD-C5500 einen Netzwerktest durch. 

Die Menüs sind übersichtlich gehalten, alle Einstelloptionen finden sich unter dem Punkt „Einstellungen“ im Grundmenü. Bei „Anzeige“ kann man dann unter anderem das TV-Bildformat festlegen und die 24p-Signalausgabe aktivieren. Das HDMI-Format (TV oder Montitor) ist festzulegen, ebenso die Auflösung des ausgegebenen HDMI-Signals (wählbar sind: 480/576p, 720p, 1080i, 1080p, der BD-C5500 kann keine 480/576i Signale über HDMI ausgeben). Auch kann man den De-Interlacingmodus wechseln (Auto oder Video). Der Support für HDMI Deep Colour kann ebenfalls eingestellt werden. Im Audiomenü ist bei der Option „Digital-Ausgang“ für die Ausgabe des Bitstreams von Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio die Einstellung „Bitstream – audiophil“ zu wählen. Des Weiteren kann das PCM-Downsampling aktiviert oder deaktiviert werden. Der eingebaute DTS Neo:6 Decoder kann entweder im Modus Kino oder im Modus Musik betrieben werden. Im „System“-Menü findet sich die für Internet @ TV einstellbare Bildschirmgröße, auch die HDMI Gerätesteuerung (Anynet+, basierend auf dem HDMI-CEC-Protokoll) kann hier aktiviert werden. Im weiteren „Einstellungen“ Menüpunkt „Netzwerk“ kann man die Netzwerkeinstellungen festlegen und bearbeiten, kann sich den aktuellen Netzwerkstatus anzeigen lassen und die BD-Live Internetverbindung konfigurieren. Bei „Sprache“ legt der Anwender die Sprachen von Bildschirmmenü, Discmenü, Audio und Untertitel ein. Bei „Sicherheit“ bestimmt man die Sicherungsstufe und kann ein Kennwort eingeben und aktivieren. Im Unterpunkt „Allgemein“ ist der Nutzer in der Lage, den Bildschirmhintergrund zu ändern und den etwas störenden Ein-/Aus-Ton zu deaktivieren (werksseitig aktiviert). Auch verbirgt sich hier der mehrstufige Displaydimmer (Auto, Dunkel, Hell). Beim Punkt „Unterstützung“ findet sich die Möglichkeit zur Firmwareaktualisierung (die problemlos übers Netzwerk mit Internetanschluss vonstatten geht) und zur Kontaktaufnahme mit Samsung. 

Insgesamt ist die Bedienbarkeit einfach, allerdings sind Reichweite und Arbeitswinkel der übersichtlichen und gut in der Hand liegenden Fernbedienung zu verbessern. Das Gerätedisplay ist gut ablesbar. Wir vermissen allerdings einen Video-EQ, zumindest für die Grundparameter (Schärfe, Helligkeit, Kontrast, Farbe) oder wenigstens vorkonfigurierte Bildfelder. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut. 

Laufwerk, Boot- und Einlesezeiten

1. Booten: 4 Sekunden, das ist schnell
2. Einlesezeiten BD: Casino Royale 19 Sekunden, Fluch der Karibik 1 19 Sekunden – beides sehr gute Werte. 
3. Einlesezeiten DVD: Star Wars Episode III 17 Sekunden, Sahara 8 Sekunden.
4. Kapitelwechsel: Gute Anzeige, aber etwas hakelig.
5. Layerwechsel (Top Gun, Kapitel 18 auf 19): Perfekt – bei unserem Testsample war der Layerwechsel nicht zu bemerken.

Das Laufwerk arbeitet relativ leise und ist nur während des kurzen Einlesevorgangs lauter zu vernehmen. Da der Player keinen Lüfter hat, läuft er angenehm leise. Es gab im gesamten Testbetrieb keinen Absturz. Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Netzwerk und Multimedia

Internet @ TV

History Channel

YouTube

Dracula's Coffin

AppStore

Internet @ TV:

Bevor man die Dienste nutzen kann, müssen erst Downloads und Aktualisierungen vorgenommen werden, die etwas Zeit in Anspruch nehmen. Mittels des vorinstallierten Samsung App Stores hat der Kunde die Möglichkeit, nicht nur die vorinstallierten Dienste, sondern auch weitere Applikationen zu beziehen. 

Vorinstallierte Dienste:

• YouTube
• Picasa
• Twitter
• Accu Weather
• Google Maps
• Dracula’s Coffin (Game)
• Getty Images (Bilder für Videogalerien auf dem TV)
• History Channel
• Mahjong Fruits (Game)
• Memory Game
• Rock Swap Adventures (Game)
• Sudoku
• Texas Hold’em (Pokerspiel)
• USA Today
• Facebook

Die Ladezeiten (DSL 6000 Internetverbindung) sind nach der Erstinstallation im erträglichen Rahmen. Das Handling ist prinzipiell sehr einfach, allerdings spricht der Player nicht immer direkt auf Befehle an, die von der Fernbedienung gegeben werden. Der Player ist auch in der Lage, von PCs und Servern im Heimnetzwerk Dateien zu streamen. Unterstützt werden (Auswahl):

Musikauswahl bei Streaming und im USB-Betrieb

Thumbnail-Vorschau

• WMV
• MPEG-1
• DivX-AVI

Nicht unterstützt wird:

• AAC
• Quick Time
• MKV (SD und HD) – beim Streaming konnte kein MKV-Material bei unserem Testsample (mit neuester Firmware) wiedergegeben werden. 

USB:

Hier wird MKV als Container unterstützt (H.264 MKV), auch MP4-Files werden wiedergegeben (SD und HD). Ebenso werden WMV-Files wiedergegeben. Audioseitig wird selbstverständlich MP3 unterstützt. AAC und FLAC werden nicht supportet. JPEG-Fotos werden selbstverständlich dargestellt. 

Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Testequipment
Bildqualität

Blu-ray, Fluch der Karibik:

Für die Preisklasse erzeugt der Samsung BD-C5500 ein richtig gutes Bild. Im Vergleich mit den 2009er Playern konnte die 24p Stabilität erhöht werden. Man sieht dies direkt zu Beginn der BD, als das sehr gut detaillierte Galionsschiff aus dem Nebel auftaucht. Die Bewegung ist gleichmäßig, die Schiffsplanken und die Reling werden scharf und ohne Ruckeln dargestellt. Die Gebrauchsspuren an den Segeln haben wir schon plastischer herausgearbeitet gesehen – aber für die Preisliga ist das Ergebnis ohne Zweifel in Ordnung. Im weiteren Verlauf des Piraten-Spektakels nimmt Jack Sparrow mit seinem schrottreifen Boot Kurs auf Port Royal. Das Gesicht des Piratenkapitäns in Großaufnahme kommt gut zur Geltung, nur das letzte bisschen Kontrastdynamik fehlt (Haare, Bart, Glanz in den Augen). Samsung-typisch ist die Farbgebung intensiv und satt, Farbübergänge werden sauber und nahtlos wiedergegeben. Störende farbliche Einflüsse sind nicht zu sehen. Das Rot mag etwas zu sehr leuchtend erscheinen (wie man an den Uniformen der Soldaten gut erkennen kann), allerdings ruft dies auch einen sehr intensiven Bildeindruck hervor und muss daher nicht unbedingt als Nachteil aufgeführt werden – nur für denjenigen, der eine absolute visuelle Neutralität bevorzugt. Die hohe 24p Stabilität zeigt sich auch bei der Kamerafahrt über die Festungsanlage, sie ist ruhig und sicher. Das Zeremoniell im Hof wird sehr gut wiedergegeben, gerade statische Objekte oder Objekte, die sich in den vorderen visuellen Ebenen aufhalten, werden sehr scharf dargestellt. Objekte in den hinteren Bildebenen sind zwar noch gut erkennbar, lassen es aber etwas an Konturenschärfe missen. Damit diese Ausführungen nicht falsch verstanden werden – es geht hier um Kritik auf hohem Niveau. Bedenkt man, dass es sich beim 5500er um ein Einstiegsgerät handelt, ist das visuelle Niveau erfreulich hoch. Und: Kaum ein Käufer, der sich für einen 150 EUR BD-Spieler interessiert, wird einen Flachbildschirm der 2000 EUR-Klasse wie unseren Sony 3D-TV KDL-40HX805 mit Dynamic EDGE LED einsetzen, der dem versierten User jeden Unterschied in der Bildqualität bei BD-Playern zeigt – seine unbestechliche Bildschärfe, die überragend neutrale Farbdarstellung mit klar definiertem Weißpunkt und die erstklassige Kontrastdynamik sorgen dafür, dass sich mit dem KDL-40HX805 exakte Aussagen über die Güte von BDPs treffen lassen. Und diese Aussagen sind beim BD-C5500 durchweg positiv – sein klares Bild bietet eine prima Plastizität, was man auch beim Angriff von Barbossa auf Port Royal sieht: Die Kampfhandlungen erscheinen greifbar nahe, feine Muster und Details werden, wenn sie nicht zu weit im Hintergrund sind, lebendig wiedergegeben. 

Blu-ray, Casino Royale: 

Bei dieser BD liefert der Samsung nochmals bessere Ergebnisse ab. Die Gesamtbildschärfe ist enorm, wie sich bei der Verfolgungsjagd 007 – Bombenleger auf der Großbaustelle auf Madagaskar zeigt. Die Gasexplosion wird farblich dynamisch und facettenreich wiedergegeben. Das Gesicht des schwarzen Bauarbeiters, der den Bombenleger mit dem Schneidbrenner aufhalten möchte und dadurch die Kampfhandlung mit der anschließenden Explosion provoziert, ist gut durchzeichnet. Bei Casino Royale nimmt in den hinteren Bildebenen zwar auch die Schärfe leicht ab, das Phänomen ist in der Wirkung aber schwächer als bei Fluch der Karibik. Die hervorragende 24p Signalausgabe manifestiert sich im absolut ruhigen, flimmerfrei dargestellten Kranausleger, auf dem das erbitterte Gefecht zwischen Bond und seinem Gegner stattfindet. Auch die Plastizität kann man nur loben, das weite Meer hinter dem Kranausleger erscheint sehr weitläufig. Die Struktur des silbernen Aluträgers, als der Bombenleger in dessen Richtung fällt, wird scharf und klar dargestellt. Die Betontreppen, auf denen der Bombenleger in hohem Tempo nach unten hastet, sind scharf und plastisch einwandfrei herausgearbeitet. Als Bond durch die provisorische Wand bricht, sind die Aufschriften auf den Eimern links im Bild klar auszumachen. Als das Botschaftsgebäude auftaucht, entsteht ein prima Panoramaeffekt, das Gebäude mit den flankierenden Palmen kommt sehr gut zur Geltung. Insgesamt eine ausnahmslos lobenswerte Leistung – für 150 EUR kann man kaum mehr erwarten. 

DVD, Star Wars Episode III, Wandlung 576i in 1080p, Filmmaterial: 

Hier liefert der Samsung eine gute Leistung ab. Die Schrift läuft recht ruhig und stabil, allerdings weisen die nach hinten gleitenden Buchstaben partiell ein Ausbleichen in Richtung Weiß am rand auf. Zudem sind leichte Störstreifen im Inneren weiter hinten laufender Buchstaben sichtbar. Der Player holt viele Sterne ins Star Wars Universum und gefällt mit stimmiger Farbgebung und tiefem Schwarz. Der republikanische Sternzerstörer wird erstaunlich gut abgebildet – so ein De-Interlacing und Upscaling war in der Einsteigerklasse bis vor kurzem kaum denkbar. Nur leichtes Flimmern und leichte Doppelkonturen, zusammen mit minimalen Artefaktebildungen rechs vorn sind sichtbar. Vor einiger Zeit waren das noch Upconversion-Qualtäten, die sehr teure Oberklasseplayer mitbrachten. Qualitätssprüngen sind dennoch möglich – der etwas teurere Sony BDP-S470 liefert noch meher Plastizität und der Schärfe, der mehr als doppelt so teure Panasonic DMP-BD85 zusätzlich noch ein gesteigertes Differenzierungsvermögen bei der Darstellung kleiner Details. Eines aber ist beeindruckend: Wenn man die Upconversion-Qualitäten des kleinen Samsung voll ausnutzen möchte, braucht man schon ein ordentliches Mittelklasse-Full-HD-Panel. Billige Einsteigermodelle oder HD ready-Geräte werden den Fähigkeiten kaum gerecht. Auch die beiden Raumjäger, die im schnellen Flug den Sternzerstörer passieren und anschließend nach unten in die Raumschlacht abknicken, werden einwandfrei wiedergegeben. Das sich eröffnende Panorama bei der Sicht nach unten ist tadellos gestuft, erst weiter unten liegende Raumschiffe und Stationen sind nicht mehr ganz so scharf durchmodelliert. Die Raumjäger von Obi-Wan und Anakin in der Nahaufnahme werden mit sehr guter Schärfe und in vielen Einzelheiten gezeigt. Die Gesichter der Protagonisten wirken recht authentisch. 

DVD, AVEC Professional Test DVD, Wandlung 576i in 1080p, Videomaterial: 

Die Upconversion von Videomaterial liegt dem Samsung-Player ebenfalls – er liefert bei den sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegenden Schriften vor verschieden farbigem Hintergrund eine reife Leistung ab. Das Bild ist stabil, der Lauf der Schriften ist in allen Geschwindigkeiten flüssig und nahezu ruckelfrei, die Farbtrennung ist ausgezeichnet und es kommt praktisch zu keinen Bewegungsunschärfen. Auch beim Pendel, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie gleitet, bietet der BD-C5500 eine sehr lobenswerte Darstellung – der Lauf des Pendels ist gleichmäßig, nur an der Spitze kommt es zu leichten Nachziehern. Das Innere des Pendels ist stets klar und scharf zu erkennen. Beim bewegten Stadtbild von Esslingen leistet sich der BD-C5500 einen kleinen Durchhänger, indem er die Bäume teilweise nicht so sauber durchzeichnet wie mancher Kontrahent – dafür überzeugt die ansonsten fast ruckelfreie Wiedergabe. Die authentische Farbgebung ist auch tadellos gelungen. Im Grün des Rasens, farblich gut getroffen, bilden sich leichte Artefakte. 

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Klang

Die akustische Qualität bei der Signalausgabeüber HDMI ist für die Preisklasse wirklich gut. Vor allem gefallen die überzeugende Gesamtharmonie und das ordentliche Volumen. Hinsichtlich der Detaillierung braucht man keine Spitzenleistungen zu erwarten – diese liefern erst deutlich kostspieligere Alternativen. Stimmen werden schön eingearbeitet, die Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen sind fließend. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Konkurrenzvergleich
  • LG BD370: Der 2009er LG Player war im letzten Jahr ein großer Wurf. Er muss sich allerdings dem aktuellen 2010er BD-C5500 aus dem Hause Samsung klar geschlagen geben. Für den 5500er sprechen die höhere 24p Stabilität bei der BD-Wiedergabe, die bessere Upconversion von 576i DVD-Signalen und die erweiterten Internet-Nutzungsmöglichkeiten. 
  • Samsung BD-P1600: Auch der letzjährige Samsung Einsteigerplayer kann sich nicht gegen die harten Angriffe des neueren "Stallgenossen" wehren. Mehr 24p-Stabilität, mehr Plastizität, eine bessere Upconversion und mehr Multimediavielfalt durch den neu hinzugekommenen Samsung App Store sind die Pluspunkte. 
  • Sony BDP-S470: Etwas teurer, aber den Mehrpreis Wert: Als absoluter Top-Player zum fairen Marktpreis (ca. 210 EUR) kann der Sony BDP-S470 gelten, der mit der neuen Firmware nun sogar 3D-Signale von 3D-BDs ausgeben kann. Mit einer nochmals ruhigeren Upconversion, etwas mehr Plastizität im Bild und der Möglichkeit, den Player mittels kostenloser App mit iPhone oder iPod Touch zu steuern, setzt der Sony in der Liga bis 250 EUR aktuell die Maßstäbe. Wer Geld sparen möchte, aber trotzdem einen sehr guten BD-Spieler sucht, kann aber auch gut zum 60 EUR günstigeren Samsung greifen. 
  • Panasonic DMP-BD85. Der sehr deutlich teurere Panasonic (UVP 349 EUR) ist so gut, dass er schon aus visueller Sicht beinahe als Oberklasseplayer durchgehen könnte. Die feinen Detailabstufungen, der enorme Kontrastumfang, der sehr nützliche Video-EQ und die sehr hohe Zuverlässigkeit auch im Dauerbetrieb sind sehr gute Argumente, sich diesen Top BD-Spieler ins Haus zu holen. Für anspruchsvolle Anwender, die auf einem großen Panel der Liga ab 50 Zoll in ausgezeichneter Güte BDs und DVDs betrachten möchten, ist er eine erstklassige Wahl. 
Fazit

Der Samsung BD-C5500 ist ein optisch eleganter und bildstarker Blu-ray-Player zum kleinen Preis. Nicht nur bei der Wiedergabe von Blu-rays kann er rundherum überzeugen, auch die Upconversion von 576i Film- und Videosignalen liegt dem südkoreanischen Flachmann. Zudem punktet er mit einer gepflegten Akustik bei Signalausgabe über HDMI. Multimedial setzt er sich mit einem sehr umfangreichen und durch den Samsung AppStore erweiterbaren Angebot an internetbasierten Diensten, Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten gekonnt in Szene. Beim Streaming kommt der BD-C5500 allerdings über eine durchschnittliche Bewertung nicht hinaus, es hapert hier an der Anzahl unterstützter Dateiformate. Schließt man einen USB-Stick an, kann der 5500er dann Punkte einheimsen – hier wird sogar das immer beliebter werdende Container-Format MKV supportet. Die Bedienung des BD-Players ist einfach, die schlicht und professionell gestalteten Menüs geben keine Rätsel auf. Die gut in der Hand liegende Fernbedienung könnte allerdings einen besseren Arbeitswinkel aufweisen. 

Bildstarker Blu-ray-Player mit umfangreichen Multimedia-Eigenschaften zum attraktiven Preis

Blu-ray-Player untere Mittelklasse
Test 17. Juni 2010

+ Ausgezeichnetes Blu-ray-Bild mit hoher 24p-Stabilität
+ Tadellose Upconversion von 576i-Signalen auf 1080p
+ Umfangreiche Multimediaeigenschaften
+ Schnelles Laufwerk
+ Niedriges Betriebsgeräusch
+ Unsichtbarer Layerwechsel
+ Einfache Bedienung

- Arbeitswinkel und Reichweite der Fernbedienung
- Kein Video-EQ und keine Bildfelder

Technische Daten auf www.samsung.de

Text: Carsten Rampacher
17. Juni 2010

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