Test: Panasonic TH-42PV500E 

15.07.2005 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER für das Bereitstellen der Hörräume

Einführung

Der LCD- und Plasma-Markt boomt, was nicht zuletzt auch damit zusammenhängt, dass zum einen die Thematik HDTV auch in Europa eine immer größere Bedeutung bekommt, zum anderen sinken auch die Preise für Panels beträchtlich. Ein besonders breites Angebot an Flatpanels findet sich im Produktprogramm von Panasonic, und zwar sowohl im LCD- als auch im Plasmabereich. Immer ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis für den Endkunden im Visier, betreibt Panasonic eine klare größenabhängige Trennung im hauseigenen Flachbildschirmsortiment: Bis 32 Zoll werden LCD-TVs, darüber Plasma-Fernseher angeboten. 

Die gebräuchlichen Plasmagrößen bei Panasonic lauten 37, 42 und 50 Zoll. Während bei LCD-TVs sich 32 Zoll-Geräte besonderer Beliebtheit erfreuen, sind es bei den Plasma-Fernsehern die 42- bzw. 43 (Pioneer) Zoll-Modelle, die besonders viele neue Käufer ansprechen. Sinn in Bezug auf eine optimale Darstellungsqualität bringt ein 42/43-Zoll-Plasma allerdings erst, wenn nicht lediglich ein Panel 852 x 480-Auflösung, sondern ein 1.024 x 768-Bildpunkte-Panel eingebaut ist. Denn selbstverständlich kann auch ein SDTV-Panel mit 852 x 480 Bildpunkten HDTV-Signale darstellen, allerdings nicht in der eigentlich angedachten Form, vielmehr muss das hochauflösende 1.280 x 720 Signal, welches bei der europäischen HDTV-Bildübertragung standarisiert verwendet werden soll, auf die native, niedrigere Panelauflösung herunterskaliert werden. Anders verhält es sich mit einem 1.024 x 768 Panel. Wird nun ein 1.280 x 768 Signal eingespeist, muss vertikal nicht heruntergerechnet werden (im Gegenteil, hier findet eine leichte Hochrrechnung von 720 auf 768 statt), lediglich horizontal (von 1.280 auf 1.024). 

Unser Testkandidat entstammt der "VIERA" Produktfamilie

Nun wollen wir zu unserem Testkandidaten kommen, einem 1.024 x 768-Panel der beliebten 42 Zoll-Klasse, das auf den Namen TH-42PV500E hört, aus der "Viera"-Familie stammt und mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3.799 € deutlich macht, dass Highend-Plasmas keine 5.000 € mehr kosten müssen. Der Panasonic möchte sich als ganzheitliches Konzept verstanden wissen, um eine hervorragende visuelle Performance bieten zu können. Mit "ganzheitlichem Konzept" meinen wir, dass hier ein neu entwickeltes Panel mit aktueller Technologie einher geht mit einer aufwändig ausgelegten geräteinternen Signalverarbeitung. Da Panasonic alles selbst entwickelt, ist auch eine optimale Anpassung aller Komponenten aneinander gegeben. Die Bildsignalverarbeitung soll sich ganz besonders einer akkuraten Farbwiedergabe, einer effektiven Rauschminderung, einer Kontrastoptimierung und einer Verbesserung des Schwarzwertes widmen. Gerade Schwarzwert und Farbwiedergabe beeinflussten zusätzlich auch die Entwicklung des neuen Panels - mittlerweile der 8. Panasonic-Generation - maßgeblich. 

Das TH-42PV500E hat die gesamte Signalverarbeitungselektronik sowie die Tunereinheit komplett im Panel-Gehäuse untergebracht

Weiteres Merkmal des TH-42PV500E: Es handelt sich um ein "All in One"-Gerät, das heißt, Anschlussterminal und TV-Tuner sowie die komplette Signalverarbeitung sind allesamt im Panelgehäuse untergebracht, es gibt keinen separaten Mediareceiver. Panasonic möchte sogar noch das Kunststück geschafft haben, ein wohlklingendes, aber dennoch Platz sparendes Lautsprechersystem nebst zwei getrennt untergebrachten Subwoofern für die Tieftonwiedergabe im Gehäuse zu verfrachten. Wir möchten nun in unserem Praxistest nachprüfen, ob sich der TH-42PV500E, der schon reichlich Vorschlusslorbeeren einheimsen konnte, gegen unser bisheriges 42/43 Zoll Masterpiece, den Pioneer 43'' Plasma PDP-435FDE sowie gegen den bildstarken Plasmavision P42HTS40ES durchsetzen kann. 

Verarbeitung

Im Vergleich zum PDP-435FDE wirkt das Panasonic-Plasma vom Design her etwas plumper, was auch daran liegt, dass die versammelte Elektronik zur Bildsignalverarbeitung sowie die Anschlüsse und die TV-Tuner-Einheiten im Falle Pioneer in einem separaten Mediareceiver stationiert sind.  Bei Panasonic ist alles in einem Gehäuse, was dazu führt, dass das TH-42PV500E mit Sicherheit nicht den Preis für das flachste Panel überhaupt einheimsen wird. Hier wirkt das PDP-435FDE, gerade eben aus seitlicher Sicht, doch merklich eleganter. Erschwerend hinzu kommen noch die Subwoofer-Einheiten, die unten im Gehäuse untergebracht sind. 

Elegant: Chromumrandung in Nähe des SD-Karteneinschubs

Richtig ungelenk oder stümperhaft gestaltet wirkt das Panasonic-Plasma jedoch absolut nicht, im Gegensatz zum Plasmavision P42HTS40ES oder zum NEC 42XR3 strahlt das TH-42PV500E schon einen beachtlichen Level an Gediegenheit aus. Auch kleine Details wie die sorgfältig und hochwertig ausgeführte Klappe über den Front-Bedienelementen und dem Front AV-Eingang sowie das schicke Design mit schmaler Chromeinfassung rund um den SD-Karteneinschub dokumentieren ebenso wie die aus gestalterischer Sicht mustergültig unauffällig integrierten Lautsprecher, dass man bei Panasonic erfreulicherweise viel Sinn für liebvolle, das Auge erfreuende Detaillösungen hat, die vielen Konkurrenten fehlen. 

Sehr sauber integrierte Lautsprecher

Der Rahmen des Displays ist wie bei der Konkurrenz von Pioneer in elegantem schwarzen Klavierlack gehalten und kann stilistisch und qualitativ überzeugen. Die eräterückseite ist ordentlich verarbeitet, die einzelnen Anschlüsse, auch der HDMI 1.1 Eingang, sind sorgfältig eingepasst. 

Akkurat eingepasste HDMI-Schnittstelle

Eleganter Chromring um die Navigationseinheit - genau solche Details sorgen für einen rundherum gediegenen Produkteindruck

Nichts Nachteilhaftes können wir - eine Seltenheit - auch beim leidigen Thema "Qualität der Fernbedienung" ausmachen.  Die Fernbedienung sieht edel aus und wird dem Anspruch des Hauptgerätes somit voll gerecht. Auch hier sorgen Details wie die Chromumrandung um die Navigationseinheit für Freude beim Betrachter. Zusätzlich dokumentiert das immense Gewicht, dass diese Fernbedienung hochwertig aufgebaut ist. 

Kurzfazit:

Pro:

  • Hochwertige Anmutung des Panels (Rahmen, Lautsprecherintegration)

  • Sorgfältige Details (Chromumrandungen, Klappe Front-Bedienelemente)

  • Fernbedienung passt in Optik und Haptik sehr gut zum Hauptgerät

  • Akkurate Einpassung der Anschlüsse

Contra:

  • Oberfläche der Fernbedienung nur aus Kunststoff

Bewertung
Anschlussbestückung

Umfangreich: 3 x Scart, 1 x Komponente und 1 x HDMI

Der Front-Anschluss ist reichhaltig bestückt, denn es findet sich unter der Kappe sowohl ein S-Video- und ein FBAS-Anschluss, als auch ein 2-Kanal-Stereoanschluss und ein PCMCIA-Karteneinschub.  Ebenfalls ist auf der Gerätefront auf der rechten Seite ein Einschub für eine SD-Karte vorhanden. Digitale Bilder, die mittels einer Digitalkamera auf eine SD-Speicherkarte aufgezeichnet wurden, können somit direkt vom Ursprungsmedium und somit ohne vorheriges Brennen auf eine CD wiedergegeben werden. Die Geräterrückseite bietet 3 x Scart (Scart 1: RGB/FBAS, Scart 2: FBAS/S-Video, Scart 3 (AV4-Eingang): RGB/S-Video/FBAS), 1 x Komponente, 1 x HDMI, 1 x Audio-Ausgang und 1 x Audio-Eingang (passend zum Komponenteneingang). Hinzu kommt noch ein analoger D-Sub-Eingang für den analogen Anschluss der Grafikkarte eines PCs. Die Bestückung mit drei Scartbuchsen, aber nur einem Komponenteneingang halten wir für wenig zeitgemäß, da eigentlich nur noch die Komponentenverbindung gerade bei Hightechgeräten wie diesem Plasmabildschirm als analoge Verbindungsart in Frage kommt. Immer mehr wird über die digitale HDMI-Schnittstelle verbunden, daher halten wir hier den Weg, den beispielsweise Pioneer oder Toshiba gehen (Pioneer bietet eine Ausstattungsvariante/XDE der neuen 6G Plasmas mit 2 HDMI-Schnittstellen an, Toshiba hat LCD-TVs mit zwei HDMI-Schnittstellen im Sortiment), für zukunftsorientierter. 

Kurzfazit:

Pro:

  • Komponente und HDMI

  • PC-Eingang

  • PCMCIA- und SD-Karten-Einschub

Contra:

  • Nur 1 x HDMI

  • 2 x Komponente und 2 x Scart wäre sinnvoller als 3 x Scart und 1 x Komponente

Bewertung
Ausstattung

Widmen wir uns zunächst den verschiedenen Menüs:

Das Hauptmenü, von dem aus man sich in die drei Submenüs bewegen kann. Durch die übersichtliche Struktur macht Panasonic es auch Novizen leicht, sich zurecht zu finden

Im Bildeinstellungsmenü gibt es zunächst die eigenen Regler für Helligkeit, Bildschärfe, Kontrast und Farbton.  Bei "Farbton" gibt es neben "normal" noch "kühl" und "warm", die angenehm neutrale "normal"-Einstellung passt für eigentlich fast jedes Ausgangsmaterial. Für den NTSC-Betrieb steht eine "Tint"-Funktion (Regelung der Rot-Grün-Balance) zur Verfügung. Ebenfalls gibt es ab Werk vorprogrammierte Bildfelder (normal, Kino, dynamisch und automatisch). In allen Modi kann der User die Einstellungen weiter nachbearbeiten und für jeden Bildmodus sich eine selbst optimierte Bildeinstellung zulegen. Es gibt noch zwei Rauschunterdrückungen, eine kümmert sich um das Bildrauschen im Gesamten (Picture Noise Reduction, P-NR) und eine andere speziell um MPEG-Artefakte, die bei der verlustbehafteten MPEG-Komprimierung entstehen (MPEG NR). Es gibt noch einen "3D Comb" Filter für die Optimierung von Standbildern und Zeitlupendarstellungen (bessere Farbwiedergabe, mehr Bildschärfe). 

Im Tonmenü gibt es nicht allzu viele Optionen, neben den obligatorischen Reglern für Höhen/Tiefen/Balance erhält der geneigte Kunde noch eine Regelmöglichkeit für die Kopfhörerlautstärke. Eine einschaltbare Raumklang-Funktion und eine wählbare akustische Ausrichtung auf die Stimm- oder die Musikwiedergabe runden hier die Parameterauswahl ab. 

Weitere Settings für den elementaren Betrieb findet der Anwender unter dem Menüpunkt "Installation"

Ein wichtiges Merkmal stellen immer die verschiedenen Justagemöglichkeiten für die Bildanzeige ("Aspect") dar. Hier bei unserem Testgerät gibt es zunächst einmal das Programm "Panasonic Auto", welches selbstständig durch Bildanalyse das optimale Bildseitenverhältnis festlegt, um das Bild möglichst unverzerrt auf dem Bildschirm anzuzeigen. Diese "Auto" Funktion funktioniert auch in der Praxis sehr gut, wie wir bereits kürzlich bei unserem Test des Panasonic TX-26LX50F feststellen konnten. 

Natürlich gibt es noch weitere Modi: "16:9" für richtige anamorphe Bilder z.B. von einer DVD, dann gibt es "14:9", "4:3" und verschiedene Zoom-Einstellungen für eine vergrößerte Wiedergabe von Ausschnitten des Ursprungsbildes. Möchte man ein 4:3 Bild auf dem ganzen Bildschirm darstellen, kann man mittels horizontalem Stretching das Bild auf dem ganzen Schirm wiedergeben. 

Weitere Funktionen umfassen eine PiP (Picture in Picture, Bild im Bild) - Wiedergabe (hier wird ein 2. kleines Bild mit einer 2. Signalquelle innerhalb des Hauptbildes eingefügt), auch findet sich "Picture out of Picture", hier wird ein 2. Screen außerhalb des Hauptbildes dargestellt sowie "Picture and Picture", in diesem dritten Fall werden zwei identisch große Wiedergabebilder nebeneinander dargestellt. 

Technische Merkmale des TH-42PV500E

Um eine möglichst optimale Bildqualität zu realisieren, wurde aus dem Vollen geschöpft. 8,6 Milliarden darstellbare Farben sollen für eine klare, natürliche Farbwiedergabe sorgen.  Die Konkurrenz von Pioneer (rund 7 Milliarden) sowie Fujitsu General (1 Milliarde) schafft diese Werte nicht oder nicht ganz, nur NEC (68,7 Milliarden Farben, 4.096 Graustufen) übertrumpft die Konkurrenz deutlich. Dass die Anzahl der darstellbaren Farben allein jedoch noch nichts oder nur wenig aussagt, lernen wir in der Praxis immer wieder. Daher können wir nur den Ratschlag erteilen, sich nicht zu sehr von einem hoch liegenden Wert blenden zu lassen, sondern in der Praxis sorgfältig zu überprüfen, wie das Bild denn wirklich aussieht. 

Die bei der mittlerweile achten Panasonic Plasma-Generation insgesamt 2.048 Graustufen sollen dank der neuen Real Gamma Control für wirklichkeitsnahe Bilder sorgen. Das menschliche Augen reagiert auf Abstufungsfehler in dunklen Bildbereichen sehr sensibel, es fällt sofort auf, wenn Abstufungen nicht vorhanden sind, sozusagen Details in einem dunklen "Einheitsbrei" versinken. Die Viera-Plasmas stellen nun mit doppelt so vielen Graustufen wie bisher bei Panasonic dar, was für mehr Detailreichtum und Plastizität sorgt. 

Voraussetzung ist natürlich eine komplett einwandfreie Farbverarbeitung dunkler Farbsignale. Panasonic operiert hier mit einer 14-Bit-Farbverarbeitung, was Brillanz und Farbreinheit garantieren soll. Auch dazu gehört das das 3-D-Farbmanagement-System, das auf einer dreidimensionalen Korrektur der Farbdifferenzierungs- und Helligkeitsebene und erreicht so eine besonders präzise Farbsteuerung. 

Der laut Werksangaben 3000:1 Kontrast ist ebenfalls ein Kennzeichen des Displays, allerdings sind die Kontrastangaben der Hersteller immer mit Vorsicht zu genießen. Wie dem auch sei, in der Praxis war der Kontrast wirklich ungemein hoch, wie unsere Bildtestreihen später zeigen werden.

Das neue "Real Black Drive System" reduziert den Wert  der Vorentladungen auf etwa 1/10 von dem Wert bisheriger Plasmabildschirme, was auch für eine tiefe, klare, satten Schwarzwiedergabe verantwortlich sein soll und für überragende Kontrastwerte, gekennzeichnet durch einen weiter in Richtung 100 % Schwarz tendierende Erweiterung, garantieren. Das gesamte Bild wirkt tatsächlich plastischer durch die hervorragende Schwarzwiedergabe. Aber dazu später in der Bildwertung mehr. 

Der "Sub Pixel Controller" soll Kanten glätten und so unschöne Treppenstufenmuster besonders an schrägen Objektkanten glätten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, welche die drei RGB-Farbkanäle in einem Gang bearbeiten, kontrolliert und korrigiert er - wenn notwendig - jeden einzelnen Bildpunkt. Mit seiner Pixel-für-Pixel-Bearbeitung sorgt der Sub-Pixel Controller für eine in der Praxis sichtbar besseren Bilddarstellung ohne Artefakte und bekämpft auch einzelne Bildpunkte, die "aus der Reihe" tanzen, wirksam. 

Auch integriert: Eine bewegungsbedingte Rauschunterdrückung. Die Bewegungsbedingte Rauschunterdrückung erkennt Bewegtbildmuster und eliminiert eventuelle Störungen. Durch die sehr viel feinere und präzisere Verarbeitung der Signale kann die Bildqualität erheblich gesteigert werden. Saubere, kristallklare Bilder sind selbst bei schnellen Szenen garantiert.

Im neuen Plasma Panel der 8-ten Generation konnte die Effizienz der Gas-Entladung deutlich verbessert werden. Im Vergleich zu Vormodellen wurden die Helligkeitswerte der neuen Plasma Panel laut Panasonic um bis zu 10% gesteigert werden, was zu besserer Bildwiedergabe auch unter starker externer Lichteinstrahlung führt. Auch ein neuer Schwarzfilter kommt zum Einsatz. Bei hellem Umgebungslicht reduziert der Schwarzfilter die Lichtdurchlässigkeit des Frontglases. So verblassen auch bei direkter Sonneneinstrahlung weder die frischen Farben noch tiefschwarze Bildanteile. Die spezielle Panasonic Oberflächenveredelung des Schwarzfilters eliminiert Reflexionen auf der Bildfläche. Auch bei externem Lichteinfall sollen Farbbrillanz und Schwarzwert nicht sinken. 

Kurzfazit:

Pro:

  • Aufwändige Signalverarbeitung

  • Neueste Paneltechnologie

  • Effektive Rauschfilter

Contra:

  • Video-EQ nur mit durchschnittlicher Anzahl an Parametern

Bewertung
Bedienung

Fernbedienung mit klarer Funktionsgliederung

Hat man sich an die Eingangs-Umschaltung gewöhnt, geht die Bedienung eigentlich recht einfach vonstatten. Die Fernbedienung hat zwar etwas schwergängige Knöpfe, sie liegt jedoch gut in der Hand. Besonders lobend zu erwähnen sind die beiden großen Wipptasten für Lautstärke und Programmfortschaltung, die Zifferntasten sind ebenfalls sehr groß und problemlos zu handhaben. Damit haben auch ältere Menschen keine Probleme bei der Bedienung wichtiger Grundfunktionen. Das Navigationskreuz scheint zunächst relativ weit oben angebracht zu sein, in der Bedienpraxis jedoch merkt man rasch, dass das Handling mit dieser Unterbringung im oberen Drittel des IR-Controllers bestechend einfach ist. Wir vermissen nur, wie bei praktisch allen Konkurrenzmodellen, eine Beleuchtungsmöglichkeit. Wie wir bereits erwähnten, sind die Menüs logisch aufgebaut und sind nicht mit Funktionen überfrachtet. 

Unter einer kleinen Klappe befinden sich noch weniger oft benötigte Bedienelemente der Fernbedienung

Bewertung
Bildqualität

Bei der Beurteilung der Bildqualität fällt auf, dass der Panasonic-Plasmafernseher über Scart-RGB und HDMI, jeweils in Werkseinstellung betrachtet, ein in Bezug auf Helligkeit und Kontrast identisches Bild macht, während zumindest unser Testsample über Komponente (natürlich ebenfalls mit identischer Einstellung getestet) ein merklich dunkleres und weniger kontrastreiches Wiedergabebild zu beobachten war. Natürlich kann mit mittels des Video-EQ nachjustieren, jedoch bleibt die gesamte visuelle Harmonie hinter dem Ergebnis über Scart-RGB bzw. HDMI zurück. Der zum direkten Vergleich herangezogene Pioneer PDP-435FDE hat in allen drei Anschlussvarianten (HDMI, Komponente, Scart-RGB) praktisch identische Helligkeits- und Kontrastwerte. 

Trotz dieses kleinen Mankos bei unserem Testgerät endet die Bildwertung mit einem triumphalen Durchmarsch des TH-42PV500E. Das beginnt bereits dann, wenn man den eben bereits erwähnten Anschluss herkömmlicher Art und Weise über Scart-RGB wählen.  Diese Anschlussart ist zu kommentieren, denn wenn das Plasma so mit dem Zuspieler verbunden ist, muss es gleich mehrere Signalverarbeitungsprozesse größeren Ausmaßes selbstständig durchführen. 

Zum einen bekommt das Plasma ein analoges Signal vom DVD-Player zugespielt. Also muss zunächst eine Wandlung von der analogen in die digitale Ebene erfolgen, damit das Panasonic-Gerät intern die Weiterverarbeitung beginnen kann. Hier, in dieser A/D-Wandlung, ist die erste mögliche Fehlerquelle zur Bildverschlechterung enthalten, denn wird ein unterdurchschnittlicher A/D-Wandler eingesetzt, so zeigen sich die Resultate in Schattenmustern und nicht stimmigen Objektkonturen.  

Das zweite, was das Plasma machen muss, ist, das eingehende Signal nach der A/D-Wandlung von einem Halb- in ein Vollbildsignal zu verwandeln (De-Interlacing), denn ein Plasma ist technisch anders als ein herkömmlichen Röhrenfernseher aufgebaut und benötigt zwingend Vollbildsignale für die Bildwiedergabe. Genau dieses De-Interlacing ist, wie wir schon häufig festgestellt haben, ein heikler Punkt, da ein qualitativ überzeugendes De-Interlacing  ohne störendes Ruckeln, ohne unschöne Pixelbildungen, ohne einen matschig wirkenden Bildeindruck und ohne die visuelle Harmonie einschränkende Bewegungsunschärfen nur mit erheblichem technischen Aufwand, der entsprechend auch Geld kostet, zu realisieren ist. 

Panasonic hat offensichtlich weder bei Punkt 1 noch bei Punkt 2 gespart, denn es sind ausschließlich hervorragende Ergebnisse, die uns vom TH-42PV500E präsentiert werden. Klare, saubere Objektkanten ohne erkennbare Doppelkonturen, keine diffusen Schattenmuster, dazu eine einwandfreie Bewegungsdarstellung, die auch bei raschen Kameraschwenks und schnellen Bewegungen der Protagonisten stets Herr der Lage bleibt. Keine unschönen Ruckeleffekte sind dem Panasonic vorzuwerfen, ebenso leistet er sich nicht den Fauxpas unschöner Pixelbildungen. Zu loben ist die unter allen Bedingungen gleichbleibende Bildschärfe und Detailtreue. 

Kommen wir zu einem weiteren Punkt, um welchen sich das Plasma eigenständig kümmern muss: Das Upscaling des Signals auf die native Panelauflösung. Das Signal hatte in unserem Falle die 720 x 576 PAL Auflösung, und dieses muss nun auf die 1.024 x 768 Pixel des Panasonic-Panels intern hochgerechnet werden. Die Upscalingarbeit gelingt unserem Testkandidaten ebenfalls ausgezeichnet. Im Vergleich mit einem anerkannt guten Denon DVD-2910 sowie einem exzellenten Denon DVD-3910  konnte sich das TH-42PV500E sehr gut in Szene setzen. Der DVD-3910 modellierte das Bild (die beiden Denons wurden über HDMI angeschlossen, Scaling Einstellung 720p, denn nur mittels HDMI bzw., sollte diese Verbindung gefragt sein, DVI ist es prinzipiell möglich, hochskalierte Bilder aus dem DVD-Spieler herauszuleiten, dies liegt in kopierschutztechnischen Faktoren begründet) noch ein wenig präziser, aber der Panasonic, und das ist aller Ehren Wert, bewegt sich auf dem Level des DVD-2910. 

Auch kleine Objekte bleiben ruhig, es ist kein unschönes Flimmern oder Zittern feststellbar, das Gesamtbild wirkt natürlich scharf, und es sind keine Rauschmuster, die von einem unzureichenden Upscaling herrühren, zu erkennen. Hochfrequente Bilddetails werden stets klar und feinfühlig präsentiert.

Gehen wir weiter in der Bedienung der Bildqualität, widmen wir uns nun nach der ersten, überblickartigen Beurteilung von De-Interlacing, Upscaling und A/D-Wandlung, weiteren Faktoren. 

Und hier ist erst einmal eine Sonder-Gratulation an Panasonic fällig: Wir hatten bislang kein Plasma in unserer Testredaktion, welches mit einem ähnlich tiefen und satten Schwarz das Auge des Betrachters verwöhnte. Dadurch steigt auch die Bild-Plastizität auch deutlich, und ebenfalls verbessert sich durch die hervorragende Schwarzwiedergabe auch der Kontrastumfang nach unten hin nachhaltig.  Auch die sonstige Farbwiedergabe ist ungemein überzeugend, klar, natürlich und brillant, lässt es der Panasonic nicht an farblicher Güte mangeln. Auffällig ist auch, dass sich der Panasonic kaum störende Treppenstufenmuster an Objektkanten leistet, wohl ein Verdienst der sehr guten internen Kantenglättung. 

Gehen wir nun ins Detail und beschreiben zunächst unsere Eindrücke bei den 16:9 Realtestbilder von der DVD-Discovery

Eckdaten:

  • Anschluss mittels Oehlbach-Scartkabels (1,5 Meter)

  • DVD-Player Denon DVD-2910, Denon DVD-3910

  • Gewählte Signalart: Scart RGB

  • Grund der Wahl für diese Art der Signaleinspeisung: Upscaling, De-Interlacing und A/D-Wandlung müssen vom Panasonic durchgeführt werden. 

  • Ziel dieser Testreihen: Unter schwerstmöglichen Arbeitsbedingungen muss der TH-42PV500 zeigen, was er kann

Bei der Wiedergabe der Testbilder konnte sich der Panasonic-Schirm bestens in Szene setzen. Als erstes Testbild wählten wir ein Muster mit verschiedenen Goldmünzen, in einem Haufen übereinander angeordnet. Bei diesem Testbild kann der Panasonic-TV gleich in mehrerer Hinsicht Pluspunkte sammeln. Erster Pluspunkt ist die exzellente Detaillierung, die auch Einzelheiten der Münzprägung jederzeit ans Tageslicht holt. Auch managt der Panasonic die Scharf/Unscharf-Übergänge zwischen dem bewusst unscharf gehaltenen Hintergrund und dem scharfen Vordergrund sehr gut. Seinen herausragenden Kontrastumfang stellt er besonders gut am Beispiel der hell scheinenden Münze, auf die direkt Licht zu treffen scheint, im Bild vorn links unter Beweis. Trotz des stark konzentrierten Helligkeitsfeldes, resultierend aus dem gewünschten externen Lichteinfall bei Schaffung des Testbildes, sind auch Details bei dieser ungünstigen Konstellation, die sehr viel über die Güte des Kontrastumfangs aussagt, untadlig wiedergegeben. 

Kommen wir zum nächsten Testbild, hier ist ein Sonnenuntergang vor einem feingliedrigen Stahlgerüst zu betrachten, hier ist zu beobachten, wie exzellent der Panasonic die vielen in diesem Bild enthaltenen Farbnuancen aufgreift und in fließender, stimmiger Form aufbaut. Kein Übergang wirkt zu grob gerastert, es sind keine unpassend sichtbaren Stufen enthalten. Zudem wirken die Farben sehr echt, was einem tiefen Bildeindruck sehr förderlich ist. Sehr schön auch: Selbst die Teile des Stahlgerüsts, die sich direkt vor der untergehenden,  aber noch in warmem Gelb gleißenden Sonne befinden, werden nicht verschluckt, sondern einwandfrei klar wiedergegeben. Auch hier also ein gut sichtbarer Beweis für die Qualität von Kontrast und Detailtreue. Die feine Struktur der einzelnen Gitterstäbe wird vom Panasonic sehr fein wiedergegeben, Doppelkonturen sind auch bei der kritischen Scart RGB-Ansteuerung nicht zu beobachten.

Ein weiteres Testbild mit vielen bunten Steinen macht auf dem TH-42PV500 ebenfalls einen herausragenden Eindruck. Durch die sehr guten Kontrastverhältnisse und den sehr guten Schwarzwert scheint jeder einzelne Stein wie zum Greifen nahe. Auch die Farbwiedergabe überzeugt durch Neutralität, eine Tugend, die gerade bei LCD- und Plasma-TVs noch Seltenheitswert genießt, meist sind die Farben zu unausgewogen, entweder zu undefiniert, oder zu knallig, aber selten wird ein reales, stimmiges und homogenes Farbgefühl beim Betrachter erzeugt. Besonders ins Auge sticht uns einer dieser bunten Steine, er ist oben herum blaugrau, unten erstrahlt er in rot  - diesen Farbübergang modelliert Panasonics G8 Plasma in absolut souveräner Manier, der Farbübergang verläuft beispielhaft präzise. 

Als nächstes Testbild diente uns ein Exemplar mit Wolkenkratzern unter blauem Himmel. Hier erzeugte der Panasonic ein plastisches und scharfes Bild, die minimal sichtbaren Artefakte rühren hier von der Vorlage her. Der Wolkenkratzer rechts im Bild hat bis oben hin gut erkennbare Stockwerke, und auch sein Pendant links im Bild ist bis zum obersten Stockwerk klar durchmodelliert. 

Mit den bereits zuvor genossenen Spitzenwerten bei Plastizität, Detailtreue und Gesamtbildschärfe trumpft unser Testkandidat auch beim Testbild mit den verschiedenen Zahnrädern groß auf. Man sieht exakt, wie die Zahnräder räumlich angeordnet sind, dieses tiefe, greifbare Bild sorgt für großes Sehvergnügen. 

Das Bild mit den erntefrischen Erdbeeren überzeugt über Scart-RGB ebenfalls. Kein Bildzittern ist zu beobachten, was für eine hochklassige interne Signalverarbeitung spricht. Auch wirkt das Rot der Erdbeeren im direkten Vergleich mit dem Pioneer PDP-435FDE beim Panasonic farblich noch echter, noch treffender, also tiefer und satter. Auch das Grün der Erdbeer-Blätter, beim Pioneer etwas zu stark in Richtung Neongrün tendierend, wird beim TH-42PV500E untadelig natürlich dargestellt. 

Überhaupt, so stellen wir fest, schafft es der Panasonic, den PDP-435FDE in die Schranken zu verweisen. Diese Feststellung fußt auf mehreren Punkten:

  1. Die Farben wirken beim Panasonic noch natürlicher und reiner

  2. Durch den besseren Schwarzwert bekommt das Bild noch mehr Tiefe und Plastitizät

  3. Im hochfrequenten Bereich wirkt die Detaillierung noch etwas ausgeprägter

Wie gesagt, ein unglaublicher Durchmarsch des Panasonic, welcher auch beim Testbild mit dem Früchte-Stilleben seine Fortsetzung findet. Besonders hinten rechts im Bild der Korb mit den blauen Weintrauben und dahinter die Ananas hebt der Panasonic äußerst plastisch hervor. Auch die Kiwi, aufgeschnitten vorne links im Bild, wirkt plastisch, greifbar, hier möchte man selber zugreifen. 

Auch bei der schneebedeckten Berglandschaft sieht man die Ausnahmequalitäten des Panasonic deutlich, denn während andere hier Details der panoramaartig dargestellten Waldlandschaft gerne unverwünscht zusammenfassen, was für einen leicht matschigen Bildeindruck sorgt, stellt der Panasonic jedes Detail sorgfältig dar, wie man es sich eigentlich wünscht.

Wunderschön modelliert der Plasma-TV auch eine rote Rose vor schwarzem Hintergrund heraus. Hier ist besonders bestechend,  dass die Farbgebung der Rose unglaublich natürlich wirkt, im direkten Vergleich kann auch der anerkannt gute Pioneer nicht mit. Seine Rotdarstellung sieht weniger ausdrucksvoll aus und ist insgesamt minimal zu hell. Dass das Panasonic-Panel einen besonders guten Schwarzwert hat, wird ebenfalls wieder deutlich. 

Die attraktive junge Dame mit blondem Haar und den graublauen Augen, die ein rotes Kopftuch aufhat, ist geradezu prädestiniert für einen weiteren Qualitätsbeweis des Panasonic Plasmas. Hier ist es besonders die natürlich wirkende, detaillierte Struktur der Haut, die Hautporen sind sehr plastisch sichtbar gemacht. Aber auch die sehr realistische Hauptfarbe überzeugt, der Pioneer hat im direkten Vergleich einen leichten Gelbstich. 

Im Endeffekt ist aber auch der Pioneer, der im Spätsommer/Herbst von seinem Nachfolger PDP-436FDE ersetzt wird, nach wie vor ein hervorragendes Gerät, welches bei diesen Real-Testbildern nicht fundamental (bis auf den erheblich besseren Schwarzwert des Panasonic) ins Hintertreffen gerät. 

Untersuchen wir weitere visuellen Faktoren. In Bezug auf den Overscan kann man dem Panasonic ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, er neigt kaum zum Abschneiden von Bildeinhalten, lediglich im unteren einstelligen Prozentbereich werden Bildinhalte abgeschnitten, ein ähnlich gutes Ergebnis wie beim PDP-435FDE. 

Die ausgezeichnete Fähigkeit des Panasonic, bei hoher Auflösung sauber darzustellen, manifestiert sich in absolut eindrucksvoller Manier beim 6,75 MHz Testbild. Hier schafft er eine lupenreine Differenzierung zwischen den einzelnen sehr feinen Linien, jede Linie ist in bestechender Schärfe zu erkennen. Sogar das bereits herausragende Niveau des Plasmavision P42HTS40ES kann nochmals übertroffen werden. Selbst über Scart-RGB ist die Wiedergabe frei von Flimmern, Zittern und Bildpumpen - besser geht es praktisch kaum noch. 

Kommen wir nun zu den Filmsequenzen, die wir über den Panasonic betrachtet haben.

Als erstes sahen wir uns Szenen aus dem 2. Teil der "Mumie" an. In der Anfangssequenz marschiert der Skorpionkönig alleine nach verlorener Schlacht durch die menschenleere Wüste. In beeindruckender Manier modelliert das Panasonic-Display auch Feinheiten des Wüstensandes und Details des muskelbepackten Körpers des Skorpionkönigs heraus. Fein werden seine langen Haare wiedergegeben. Hier merkt man richtig, wie diese trostlose Einöde optimal visualisiert werden kann. Exakt detailliert erscheint der Skorpion, den sich dann der Skorpionkönig als "kulinarische Delikatesse" zu Gemüte führt, ebenso tadellos herausgearbeitet wird die urplötzlich erscheinende Oase, jedes einzelne Blatt an den Palmen ist strukturiert erkennbar. Hervorragend bringt der TH-42PV500E danach das blutige Treiben der Armee des Skorpionkönigs zur Geltung, die brennende Stadt mit ihren prächtigen altägyptischen Bauwerken wird bis ins kleinste Detail wiedergegeben. Bevor der Skorpionkönig in die Unendlichkeit abberufen wird und sozusagen bis in alle Ewigkeit darauf wartet, wieder zurück zum Einsatz beordert zu werden, fällt sein Armband in den Wüstensand - die feine Detaillierung des Armbandes gefällt ebenso wie die hervorragende Bewegungswiedergabe und der fein herausgearbeitete sandige Boden. 

Eine visuelle Paraderolle ist das Kapitel 2 in der "Rückkehr der Mumie", Laufzeit ab ca. 4.39 Minuten. Hier lohnt es sich, einmal genau hinzuschauen. Bei dieser Laufzeit wird der Steinboden, von Sand bedeckt, gezeigt, und in der Bildmitte ist eine kleine Statue o.ä. zu sehen. Auf jeden Fall wird dieses Objekt in der Bildschirmmitte extrem gut dargestellt. Bedingt durch den nicht ganz so überragenden Kontrastumfang, stellt auch der Pioneer PDP-435FDE hier nicht jedes Detail mit der vom Panasonic vorgetragenen Präzision dar. Der TH-PV500E verschluckt keine noch so minimale Feinheit in der Dunkelheit. Auch bei der Kamera, die sich langsam durch den beinahe dunklen, nur spärlich beleuchteten Raum bewegt, fällt wieder die exzellente, ruckel- und unschärfefreie De-Interlacingarbeit des Panasonic auf. Hier muss man allerdings direkt anmerken, dass der Pioneer nicht abfällt, sondern nach wie vor durch sein ausgezeichnetes De-Interlacing punkten kann. Auch der Pioneer-interne Scaler ist als sehr gut einzustufen, als Dritter im Bunde mit tadellosem De-Interlacing und sehr gutem Upscaling sowie hervorragender A/D-Wandlung trägt sich der Plasmavision P42HTS40ES in die Bestenliste ein. 

Besonders gut allerdings, dies muss nochmals weiter analysiert werden, ist es wirklich um die Wiedergabe von Bildinhalten bei unterschiedlichen Abstufungen in dunkler Umgebung beim Panasonic bestellt. Hier kann die Konkurrenz nicht folgen, dies zeigt auch eine weitere Sequenz. Brandon Frazer taucht hinter einem Spinnennetz auf, und zwar bei Laufzeit 5.14, als er das Spinnennetz vorsichtig mit der Hand nach unten gleiten lässt. Während der Pioneer Frazers rechte Gesichtshälfte zu einem großen Anteil in der Dunkelheit "stehen" lässt, arbeitet der Panasonic auch in der rechten Gesichtshälfte detailliert heraus, seine Haarsträhne rechts, der Rest vom Mund und das gesamte Auge sind beim TH-42PV500E klar erkennbar.  Hier lässt sich die momentane Überlegenheit des Panasonic Displays sehr gut nachvollziehen.

Auch bei "Star Wars Episode 2" brilliert unser Testkandidat. Hier begeistert die detaillierte Wiedergabe des mit Sternen gefüllten Weltalls, hier macht der Panasonic wiederum seine momentane Sonderstellung deutlich, indem er Sterne auf die Bildfläche bringt, die wir bei vielen Konkurrenten einfach vorenthalten bekommen. Aber nicht nur in solchen Szenen sind die Ergebnisse brillant, auch in anderen Sequenzen weiß der TH-PV500E über alle Maßen zu gefallen: Sei es das sehr gut herausgearbeitete Gesicht des späteren Imperators Palpatine oder sei es die natürlich wirkende Hautfarbe von Mace Windu - überall setzt der Panasonic neue Glanzlichter. Yoda präsentiert sich ebenfalls fein gezeichnet, die grauen Haare auf dem grünen Kopf werden exakt herausgearbeitet. Auch die Struktur der Wände in Palpatines Büro wird sehr ansprechend wiedergegeben. 

Der exzellente Schwarzwert ist wieder in Kapitel 6 zu bewundern, wo die Killerin einen weiteren Auftragsanschlag auf Senatorin Amidala durchführen soll, entsprechend widerwärtiges, hochgiftigstes Getier wird ihr vor der von bunten Neonreklamen durchwirkten Nachtatmosphäre von Django Fett in einem Transportcontainer ausgehändigt. Diese Szene zeigt den Super-Schwarzwert, bei Laufzeit ab 10.30 beweist er wiederum seine Talente: Hier besprechen Obi-Wan und Anakin die weitere Vorgehensweise, wie der Killer dingfest gemacht bzw. weitere Anschläge vereitelt werden können. 

Die Gesichter von Obi-Wan und Anakin werden auch unter schwierigen Lichtverhältnissen akkurat und detailliert wiedergegeben, auch Details des Raums (Struktur von Wänden und Boden, Mobiliar) sind fein durchzeichnet. Störendes Bildrauschen leistet sich der Panasonic praktisch gar nicht - ein weiteres Extralob. Amidalas Schlafgemach in der Dunkelheit, ebenfalls öfters eingeblendet, ist wieder eine Herausforderung für den TH-42PV500E, der z.B. die Struktur der Decke, in die die Senatorin eingewickelt ist, differenziert herausarbeitet. Auch bei Laufzeit  11.08, als sich Anakin (links im Bild) und Obi-Wan (rechts im Bild) unterhalten, ist wunderbar plastisch die nächtliche Kulisse des Planeten Coruscant zu sehen, und kurze Zeit später, bei Laufzeit 11.23, wird der kleine Flugroboter, der sich mit den widerlichen Würmern an Bord in Richtig Amidala entfernt, mit einwandfreier Bewegungsdarstellung und klarer Detaillierung erfasst. 

Kommen wir nun zu "Master and Commander". Auch hier wieder eine aktuelle DVD, und direkt zu beginn (ab Laufzeit ca. 2.30) wird das Schiffsinnere in bislang nicht gekannter Güte ausgeleuchtet, der Unterschied wird beim wiederum als Vergleich angeschlossenen PDP-435FDE deutlich: Der Panasonic besticht einfach durch seinen überragenden Kontrast. Insgesamt realisiert der Panasonic auch hier eine Bildgüte, die bislang auf dem Plasmasektor noch nicht realisiert wurde. Denn auch Einzelheiten wie die Schiffsglocke mit dem Klöppel werden sehr plastisch und harmonisch eingearbeitet dargestellt. Die vielen einzelnen Leinen der Segel-Befestigung erscheinen alle hoch detailliert. Im dritten Kapitel fällt wieder die wunderbar plastische Darstellung des Meeres auf, und auch das Schiff, welches langsam in die Nebelbänke vordringt, wird sehr stimmig dargestellt. Das Können des TH-42PV500E zeigt wiederum der kurze Schwenk aufs Schiffsdeck, wo für wenige Sekunden dunkelbraune Kisten mit Tieren an Bord zu sehen sind: Die Kisten wirken beim Panasonic so plastisch, dass man sie greifen könnte. Jede Einzelheiten auf dem Schiffsdeck sowie an den Uniformen der Schiffsmitglieder wird hervorragend in Szene gesetzt. Die Aufnahmen im Nebel, z.B. als das gegnerische Schiff aus dem Nichts auftaucht, sind durch das praktisch völlig fehlende Bildrauschen als ausgesprochen gelungen zu bezeichnen. 

Fahren wir mit der Eignung des Panasonic für die HDMI-Verbindung fort. Hier ist keinerlei Absinken von Kontrast und Helligkeit im Vergleich zum Scart-RGB-Bild festzustellen.  Wie man nun bei HDMI vorgeht, das ist vom Zuspieler abhängig. Wie wir bereits erwähnten, besitzt der Panasonic einen ausgezeichneten Scaler, so muss man, hat man einen DVD-Player mit internem Scaler, sich die Frage stellen muss, ob der DVD-Spieler oder der Plasmaschirm das Upscaling erledigen soll. Hier sollte man schon über einen sehr guten Zuspieler verfügen, erst in der Leistungsklasse ab 1.300 € kann man bei exaktem Hinsehen minimale Unterschiede ausfindig machen. Große Unterschiede lassen sich jedoch auch dann nicht ausmachen, dies beweist, wie gut die Panasonic-interne Elektronik arbeitet. 

Bewertung 
Klang

Hier kann man sagen, dass der Panasonic erstaunlich gute Leistungen vollbringt. Vom trüben, ausschließlich mittenbetonten Klang ohne jegliche Anflüge von Dynamik ist der TH-42PV500E doch ein gutes Stück entfernt. Das liegt daran, dass nicht irgendwelche Lautsprecher lieblos ins Plasmagehäuse verfrachtet wurde, sondern man sich bei Panasonic mit hörbarem Erfolg Gedanken um eine ansprechende akustische Wiedergabe gemacht hat.

Das Ganze nennt sich "Smart Sound Speaker System" und vereint einige Highlights: So werden die extrem schmalen und kompakten seitlichen Lautsprecher-"Schlitze" von zwei Subwoofern ergänzt, die unten im Gehäuse ihren Standort haben und separat angesteuert werden. Dies hat zum Ergebnis, dass gerade bei moderaten Lautstärken ein durchaus erfreulicher klanglicher Gesamteindruck entsteht. Bilanzierend ist festzuhalten - auch hier die Nähe zu Pioneer - dass sich beide Firmen auch um eine gepflegte Akustik ihrer Plasmas mit Erfolg bemüht haben.

Zwar ist es nicht so - wie gern behauptet wird - dass ausschließlich über die Plasmalautsprecher ein intensiver, räumlicher Film- und Musikgenuss möglich gemacht wird, zaubern kann kein Hersteller. Wer eine sehr beeindruckende Akustik realisiert haben möchte, sollte zu diesem Zweck schon eine eigene zusätzliche AV-Anlage betreiben. Aber für den abendlichen Fernsehfilm, die tägliche Dosis an Nachrichten oder für die Lieblingsserie reicht das Gebotene locker aus. Ebenso kann man z.B. MTV oder VIVA einfach nebenher laufen lassen, ohne durch eine unzureichende Akustik gestört zu werden.

Bewertung (für ein Plasma dieser Bauart) 
Fazit

Das neue TH-PV500E krönt sich zum uneingeschränkten Herrscher in der 42/43 Zoll-Liga der Plasmabildschirme. Die Basis für diesem Durchmarsch liegt im herausragenden Kontrast, im tiefen Schwarzwert und in der erstklassigen Detailwiedergabe. Auch die neutrale, angenehme Farbdarstellung sorgt für hoch erfreute Gesichter beim Testteam. Die praktisch völlige Abwesenheit von Bildrauschen jeglicher Art sowie die sehr gute Darstellung auch schräger Objektkanten ergänzt den erstklassigen Bildeindruck. Die hochwertige Verarbeitung, die praxisgerechte Ausstattung und das einfache Handling vervollständige zusammen mit den wirklich beachtlichen akustischen Leistungen den Premium-Gesamteindruck. Mit Spannung erwarten wir Pioneers Revanche mit dem 6G-Plasma, welches wir nach der IFA gleich unter die Lupe nehmen werden. 

Machtwechsel an der Spitze: Der TH-42PV500E siegt nach einem eindrucksvollen Durchmarsch über die restliche Plasma-Konkurrenz
 
Masterpiece Kategorie Bildwiedergabegeräte
High-End-Klasse
Test 15.07.2005
Preis-/Leistungsverhältnis:

 

Pro:
  • Bester Schwarzwert aller bislang getesteten Plasmaschirme

  • Erstklassiges De-Interlacing und Upscaling

  • Detailwiedergabe im hochfrequenten Bildbereich beispielhaft

  • Neutrale, angenehme Farbdarstellung

  • Bereits über Scart-RGB exzellentes Bild

  • Sehr einfaches Handling

  • Ausgezeichnete Verarbeitung

Contra:
  • Nur ein HDMI-Interface

Technische Daten
  • Abmessungen (B x H x T): 113,8 x 73,0 x 13,8 cm
    Farbe: silber-schwarz
    Gewicht: 40,0 kg
    Bildauflösung: 1024 x 768 Pixel
    Panel: G8 HD Panel (Progressive)
    Bildschirmdiagonale, brutto: 106 cm
    Bildschirmdiagonale, sichtbar: 106 cm
    Kontrastverhältnis: 3000:1
    Farben: 8,6 Millarden
    Farbsysteme: NTSC/PAL/SECAM/PAL
    60Hz/M-NTSC
    Ausgangsleistung: 26 W
    Netzspannung: 220 - 240 V
    Betriebstemperatur: 0°C - 40°C

Produktmerkmale:
  • Bildschirmart
    16:9 Format | Diagonale, brutto/sichtbar 106/106 cm |
    Plasmatechnologie
    Bild
    Auflösung 1024 x 768 Pixel | G8 Plasma Panel | Viera Colour
    Management System mit 8,6 Mrd. Farben | HD-ready |
    Progressive Scan | Sub Pixel Controller | Rauschunterdrückung |
    C.A.T.S. Automatische Kontrastregelung | 3D digitaler
    Kammfilter | Graustufen 2.048 | Kontrastverhältnis 3000 : 1
    Sound
    Smart Sound Speaker System | Ausgangsleistung 26 Watt |
    Ambience Raumklang
    Bedienerfreundlichkeit
    Speicherplätze [TV] 99 | Multi Window: PIP,POP,PAT,PAP mit 1x
    Tuner | SD-Karten-Aufnahme | Bildschirmschoner |
    Bildschirm-Menü (OSD-Sprachen) 23 | Videotext Level 2,5 |
    Videotext-Speicherseiten 2000 | Fernbedienung
    Empfang
    Hyperbandtuner | PAL B/G | PAL D/K | SECAM B/G | SECAM D/K |
    SECAM L | PAL-60 | NTSC | M-NTSC

  • Anschlüsse
    HDMI-Schnittstelle | SD-Karten-Slot | PCMCIA-Anschluss | Scart
    (RGB, S-Video, Composite) 3 | S-Video Eingang (Hosiden) |
    Audio-Eingang L+R (RCA) | Audio-Ausgang (Cinch) |
    VGA-Anschluss (15polig) | Video-Komponenteneingang 3 x RCA |
    YUV-Komponenteneingang (Cinch) | Kopfhöreranschluss

Test: Carsten Rampacher
15. Juli 2005

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