XXL-TEST: Sony Blu-ray-Player BDP-S470 - Top-Qualität für unter 250 EUR

03. Mai 2010 (phk/cr)

Neuer Star der Preisklasse bis 300 EUR?

Fernbedienung

Einführung

Sony macht Druck - mit dem nagelneuen BDP-S470 steht für einen Marktpreis von schmalen 210 EUR ein zeitgemäß ausstaffierter BD-Player bereit, den Markt aufzumischen. Dies könnte auch auf breiter Front gelingen, denn mittels eines voraussichtlich im Juni erscheinenden Updates ist der preiswerte Player sogar in der Lage, 3D-Signale auszugeben. Schon jetzt ist der sehr flache Player mit geringer Bautiefe netzwerkfähig (kabelbasiert, WLAN-Modul in Form eines USB WiFi Dongles) kann optional erworben werden) und spielt sogar SACDs ab. Das ist aber noch bei weitem nicht alles: Eingebaut ist auch Bravia Internet Video für den Direktzugriff auf Onlineinhalte. Des Weiteren steht ein Steuerungstool für die Steuerung mit Apples iPhone zur Verfügung - so kann der 470er sogar über das beliebte Apple-Mobiltelefon gesteuert werden. Sony verspricht zudem ein enorm schnelles Booten. Was der neue Spitzenkandidat in der Praxis leistet, haben wir überprüft. 

Der BDP-S470 im Überblick:

 

Verarbeitung

Der Sony BDP-S470 präsentiert sich als sehr kompaktes Gerät mit guter Oberflächenqualität. Die Lade kommt recht leise und gleichmäßig herausgefahren und ist preisklassengemäß gelagert. Die Frontblende des Players ist ordentlich eingepasst. Das Display gaukelt geschickt Punktmatrixauflösung vor. Leider gibt es keine richtigen Gerätestandfüße, sondern nur schlichte Gumminippel. 

Kantenverarbeitung

Display

Innenansicht

 Die Anschlusssektion ist akkurat verarbeitet, es gibt keine Besonderheiten. Innen ist der BDP-S470 mit nur wenigen Baugruppen versehen, typisch für preiswerte BDPs mit hoher Baugruppenintegration. Die Verkabelung ist sauber, das Laufwerk wirkt einfach. Gesamtnote in Relation zum Kaufpreis: Sehr gut - ausgezeichnet. 

Innenleben in der Übersicht

 

Anschlüsse
  • HDMI, Komponente-analog, USB (vorn und hinten), Netzwerk, FBAS, optischer und koaxialer Digitalausgang, 2-Kanal Stereo Cinch-Analog

Anschlussübersicht

 

Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Menüs, Setup und Konfiguration

Fernbedienung mit sehr guter Übersichtlichkeit

SACD-Wiedergabemenü

Einrichtungsmenü

Einrichtung: 

  • Netzwerk-Update

  • Video-Einstellungen: TV-Typ, Bildformat, DVD-Bildformat, Kino-Umwandlungsmodus, Videoausgangsformat, BD/DVD-RomAusgabe, YcBcR/RGB, HDMI Deep Color, Pausenmodus

  • Toneinstellungen: HDMI-Audio, DSD-Ausgabemodus, BD-Audio-Mix-Einstellungen, DD koaxial/optisch, DTS koaxial/optisch, DTS Neo: 6, Dynamikbegrenzung, Raumklang


  • • BD/DVD-Wiedergabeeinstellungen: Menüsprache, Dialogsprache, Untertitel, BD-Hybrid-Wiedergabe, BD-Internetverbindung
    • Kindersicherungs-Einstellungen: Kennwort, Kindersicherungs-Regionalcode, BD-Kindersicherung, DVD-Kindersicherung, Internet-Video-Kindersicherung
    • Musik-Einstellungen: SACD-Wiedergabeschicht, SACD-Wiedergabekanäle
    • System-Einstellungen: Menüsprache, DisplayHelligkeit, HDMI-Steuerung, Schnellstartmodus, Automatisches Standby, Anzeigeautomatik,Bildschirmschoner, Software-Update-Mitteilungen, Gracenote-Einstellungen, DiVX VOD, System-Update
    • Netzwerk-Einstellungen: Internet-Einstellungen, Netzwerkverbindungsdiagnose, Verbindungsserver-Einstellungen, Registrierung eines BD-Remote-Geräts, Registrierte BD-Remote-Geräte
    • Schnellkonfiguration
    • Rückstellen

Weitere Home-Menüpunkte sind Foto/Musik/Video für DLNA-Streaming und USB-Wiedergabe. Der Punkt „Netzwerk“ dient der Verbindung mit Sony Internet Video.

Bei Wahl der Taste "Options" auf der Fernbedienung kann man verschiedene Bildparameter verändern. Es finden sich die drei Bildfelder "Standard", "Heller Raum" und "Dunkler Raum" sowie verschiedene Rauschreduzierter (Field Noise Reduction, Block Noise Reduction, Mosquito Noise Reduction, alle 4-stufig schaltbar). 

Die Bedienung ist insgesamt einfach, absolute Einsteiger können auch eine Schnellkonfiguration verwenden. Als Menübasis dient auch bei der 2010er Generation die Xcross Media Bar, hat man deren Prinzip einmal durchschaut, funktioniert die Bedienung immer nach dem identischen Schema. Die gute grafische Darstellung punktet für den Sony. Die Bildeinstellparameter sind mit drei Bildprogrammen eher spärlich gesät, da helfen auch drei verschiedene, jeweils vierstufig schaltbare Rauschfilter nicht wirklich weiter. Die relativ billig wirkedne Fernbedienung ist übersichtlich, kann aber aufgrund der schwachen Kontrastverhältnisse Gehäuse/Tasten nicht durch die Bank überzeugen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Schnellkonfiguration und DLNA-Streaming

 

Video - Schnellkonfiguration und DLNA-Streaming

Laufwerk

Einlesezeiten:

  • Fluch der Karibik 1: 23 Sekunden zur Sprachwahl

  • Casino Royale: 23 Sekunden bis zum Sony-Logo

  • Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: 30 Sekunden bis zum Paramount-Logo

  • Stirb Langsam 4.0: 30 Sekunden zum FOX-Logo

  • Sahara DVD: 19 Sekunden bis zur Sprachauswahl

  • Star Wars Episode III DVD: 17 Sekunden bis zum Warning 

Booten und Layerwechsel:

  • Booten: 21 Sekunden / 7 Sekunden mit Schnellstart 

  • Layerwechsel: Top Gun DVD, Kapitel 17 auf Kapitel 18: Leicht zu bemängeln. Für einen kurzen Augenblick steht die Wiedergabe still.

Nicht ganz an die Geschwindigkeiten des erst kürzlich getesteten Samsung BD-C6900  reicht der neue Sony heran und auch die hausinternen Kollegen wie der Sony BDP-S760  können dem S470 noch 1-2 Sekunden abnehmen. Der Lüfter im Piccolo-Format verursacht keine störenden Geräusche. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Gut - sehr gut. 

Multimedia

Steuerung mittels iPhone bze. iPod Touch (getestet mit iPhone 3GS 32GB mit Firmware 3.1.3)

  • Herunterladen (kostenlos) des BD Remote Players im App Store - bei Netzwerkzugriff aufs WLAN dauert dies nur ein paar Sekunden

  • Installation - in wenigen Sekunden ist das Tool betriebsbereit

  • Beim Sony-Player das Menü "Einrichtung" anwählen und in diesem  "Netzwerkeinstellungen" aufrufen

  • Anschließend auf "Registrierung eines BD Remote-Gerätes" gehen

  • Die Regstrierung starten und in der Applikation des iPhone/iPods auf "Settings/Add Registration" gehen.

  • Innerhalb weniger Sekunden haben sich iPhone und Player gefunden

Nun ist es ohne Probleme möglich, den BDP-S470 in Grundzügen mittels iPhone zu steuern. Insgesamt also für iPod Touch-Besitzer oder iPhone-Nutzer eine nette Zusatzfunktion, die nichts kostet. 

Full Remote für die Steuerung der Basisfunktionen

"Simple Remote" - durch Berühren des iPhone-Touchscreens im blauen Bereich kann man durchs Xcross Media Menü des BDPS470 scrollen

Der 470er ist erfolgreich registriert

iPhone-Registrierung im Menü des BDP-S470

Weitere Multimedia-Ausstattungsmerkmale:

  • USB: Unser erster Versuch mit einem NTFS-formatierten 16 GB USB-Medium scheiterte leider. Das Problem liegt am Dateiformat, ein Stick in FAT32 erkennt der Sony Player problemlos und liefert sofort Möglichkeiten zur Foto/Musik/ und Videowiedergabe im Home-Menü. Im XMB-Stil lässt sich das gewünschte Segment anwählen und gängige Formate wie MP3 und sogar OGG, JPEGS und MPEG/AVI gestalten sich problemlos.

  • DLNA: Die DLNA-Funktion entspricht wie so oft fast identisch der USB-Wiedergabe. Fotos, Musik und Video werden anstatt vom USB-Medium direkt am Player von einem PC oder Datenserver mittels einer Netzwerkverbindung dem Sony Player zugeführt. Auch die verschiedenen Formate entsprechen der USB-Funktion.

  • BD-Live: Obligatorisch muss der BD-Live Zugang in den Einrichtungs-Einstellungen erlaubt sein. Ebenso ist lediglich der hintere USB-Slot in Verbindung mit einem FAT32-formatierten Medium zur Verwendung mit BD-Live Funktionen vorbereitet und vorgesehen. Versucht man nur mit einem frontal angeschlossenem Medium BD-Live anzuwählen erscheint eine Fehlermeldung. Ein flinkes Umstecken bringt den Player aber nicht aus der Ruhe. Sind diese Vorkehrungen getroffen steht einer BD-Live Funktion nur noch die eigene Download-Geschwindigkeit im Weg.

  • Internet Video: Diese interessante Funktion konnten wir bei unserem Testsample leider nicht zur Funktion bringen. Trotz stehender Internetverbindung konnte das Gerät keine Informationen abrufen sondern meldete nur folgenden Fehler: „Dieser Service ist derzeit unzugänglich; Bezugscode 11“.

Fazit Multimedia:

Der Sony BDP-S470 präsentiert sich als Multimedia-Station für den anspruchsvollen Anwender. Im Gegensatz zu den früheren Sony-Modellen ist nun auch Musik- und Videowiedergabe sowohl mittels USB als auch via DLNA-Netzwerkstreaming möglich. Für den USB-Betrieb und damit die BD-Live Funktion muss das Medium zwingend im FAT32-Dateiformat vorliegen, da sonst kein Zugriff erfolgt. Sehr innovativ finden wir die Einbindung eines iPhones bzw. eines iPod Touch zur Steuerung des Blu-ray Players. Das iPhone dient so als beinahe voll funktionsfähige Fernbedienung, Vorraussetzung ist das kostenlose App „BD Remote“, das neben dem BDP-S470 auch noch viele weitere Sony BD-Player unterstützt. Gesamtnote Multimedia in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.Prei

Testequipment
Bild

Blu-ray

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels:

  • Verfolgungsjagd Armeelimousine - Hot Rod zu Beginn: Sehr gute Panoramawirkung des Bildes, tadellose 24p Stabilität, Alle Arten von Bewegungen werden sicher und ruhig erfasst. Der Straßenbelag ist ebenso sauber zu erkennen wie Einzelheiten am Hot Rod. Das Bild ist für die Preisliga herausragend - teurere Konkurrenten aber zeigen noch mehr Details und etwas weniger Bildrauschen. Ausgezeichnete, ausgewogene Bildschärfe, nicht überzogen. Die authentische Farbwiedergabe begeistert ebenfalls. 
  • Konvoi biegt in Richtung AREA 51 ab: Erneut tiefer Panoramablick möglich. Die Berge am Horizont sind noch gut erkennbar- Als der Konvoi vor der AREA 51 anhält, ist auch aus der Distanz der sandige Untergrund gut zu erkennen. Die Details an den Uniformen der Soldaten sind ebenfalls tadellos zu sehen. 
  • Indy wird aus der Limousine gezerrt: Als der Titelheld aus dem Kofferraum gezerrt wird, ist die Außenhaut der Limousine mit den Staubspuren prima strukturiert. Der Hut von Indiana Jones liegt plastisch in klar definierter Bildebene vor der Limousine. Die Bartstoppeln und die Hautfurchen in Indys Gesicht erkennt der Zuschauer klar und deutlich. 
  • Hangartüren öffnen sich, Blick von innen nach außen, und folgende Sequenz: Keine Unschärfen und keien Artefakte bei den sich öffnenden Hangartüren. Die Wellblechstruktur ist scharf zu sehen. Der Nebel draußen vor dem Hangar, der durch die Türöffnung sichtbar ist, erscheint allerdings weniger realistisch als bei teureren Playern. Der Boden in der Halle ist ausgezeichnet hervorgehoben, das Innere der Halle wirkt durch die plastische Darstellung sehr realistisch, gerade in Bezug auf die wahre Größe. Der speckige Kragen des Hemdes von Indy kommt sehr realistisch zum Ausdruck, das weiße Gesicht der russischen Agentin erscheint ebenfalls ausgesprochen echt, wie zum Greifen nah. Einzelne Hautporen arbeitet der Sony heraus. 

Fluch der Karibik 1:

  • Filmbeginn, kleines Mädchen, das an der Reling eines aus dem Nebel auftauchenden Segelschiffes steht: Enorm gute Plastizität, die Galionsfigur ist zudem bis ins Detail sichtbar. Der Nebel könnte noch besser herausgearbeitet werden. Die Reling, an der die kleine Elisabeth lehnt, wird mit der Holzstruktur einwandfrei wiedergegeben. Die Sommersprossen von Elisabeth und der edle Stoff des langen Kleides arbeitet der BSP-S470 ebenso gut heraus wie die verschiedenen Grautöne der Mütze Norringtons. Die deutlichen Gebrauchsspuren an den Segeln sind ebenfalls beinahe ohne Kompromisse sichtbar. 
  • Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal: Das Blau des Himmels und die Wolkenformation sind gut differenziert. Das Gesicht von Sparrow in der Großaufnahme beeindruckt durch die hohe Kontrastdynamik. Der Glanz in den Augen wird ebenso sehr gut zum Ausdruck gebracht. Die Weite des Meeres erscheint realistisch, das schrottreife Boot des Piraten wird in nahezu allen Einzelheiten wiedergegeben. Die gehängten Piraten vor der Felsformation zeigen Verbesserungspotential. Die Piraten an sich sind gut erkennbar, aber die Kontrastdynamik beim felsigen Hintergrund könnte noch besser sein. Auch ist hier minimales Bildzittern sichtbar. Als der Pirat in den Hafen einläuft, beeindruckt die Spiegelung des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche durch die realistische Wiedergabe. Als Kritikpunkt ist leichtes Bildzittern im Bereich des hölzernen Landungsstegs sichtbar. Die Bildtiefe, die einen präzisen Blick ins Hinterland ermöglicht, begeistert erneut, ebenso die lebendige, echte Farbwiedergabe. 
  • Port Royal - Festungsanlage mit Zeremoniell: Hier ist leichtes Flimmern an der Mauerkante beim Überschreiten mit der Kamera sichtbar. Ebenso ist eine minimale Rauschneigung gegeben. Ansonsten punktet der Sony mit sehr sauberer räumlicher Darstellung und ausgezeichneter Detaillierung, nahezu jeder Mauerstein ist mit allen Details erkennbar. Die prächtigen Kleider und Uniformen kommen auch in vielen Einzelheiten gekonnt zur Geltung. 

DVD

Star Wars Episode III: 

  • Laufschrift: Die gelbe Laufschrift zu Beginn des Films überzeugt durch hohe Farbauthentizität. Zudem holt der Sony viele Sterne auf den Bildschirm. Die Schrift läuft relativ ruhig durchs Bild, nur manchmal taucht leichtes Flimmern auf (einzelne Buchstaben). Keine störende Wellenbewegung, kaum Ausbleichen der Buchstaben zum Rand hin. 
  • Sternzerstörer: Der gigantische Sternzerstörer, der durchs Bild gleitet, wird prima wiedergegeben. Nur im vorderen Bereich zu Beginn ist ein leichtes Zittern festzustellen. Sehr schöne Detaillierung im dunklen Bereich, bei den Flugmanövern tauchen keine Artefakte und kaum Bewegungsunschärfen auf. Die unterschiedlichen Bewegungsabläufe von Sternzerstörer und Raumjäger werden beide ohne Störungen parallel wiedergegeben. Der Triebwerksstrahl des Zerstörers ist allzeit gut erkennbar und verwischt nicht. 
  • Abknicken der Raumjäger in die Schlacht: Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abknicken, imponiert der Sony mit immenser Bildtiefe und modelliert das Bild bis in die untersten Ebenen schön durch. Die Kommandobrücke des Raumschiffs, die nach links aus dem Bild gleitet, wird ruhig und scharf dargestellt. 
  • Darstellung der Raumschlacht: Die Raumschlacht wirkt durch die plastische Modellierung sehr lebendig. Die Farben wirken nicht übermäßig brillant, aber sehr kinogerecht. Die Bildhelligkeit und das Kontrastverhältnis unterstützen diesen Eindruck. Die Strukturierung der Explosionen ist ausgezeichnet. Details an den Raumschiffen werden so gut herausgearbeitet, dass man prima sieht, dass die gesamte Raumschlacht dem PC entsprungen ist.
  • Gesichter von Obi Wan und Anakin: Sehr schöne Hautfarben-Darstellung, keine unnatürlichen Einflüsse, die Hautoberfläche ist detailreich erkennbar. 

AVEC -Testbilder:

  • Laufschriften (weiß und schwarz) vor dreifarbigem Hintergrund (weiß, rot, blau) in verschiedenen Geschwindigkeiten: Gutes De-Interlacing, leichtes Bildrauschen, vor allem vor rotem Hintergrund sichtbar. Gute Bewegungsschärfe, leichte Doppelkonturen.
  • Schwingendes Pendel, innen rot-blau strukturiert, in verschiedenen Geschwindigkeiten, das über eine schwarze Linie gleitet: Sehr gute Wiedergabe, nur leichtes Nachziehen an der Pendelspitze, gut differenzierbare Balken im Inneren, die Linie bleibt stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Scharf gezeichnete Hausdächer mit klar erkennbaren Ziegeln, nur geringes Scalingrauschen, geringe Nachzieher, gute Darstellung der grünen Rasenflächen, prima Bildtiefe und kaum Neigung zum Ruckeln, ordentliche Detaillierung.

Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Klang
  • Stirb Langsam 4.0, G.I. Joe, DTS-HD MA Bitstreaming: Das Übertragung via Bitstreaming über HDMI nimmt keinen negativen Einfluss auf das Klanggeschehen. Die Gewehr- und MP-Salven schlagen nachdrücklich in der Wohnung des ahnungslosen Thomas Gabriel ein. Der basslastige Music-Score unterstützt das Kampfgeschehen. Die Mitten erscheinen nicht ganz so ausgeprägt. Dumpf ist die Stimmwiedergabe nicht, charakteristische Feinheiten gerade bei Bruce Willis leiden aber ein wenig. Der Hochtonbereich muss sich keinen Einschränkungen stellen, in Kombination mit den zurückhaltenden Mitten entsteht ein leicht warmer und angenehmer Klang.
    Geben wir den Ton bereits dekodiert als LPCM-Spur via HDMI an unseren Amp weiter hört sich das Ergebnis ähnlich gut an. Einschränküngen können wir lediglich im Bass-Management attestieren, besonders Präzision geht bei der LFE-Anspielung verloren.
  • Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten, SACD DSD-Ausgabe via HDMI: Der BDP-S470 von Sony verfügt nicht über eine analoge Mehrkanal-Ausgabe, das DSD-Signal muss also zwingend über HDMI an den Verstärker zugeführt werden. In Anbetracht des wirklich geringen Preises des Sony Gerätes sind wir in dieser Disziplin vollends begeistert. Natürlich wird es dem audiophilen Klassik-Fan an Feindynamik und endgültiger Präzision fehlen, der Sony bietet aber eine erstaunlich saubere Wiedergabe mit klarer Differenzierung und gefälligem Schwung.

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Fazit

Mit dem BDP-S470 ist Sony ein großer Wurf geglückt - diese Feststellung resultiert vor allem aus dem erstklassigen Preis-/Leistungsverhältnis. Für einen Marktpreis von knapp 210 EUR dürfte es momentan beinahe unmöglich sein, einen besseren Blu-ray-Player zu finden, der überdies auch noch per Firmware-Update 3D-fähig ist (voraussichtlich ab Mitte Juni wird ein entsprechendes Update verfügbar sein). Der BDP-S470 ist sowohl multimedial talentiert (problemloses DLNA Streaming, kostenloses iPhone/iPod Touch-App) als auch visuell enorm stark - die ausgezeichnete 24p-Stabilität und die natürliche Bildschärfe sprechen für sich. Auch im DVD-Betrieb punktet der 470 mit für die Preisklassen tadellosem Upscaling und akkuratem De-Interlacing. Bestens ist es auch um die klanglichen Eigenschaften bestellt. Der feine, dynamische Sound bei der Signalausgabe über HDMI ist ebenso zu loben wie die Tatsache, dass sogar SACDs wiedergegeben werden können (Tonausgabe über HDMI). Die Verarbeitung ist für die Preisklasse prima. Das Laufwerk allerdings ist nicht ganz so schnell, wie wir es uns vorgestellt haben - hier muss der 470 ausnahmsweise mal der Konkurrenz den Vortritt lassen. 

Der Sony BDP-S470 setzt neue Bestmarken im Preis-/Leistungsverhältnis - mehr BD-Player ist für den Kaufpreis aktuell nicht machbar

Preisklassenreferenz Blu-ray-Player Einstiegsklasse
Test 03. Mai 2010

+ Exzellentes Blu-ray-Bild
+ Sauberes De-Interlacing und Upscaling
+ Ausgezeichneter Klang über HDMI
+ Umfangreiche Multimedia-Ausstattung
+ Einfache Bedienung
+ Sehr günstiger Preis

- Laufwerk könnte noch schneller sein

Technische Daten
  • Farbe Schwarz

  • DVD-Regionalcode 2

  • BD-ROM-Regionalcode B

  • BD-ROM (BonusView; Profil 1.1) 

  • BD-ROM (BD-Live; Profil 2.0) 

  • BD-R-/BD-RE-Wiedergabe 

  • AVC-HD (Disc, USB, DLNA) JA/JA/NEIN

  • Blu-ray 3D™ Disc-Wiedergabe 
    (über ein ab Mitte Juni verfügbares Firmware-Update)

  • DVD-Video-Wiedergabe 

  • Audio CD-Wiedergabe 
    VCD-Wiedergabe NEIN

  • Super VCD-Wiedergabe NEIN

  • DVD-R/RW-Wiedergabe (Videoformat) 

  • DVD-RW-Wiedergabe (VR-Format) 

  • DVD+R/RW-Wiedergabe 

  • CD-R/RW-Wiedergabe 

  • Super Audio CD-Wiedergabe 

  • Wiedergabe über USB 

  • DLNA Client (DMP/DMR) 
    JA (über ein ab Mitte Juni verfügbares Firmware-Update)

  • JPEG (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • DivXHD (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • WMA (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • WMV (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    JA/JA/JA/JA/NEIN

  • MPEG1/2 (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • VOB (DVD) 

  • VRO (DVD) 

  • MPEG4 (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • WAV (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    JA/JA/JA/JA/NEIN

  • MP3 (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • MPEG4 AAC (BD, DVD, CD, USB, DLNA) 
    Ja/Ja/Ja/Ja/Ja

  • Ausgang mit 1080p (über HDMI®) 

  • Precision Cinema HD Upscale (DVD-Umwandlung in 1080p) 

  • Video D/A-Wandler 12 Bit/148,5 MHz

  • 24p True Cinema 

  • x.v. Colour 

  • Progressive Scan 

  • Precision Drive HD 

  • Deep Colour 

  • Vorprogrammierte Bildmodi 3

  • 8-Kanal Linear PCM Bitstream Out 

  • Dolby® True HD Decoding 

  • Dolby® True HD Bitstream Out 

  • DTS-HD Master Audio Decoding 

  • DTS-HD Master Audio Bitstream Out 

  • Audio D/A-Wandler 192 kHz/24 Bit

  • Display auf der Vorderseite 

  • HDMI® Anschluss 1

  • Komponenten-Videoausgang 1

  • Composite-Video-Ausgang 1

  • Digitaler Audioausgang: koaxial 1

  • Digitaler Audioausgang: Optisch 1

  • Analoger Stereoausgang 

  • Ethernet 

  • Fernbedienung mit TV-Steuerung

  • Bequemlichkeit

  • Schnellstart 3 Sekunden

  • XrossMediaBar™ (Benutzeroberfläche) 

  • BRAVIA Sync 

  • PhotoTV HD 

  • Firmware-Aktualisierung über Ethernet 

  • Kindersicherung (Ladefachsperre) 

  • Kindersicherung 

  • Bildschirmschoner 

  • Video-Bitratenanzeige 

  • Stromversorgung 
    220–240 V, 50/60 Hz

  • Leistungsaufnahme (bei Betrieb) 12, 9 W

  • Leistungsaufnahme (im Standby-Modus) 
    0,15 W (im normalen Standby-Modus)

  • Abschaltautomatik (Min) 30

  • Abmessungen (B x H x T) mm 430 x 36 x 206

  • Gewicht (kg) 2

Text: Philipp Kind, Carsten Rampacher
03. Mai 2010

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