TEST: Panasonic DMP-BDT111 - 3D Blu-ray Player mit 2D-3D Wandlung in flacher Bauweise und erstklassiger Bildqualität

16. Februar 2011 (phk)

Einführung

Der neue Panasonic DMP-BDT111 in Silber (oder der identische DMP-BDT110 in Schwarz) wird als Nachfolger des erfolgreichen Panasonic-Modells DMP-BDT80 gehandelt und ist für knapp 200 Euro UVP erhältlich. Der Blu-ray Player ist 3D-fähig, erkennt Festplatten bis zu 2 TB über USB und beherrscht DLNA-Streaming. Zugriff auf Internetinhalte ist erwartungsgemäß mit VIERACast möglich. Eines der Highlights des neuen Panasonic Players ist die 2D in 3D-Konvertierung von Videosignalen, und das unabhängig des Mediums: Ob von USB, über Netzwerk-Streaming oder direkt von einer Disc, der DMP-BDT111 rechnet jegliches Material in 3D. Weiterhin wurden dem Gerät zwei USB-Eingänge (frontal und rückseitig) und ein SD-Kartenanschluss spendiert. Als wäre das noch nicht genug, ist mit einer optionalen Kamera Videotelefonie über Skype in Verbindung mit einem TV möglich. Wenn der Panasonic auch noch in der Wiedergabequalität, ähnlich wie seine Vorgänger, überzeugen kann, steht einem positiven Testergebnis nichts im Wege.

Verarbeitung

DMP-BDT111 im Slimline-Design

Seitliche Ansicht

Kunststoff-Scharniere an der geöffneten Frontblende

Frontaler USB- und SD-Kartenslot

Display und Bedienelemente am Gerät

Lüftungsschlitze rechter Seite

Kleine Gumminoppen dienen als Standfuß

Rückseite

Übersicht Innenleben

Stromversorgung unter schwarzer Abdeckung

Fernbedienung

Der neue Panasonic DMP-BDT111 in Silber kommt in Slimline-Form extrem flach daher. Im Gegensatz zum früheren Design der leicht schräg abfallenden Front setzt das neue Gerät auf klare, gerade Linien. Die komplette Abdeckung durch die Kunststoffblende bleibt erhalten, dahinter verbirgt sich neben der Disc-Lade mit sauberer Führung einer der beiden USB-Anschlüsse und der SD-Kartenslot, außerdem eine Play- und Stoptaste sowie das relativ grob auflösende Display mit sechs Segmenten. Trotz der Kunststoffscharniere wirkt die Blende sauber verarbeitet und scheint häufigem Gebrauch problemlos standzuhalten. Die Bedientasten vorne und auf der Oberseite des Gerätes haben einen guten Druckpunkt und sind passend eingegliedert. Der an der Rückseite mit drei Schrauben befestigte Gehäusemantel mit gerundeten Kanten an der Oberseite sitzt gut, der Übergang zur Frontblende weist keine unschönen Spalte auf. Als Gerätestandfüße dienen lediglich kleine, quadratische Gumminoppen, die dank des geringen Gewichtes aber für ausreichenden Halt sorgen. Die Rückseite weist keine Besonderheiten auf, bietet aber sauber eingepasste, fest sitzende Anschlüsse. Das Innenleben findet im leicht beengten Gehäuse problemlos Platz und wirkt sauber aufgeräumt, ein Lüfter ist erfreulicherweise nicht vonnöten. Am Konzept der Fernbedienung hat Panasonic - zu unserem Wohlgefallen - nichts verändert, lediglich Tasten zur 2D->3D Konvertierung/VIERACast und der neuen Skype-Telefonie sind hinzugekommen. Erhalten bleibt das sich im unteren Drittel befindliche Navigationskreuz, die großzügig dimensionierten Wiedergabetasten und das sinnvolle Layout. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Anschlüsse

Anschluss-Übersicht

  • HDMI
  • FBAS
  • Stereo Cinch analoger Audio-Ausgang
  • Optischer Digitaler Audio-Ausgang
  • Ethernet-Anschluss
  • USB für WLAN-Adapter DY-WL10

Vorne

  • SD-Karte
  • USB

Der Panasonic DMP-BDT111 bietet ein sehr übersichtliches Anschlussangebot. Im besten Falle übernimmt HDMI die Video- und Audioausgabe, ein optischer Digitalausgang steht aber für den Bitstream von DD/DTS oder der PCM-Übertragung zur Verfügung. Zwei USB-Eingänge und ein SD-Kartenslot stehen für die Medienwiedergabe zur Verfügung, während der hintere Eingang auch für den WLAN-Adapter DY-WL10 vorgesehen ist. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut - Ausgezeichnet.

Menüs, Setup und Konfiguration

Das Home-Menü wird nach dem Start automatisch angezeigt

Die Display-Anzeige bei Bilder/Videos/Musik von USB/SD-Karte

Mit der Pfeiltaste nach oben gelangt man zu DLNA- und VIERACast

Unter Setup finden sich Einstellung für das Hintergrundbild, SD-Kartenmanagement und die Player-Konfiguration

Unter Player-Einstellungen gelangt man zum bekannten Panasonic-OSD

Wählt man bei Front-Anzeige "Automatisch" wird das Display bei Film-Wiedergabe automatisch gedimmt

Ausgabe-Auflösung, 24p-Modus, etc. festlegen

"Weitere Einstellungen" wie Schnellstart und Firmware-Aktualisierung über das Internet

Netzwerk-Einstellungen

Videos

 

Das neue OSD des Panasonic DMP-BDT111 ist, dank der Kreuzanordnung der Elemente, intuitiv mit dem Navigationskreuz der Fernbedienung sehr komfortabel. Mühelos durchschaut auch der Einsteiger die verschiedenen Anzeige- und Optionsmöglichkeiten. Das Design ist sehr ansprechend angenehm und kann sogar mit verschiedenen Hintergrundbildern - auch eigenen Bildern - individualisiert werden. Die eigentliche Konfiguration des Blu-ray Players unter "Player-Einstellungen" führt wiederum auf das schon von vielen anderen Panasonic-Geräten bekannte Menü. Sinnvoll angeordnet in verschiedenen Unterpunkten fällt die Setup-Bedienung problemlos aus. Die automatische Dimmung des Front-Displays bei Filmwiedergabe ist ein komfortables Bonus-Feature. Wer hauptsächlich Blu-ray Filme wiedergibt, muss die dedizierte 24p-Einstellung aktivieren. Der "Schnellstartmodus" verhilft dem Panasonic Player zu einem konkurrenzlosen Bootvorgang von zwei Sekunden, allerdings erhöht sich damit der Standby-Stromverbrauch etwas. Natürlich finden sich hier auch die Netzwerkeinstellungen, die bei aktiviertem DHCP automatisch erfolgen, und eine Firmware-Aktualisierung ist via Internet möglich. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

  • Booten: 16 Sekunden, 2 (!) Sekunden bei Schnellstart
  • Fluch der Karibik Blu-ray: 17 Sekunden
  • Casino Royale Blu-ray: 15 Sekunden
  • Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull Blu-ray: 16 Sekunden
  • Star Wars Episode III DVD: 20 Sekunden
  • Sahara DVD: 18 Sekunden

DVD-Layerwechsel, Top Gun DVD, Kapitel 18 auf 19: Gut, aber nicht tadellos. Für einen kurzen Augenblick bleibt das Bild stehen (< 1 Sekunde)

Bei aktivierter Funktion legt der DMP-BDT111 tatsächlich einen "Schnellstart" hin, in nur zwei Sekunden ist der Player betriebsbereit und komplett bedienbar. Auch die Einlesezeiten von Blu-ray sind flott, da hinken sogar die Ladezeiten einer DVD leicht hinterher. Der Layerwechsel ist in Ordnung und wird während des Betriebs kaum auffallen, bei genauer Betrachtung ist aber ein kurzes Stehenbleiben des Bildes zu entdecken. Der Panasonic Player benötigt keinen aktiven Lüfter, so dass nur das Laufwerk während des Einlesens Geräusche verursacht. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Multimedia

Das Home-Menü bietet direkten Zugriff auf Medieninhalte von USB, SD oder Disc unter den Punkten Bilder/Musik/Videos und unter dem Punkt "Netzwerk" auf DLNA-Streaming und VIERACast Internetinhalte.

VIERACast

VIERACast

Individuelle Anpassung der Inhalte auf dem VIERACast Home-Bildschirm

Die Internetinhalte sind bereits aus anderen Panasonic-Geräten bekannt. In einer Übersicht werden verschiedene Vorschläge wie "bild.de", "youtube", "acetrax", etc. angezeigt und können mit der FB angewählt werden. Der Home-Bildschirm kann aber unter "Setup & Hilfe" individuell angepasst werden, so können andere Inhalte auf den ersten Bildschirm gezogen werden. Die Ansicht wurde leicht verändert, in einer Art 3D-Darstellung werden die Vorschläge in verschiedenen Ebenen angezeigt und können neu angeordnet werden. Der Player spricht flink auf Eingaben an und lädt den gewünschten Inhalt relativ zur Internetanbindung flott auf den Bildschirm.

Skype-Telefonie mit TY-CC10W

Videokamera + 4 Mikrofone für Skype Video-Telefonie

Die separat erhältliche TY-CC10W Kamera+Mikforon ermöglicht in Zusammenarbeit mit einem Panasonic Viera HDTV oder aber unserem Testgerät DMP-BDT111 (Video-)Telefonie über Skype. Die Kamera schafft eine 720p-Aufzeichnung und wird über den rückseitigen (wie das WLAN-Modul) USB-Slot am Player angeschlossen und wird mit dem auf der Unterseite angebrachten Clip am oberen TV-Rand angebracht. Wird nun auf der Fernbedienung die Taste für "Skype" gedrückt, startet automatisch die Applikation am Bildschirm. Leider ist die Durchführung von Skype-Gesprächen derzeit noch nicht möglich, eine Firmware-Aktualisierung soll dies aber in naher Zukunft ermöglichen.

DLNA-Streaming

Zunächst wird der gewünschte DLNA-Server gewählt

Die Unterteilung erfolgt gewohnt in Videos/Musik/Bilder

Horizontal angeordnete Bilder-Anzeige

Videos

Wird unter "Heimnetzwerk" der Punkt "DLNA-Client" gewählt öffnet sich eine Übersicht der sich im Netzwerk befindlichen Server. Danach erfolgt die Unterteilung wie gewohnt in "Videos", "Musik" und "Bilder". In den verschiedenen Sparten werden auch nur die entsprechenden Dateitypen angeboten, der Server also bspw. unter "Musik" nach Musikdateien durchsucht und diese, auf Wunsch auch geordnet nach Genre/Interpret/Verzeichnis, am Bildschirm angezeigt. Trotz der Auswahl erfolgt der Zugriff sehr schnell, eine Anzeige-Verzögerung stellten wir mit unserem Buffalo-Server nicht fest. Im Musik-Bereich gibt der Player lediglich MP3-Dateien wieder. Im Bereich Bilder nur JPEG, diese aber schnell und in guter Qualität. Die Bilder können zudem links/rechts gedreht und in einer Dia-Show betrachtet werden. In der Video-Sektion war uns ein Abspielen von MPEG1/2-Dateien und einer HDTV-Aufnahme als Transport Stream (.ts) möglich. DiVX-Wiedergabe, wie sie von einem USB-Speicher möglich ist, gelang nicht.

Wiedergabe von USB & SD-Karte

Gitteranordnung mit Thumbnails von 2D/3D-Bildern von USB/SD

Die Medieninhalte von USB & SD-Karte werden direkt im Home-Menü aufgerufen. Die Thumbnail-Ansicht der Bilder ist hier anders gewählt, schon bei der Ordner-Auswahl wird eine kleine Vorschau angezeigt und bei Auswahl die Vorschau-Bilder gitterartig angeordnet, außerdem können mit dem DMP-BDT111 aufgenommene 3D-Bilder wiedergegeben, und mit einem entsprechend kompatiblen TV-Display, betrachtet werden. Im Audio-Bereich bleibt die Formatauswahl auf MP3 beschränkt während unter Videos nun auch die Wiedergabe von DiVX und DiVX HD möglich ist. Zudem spielt der Panasonic auch kompatible Inhalte in MKV-Containern ab. Von einer SD-Karte kann wiederum kein DiVX encodiertes Material wiedergegeben werden, dafür AVCHD, MPEG2 und natürlich JPEG-Bilder sowie das 3D-Bildformat MPO.

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Testequipment
Bild
Casino Royale , Kapitel 2, 1080p24

Der Panasonic bietet einen sehr flüssig verlaufenden Kameraschwenk über die Kampfarena in Madagaskar, ohne Zittern an Kanten oder der geschwungenen Linien der Schatten spendenden Laken. Die Plastizität wirkt auch in den äußeren Bildschirmebenen sehr ausgeprägt. Kleine Bildobjekte am Rande erscheinen scharf und nicht weich gezeichnet. Insgesamt wird auf authentischen Film-Look großen Wert gelegt, die Kanten- und Detailschärfe ist ausgeprägt, bleibt aber angenehm. Die Farben wirken ebenfalls auf Authentizität getrimmt, ohne bestechenden Einschlag ist die Farbgebung dynamisch, wirkt aber nicht zu lebendig. Der verkohlte Holzbalken lässt einen hervorragenden Kontrastwert vermuten, fein durchzeichnete Struktur und kein Absaufen der Details in dunklen Bereichen zeichnen den Panasonic aus. Weder das Dschungelgrün noch das Rostrot der Rohbaustelle wirkt grell oder zu warm. Die Bewegungsschärfe bleibt erhalten und sorgt nicht für unbeständige Konturen. Beim Kampf aus den Kranauslegern sehen wir ausgeprägte Staffelung der Tiefe der verschiedenen Ebenen.

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, Kapitel 1+2, 1080p24 + 2D -> 3D Konvertierung

Bei Indiana Jones kann der Panasonic erneut seine Stärke in Plastizität und gebotene Tiefe ausspielen. In Nahaufnahmen des Hügels des Erdmännchen oder in den weiten Landschaftsaufnahmen der Wüste Nevadas gelingt der Tiefeneindruck ausgezeichnet. Die in verschiedenen Geschwindigkeiten fahrenden Autos werden sehr ruhig abgebildet. Die Farbwiedergabe gelingt wieder dynamisch aber nicht aufdringlich, gerade das Rot des Polsters in dem Auto der jungen Erwachsenen wird oft zu strahlend wiedergegeben. Selbst bei dem schwierigen Kameraschwenk des Café-Schildes, wenn die russischen Milizen Richtung Area 51 abbiegen, gelingt dem Panasonic mit hoher Stabilität und nur geringem Kantenzittern an den Konturen des Schildes. Sehr gute Ergebnisse liefert der DMP-BDT111 wieder in den dunklen Bereichen im Lagerhaus der Area51 ab, feine Details und Strukturen lassen sich an den im Schatten liegenden Kisten noch gut erkennen.

Der DMP-BDT111 ist nicht nur in der Lage, native 3D-Signale wiederzugeben sondern bietet auch eine Konvertierung von 2D-Material in die dritte Dimension. Ob Videos von USB, über DLNA-Streaming oder direkt von Blu-ray, mit jeglichem Signal soll der Player zurechtkommen. Wir führen dem Panasonic das Full HD Signal der Indiana Jones Blu-ray zu und sind regelrecht erstaunt, was der Blu-ray Player aus dem 2D-Signal zaubert. Das Filmgeschehen wirkt deutlich plastischer und die Kulisse tiefer und klarer gestaffelt. Tatsächlich suggeriert der Panasonic ein 3D-Bild, das der nativen 3D-Wiedergabe bestechend nahe kommt. Gleichzeitig bleibt die Bildschärfe und Detailausprägung auf einem erstaunlich hohem Niveau und die Bildstabilität hoch, es muss also durch die Konvertierung nur mit sehr geringen Einbußen gerechnet werden. Die üblichen Kinderkrankheiten wie die Ausprägung von Geisterbildern bleiben natürlich bestehen.

Grand Canyon & Kampf der Titanen, Blu-ray 3D, native Wiedergabe von 3D-Material

Der DMP-BDT111 gibt den Full HD 3D - Stream unbearbeitet und unter Abwesenheit von negativen Einflüssen an das Bildwiedergabegerät weiter. Es gelingt ein sehr ruhiger Bildeindruck und eine flüssige Darstellung ohne Zittern oder Ruckeln. Die weitläufigen Landschaftsaufnahmen der Grand Canyon Blu-ray wirken sehr plastisch und die verschiedenen Tiefenebenen werden sehr sorgfältig herausgearbeitet. Geisterbilder an Bildobjekten kann auch der Panasonic Player nicht ausmerzen, das oft kritisierte Ghosting bleibt aufgrund der aktuellen TV-Geräte nicht aus. Auch "Clash of the Titans" vermittelt einen soliden, wenn nicht ganz so ausgeprägten 3D-Eindruck. Hier überwiegt die besser gestaffelte Tiefenwirkung gegenüber den teilweise sehr plastischen Effekten. Der Film-Look sowie die gute Farbgebung geht aber, natürlich auch abhängig der Technologie des verwendeten Displays, kaum verloren und bleibt stilistisch authentisch. Der Panasonic zeigt sich betriebssicher und kann problemlos im 3D-Betrieb als hochwertiger Partner für einen 3D-fähigen TV eingesetzt werden.

Star Wars Episode III, Upconversion von 576i auf 1080p, Filmmaterial

Ausgezeichnete Stabilität bietet der DMP-BDT111 bei der nach hinten ablaufenden gelben Laufschrift. Kein Zittern der Buchstabenkanten ist zu erkennen, auch die Ausbildung von Treppenstufen ist extrem gering. Andere negative Einflüsse wie Ausbleichen des Gelbes hin zur Buchstabenmitte bleiben ebenfalls aus. Das Heck im Schatten wird enorm kontrast- und detailreich gezeigt, keine Feinheit geht in den dunklen Ebenen verloren. Die kleinen Raumjäger bleiben ihren Konturen erhalten, die Objektkanten zittern nicht und auch bei schnellen Manövern bleibt der Player souverän. Sehr stark ausgeprägt ist auch die Plastizität und gebotene Tiefe beim Abknicken auf Coruscant ist enorm, die imperialen Zerstörer stehen gestaffelt in verschiedenen Ebenen. In den Nahaufnahmen der Darsteller wird eine sehr hohe Detailschärfe geboten, Feinheiten in den Gesichtern werden sauber herausgearbeitet und sogar einzelne Stoppeln an Obi-Wans Bart sichtbar. Der Panasonic stellt sich als einer der wenigen Player dar, der mit dem schwachen 576i-Signal HD-Atmosphäre schafft.

AVEC Professional Test DVD, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial

  • Schriften vor verschieden farbigem Hintergrund: Die Laufschriften laufen ruhig, mit geringem Kantenzittern und unter Abwesenheit von Artefakten ab. Die Farbtrennung gelingt sehr gut. In der schnellsten Geschwindigkeit ist leichtes Nachziehen zu erkennen.
  • Schwingendes Pendel: Erst ab der Mitte der Pendellinie sind ein paar Nachzieheffekte zu erkennen, die Differenzierung der Balken fällt auch ab der Mitte etwas schwer. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Der Schwenk über Esslingen gelingt mit hoher Bildruhe und nur wenig erkennbarem Zeilenrauschen an den Hausdächern. Die Bildschärfe ist ebenfalls auf sehr gutem Niveau, Struktur und Details des Rasens sind gut zu erkennen. 

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Ton

Der Panasonic DMP-BDT111 gibt das Audiosignal über HDMI im Bitstream oder als PCM aus. Zudem steht ein optischer Digitalausgang für die Weiterleitung des Dolby Digital oder DTS-Signals zur Verfügung. Wir können kein negatives Eingreifen in das digitale Signal feststellen. Dynamisch, kräftig und präzise gelingt die Audioausgabe mit dem Panasonic-Gerät. Auch wenn der DMP-BDT111 die Dekodierung der Tonformate übernimmt, bleibt die Kulisse transparent und detailfreudig mit dichter Atmosphäre und kräftiger LFE-Anspielung. Gerade in dieser günstigen Preisklasse liefert der Panasonic eine ausgezeichnete akustische Performance ab. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Konkurrenzvergleich
  • LG BX580: Der LG beherrscht wie der DMP-BDT111 ebenfalls 3D-Wiedergabe, DLNA-Streaming und Zugriff auf Internetinhalte, die aber an Komplexität nicht an VIERACast heranreichen. Eine 2D->3D Konvertierung ist dem Panasonic-Gerät vorbehalten, auch die Upconversion von DVDs gelingt dem Panasonic noch stabiler. Den DMP-BDT111 kann bezüglich der Blu-ray Bildqualität kaum einer das Wasser reichen, der Player bietet enormen Kontrast, ausgeglichene Bildschärfe und authentische Farbdarstellung out-of-the-box. Der LG kann hingegen mit einem bereits integrierten WLAN-Modul punkten, das beim DMP-BDT111 separat erworben werden muss.
  • Onkyo BD-SP308: Der Onkyo kommt mit der Performance des neuen Panasonic-Gerätes nicht ganz mit. Der DMP-BDT111 bietet 3D-Wiedergabe, DLNA-Streaming und weitere Besonderheiten wie 2D->3D Konvertierung oder Skype-Videotelefonie (nach Firmware-Update). Der Onkyo kann in der Anschluss-Sektion mit einem Komponenten-Videoausgang punkten und bringt anstatt einen optischen, einen koaxialen Digital-Ausgang mit. In der Bildwiedergabe bietet auch der Onkyo ein sehr gutes Blu-ray Bild und sogar einen Video-Equalizer mit Presets. Der Panasonic ist aber in der Upconversion von SD-Material unschlagbar und bietet ein enorm ruhiges und rauschfreies Bild.
Fazit

Der neue DMP-BDT111 von Panasonic begeistert sogleich durch ein kontrastreiches, äußerst plastisches und farbechtes Blu-ray Bild. Die native 3D-Wiedergabe gelingt effektvoll und bildstabil, ohne negative Einflüsse auf den Bildfluss auszuüben. Ein besonderes und bisher - unter Blu-ray Playern - ein konkurrenzloses Feature ist die Wandlung jeglicher 2D-Signale in 3D, dies setzt der Panasonic Player noch dazu sehr ausdrucksstark und mit prägnanter Tiefe um. Ebenso positiv gestaltet sich die Upconversion von DVD-Material dar. Mit enormer Bildruhe, sehr geringem Bildrauschen und unter Abwesenheit von Artefakten zeigt der Player gerade in seiner Preisklasse eine Performance, an dem sich andere Geräte messen werden müssen. Dank der Abwesenheit eines aktiven Lüfters hält sich auch das Betriebsgeräusch deutlich in Grenzen, lediglich das flotte Laufwerk verursacht beim Einlesen eine geringe Geräuschkulisse.

Mit erstklassigem Blu-ray Bild, hervorragender DVD-Upconversion und integrierter 2D-3D Wandlung zum günstigen Kaufpreis spielt sich der Panasonic DMP-BDT111 an die Klassenspitze

Blu-ray-Player Untere Mittelklasse
Test 16. Februar 2011

+ Ausgeprägt plastisches, kontrastreiches, farblich authentisches Blu-ray Bild
+ Hervorragende Upconversion von 576i-Filmmaterial
+ Wandlung von 2D- in 3D-Material
+ Extrem schneller Bootvorgang
+ Solide Verarbeitung des Players im Slimline-Design
+ Bewährte Fernbedienung

- Kein Komponenten-Video-Ausgang
- Formatauswahl im DLNA-Videobereich gering

Test: Philipp Kind
16. Februar 2011

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