Test: Panasonic TH-42PV500E
15.07.2005 (cr)
Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER
für das Bereitstellen der Hörräume
Einführung
Der LCD- und Plasma-Markt boomt, was nicht zuletzt auch damit
zusammenhängt, dass zum einen die Thematik HDTV auch in Europa eine immer
größere Bedeutung bekommt, zum anderen sinken auch die Preise für Panels
beträchtlich. Ein besonders breites Angebot an Flatpanels findet sich im
Produktprogramm von Panasonic, und zwar sowohl im LCD- als auch im Plasmabereich.
Immer ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis für den Endkunden im Visier,
betreibt Panasonic eine klare größenabhängige Trennung im hauseigenen
Flachbildschirmsortiment: Bis 32 Zoll werden LCD-TVs, darüber Plasma-Fernseher
angeboten.
Die gebräuchlichen Plasmagrößen bei Panasonic lauten 37, 42
und 50 Zoll. Während bei LCD-TVs sich 32 Zoll-Geräte besonderer Beliebtheit
erfreuen, sind es bei den Plasma-Fernsehern die 42- bzw. 43 (Pioneer)
Zoll-Modelle, die besonders viele neue Käufer ansprechen. Sinn in Bezug auf
eine optimale Darstellungsqualität bringt ein 42/43-Zoll-Plasma allerdings
erst, wenn nicht lediglich ein Panel 852 x 480-Auflösung, sondern ein 1.024 x
768-Bildpunkte-Panel eingebaut ist. Denn selbstverständlich kann auch ein
SDTV-Panel mit 852 x 480 Bildpunkten HDTV-Signale darstellen, allerdings nicht
in der eigentlich angedachten Form, vielmehr muss das hochauflösende 1.280 x
720 Signal, welches bei der europäischen HDTV-Bildübertragung standarisiert
verwendet werden soll, auf die native, niedrigere Panelauflösung
herunterskaliert werden. Anders verhält es sich mit einem 1.024 x 768 Panel.
Wird nun ein 1.280 x 768 Signal eingespeist, muss vertikal nicht
heruntergerechnet werden (im Gegenteil, hier findet eine leichte Hochrrechnung
von 720 auf 768 statt), lediglich horizontal (von 1.280 auf 1.024).
Unser Testkandidat entstammt der "VIERA"
Produktfamilie
Nun wollen wir zu unserem Testkandidaten kommen, einem 1.024 x
768-Panel der beliebten 42 Zoll-Klasse, das auf den Namen TH-42PV500E hört, aus
der "Viera"-Familie stammt und
mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3.799 € deutlich macht, dass
Highend-Plasmas keine 5.000 € mehr kosten müssen. Der Panasonic möchte sich
als ganzheitliches Konzept verstanden wissen, um eine hervorragende visuelle
Performance bieten zu können. Mit "ganzheitlichem Konzept" meinen
wir, dass hier ein neu entwickeltes Panel mit aktueller Technologie einher geht
mit einer aufwändig ausgelegten geräteinternen Signalverarbeitung. Da
Panasonic alles selbst entwickelt, ist auch eine optimale Anpassung aller
Komponenten aneinander gegeben. Die Bildsignalverarbeitung soll sich ganz
besonders einer akkuraten Farbwiedergabe, einer effektiven Rauschminderung,
einer Kontrastoptimierung und einer Verbesserung des Schwarzwertes widmen.
Gerade Schwarzwert und Farbwiedergabe beeinflussten zusätzlich auch die
Entwicklung des neuen Panels - mittlerweile der 8. Panasonic-Generation -
maßgeblich.
Das TH-42PV500E hat die gesamte Signalverarbeitungselektronik
sowie die Tunereinheit komplett im Panel-Gehäuse untergebracht
Weiteres Merkmal des TH-42PV500E: Es handelt sich um ein
"All in One"-Gerät, das heißt, Anschlussterminal und TV-Tuner sowie
die komplette Signalverarbeitung sind allesamt im Panelgehäuse untergebracht,
es gibt keinen separaten Mediareceiver. Panasonic möchte sogar noch das
Kunststück geschafft haben, ein wohlklingendes, aber dennoch Platz sparendes
Lautsprechersystem nebst zwei getrennt untergebrachten Subwoofern für die
Tieftonwiedergabe im Gehäuse zu verfrachten. Wir möchten nun in unserem
Praxistest nachprüfen, ob sich der TH-42PV500E, der schon reichlich
Vorschlusslorbeeren einheimsen konnte, gegen unser bisheriges 42/43 Zoll
Masterpiece, den Pioneer 43'' Plasma PDP-435FDE
sowie gegen den bildstarken Plasmavision P42HTS40ES
durchsetzen kann.
Verarbeitung
Im Vergleich zum PDP-435FDE
wirkt das Panasonic-Plasma vom Design her etwas plumper, was auch daran liegt,
dass die versammelte Elektronik zur Bildsignalverarbeitung sowie die Anschlüsse
und die TV-Tuner-Einheiten im Falle Pioneer in einem separaten Mediareceiver
stationiert sind. Bei Panasonic ist alles in einem Gehäuse, was dazu
führt, dass das TH-42PV500E mit Sicherheit nicht den Preis für das flachste
Panel überhaupt einheimsen wird. Hier wirkt das PDP-435FDE,
gerade eben aus seitlicher Sicht, doch merklich eleganter. Erschwerend hinzu
kommen noch die Subwoofer-Einheiten, die unten im Gehäuse untergebracht
sind.
Elegant: Chromumrandung in Nähe des SD-Karteneinschubs
Richtig ungelenk oder stümperhaft gestaltet wirkt das
Panasonic-Plasma jedoch absolut nicht, im Gegensatz zum Plasmavision P42HTS40ES
oder zum NEC 42XR3 strahlt das TH-42PV500E schon
einen beachtlichen Level an Gediegenheit aus. Auch kleine Details wie die
sorgfältig und hochwertig ausgeführte Klappe über den Front-Bedienelementen
und dem Front AV-Eingang sowie das schicke Design mit schmaler Chromeinfassung
rund um den SD-Karteneinschub dokumentieren ebenso wie die aus gestalterischer
Sicht mustergültig unauffällig integrierten Lautsprecher, dass man bei
Panasonic erfreulicherweise viel Sinn für liebvolle, das Auge erfreuende
Detaillösungen hat, die vielen Konkurrenten fehlen.
Sehr sauber integrierte Lautsprecher
Der Rahmen des Displays ist wie bei der Konkurrenz von Pioneer
in elegantem schwarzen Klavierlack gehalten und kann stilistisch und qualitativ
überzeugen. Die eräterückseite ist ordentlich verarbeitet, die einzelnen
Anschlüsse, auch der HDMI 1.1 Eingang, sind sorgfältig eingepasst.
Akkurat eingepasste HDMI-Schnittstelle
Eleganter Chromring um die Navigationseinheit - genau solche
Details sorgen für einen rundherum gediegenen Produkteindruck
Nichts Nachteilhaftes können wir - eine Seltenheit - auch beim
leidigen Thema "Qualität der Fernbedienung" ausmachen. Die
Fernbedienung sieht edel aus und wird dem Anspruch des Hauptgerätes somit voll
gerecht. Auch hier sorgen Details wie die Chromumrandung um die
Navigationseinheit für Freude beim Betrachter. Zusätzlich dokumentiert das
immense Gewicht, dass diese Fernbedienung hochwertig aufgebaut ist.
Kurzfazit:
Pro:
-
Hochwertige Anmutung des Panels (Rahmen,
Lautsprecherintegration)
-
Sorgfältige Details (Chromumrandungen, Klappe
Front-Bedienelemente)
-
Fernbedienung passt in Optik und Haptik sehr gut zum
Hauptgerät
-
Akkurate Einpassung der Anschlüsse
Contra:
Bewertung     
Anschlussbestückung
Umfangreich: 3 x Scart, 1 x Komponente und 1 x HDMI
Der Front-Anschluss ist reichhaltig bestückt, denn es findet sich unter der
Kappe sowohl ein S-Video- und ein FBAS-Anschluss, als auch ein
2-Kanal-Stereoanschluss und ein PCMCIA-Karteneinschub. Ebenfalls ist auf
der Gerätefront auf der rechten Seite ein Einschub für eine SD-Karte
vorhanden. Digitale Bilder, die mittels einer Digitalkamera auf eine
SD-Speicherkarte aufgezeichnet wurden, können somit direkt vom Ursprungsmedium
und somit ohne vorheriges Brennen auf eine CD wiedergegeben werden. Die
Geräterrückseite bietet 3 x Scart (Scart 1: RGB/FBAS, Scart 2: FBAS/S-Video,
Scart 3 (AV4-Eingang): RGB/S-Video/FBAS), 1 x Komponente, 1 x HDMI, 1 x
Audio-Ausgang und 1 x Audio-Eingang (passend zum Komponenteneingang). Hinzu
kommt noch ein analoger D-Sub-Eingang für den analogen Anschluss der
Grafikkarte eines PCs. Die Bestückung mit drei Scartbuchsen, aber nur einem
Komponenteneingang halten wir für wenig zeitgemäß, da eigentlich nur noch die
Komponentenverbindung gerade bei Hightechgeräten wie diesem Plasmabildschirm
als analoge Verbindungsart in Frage kommt. Immer mehr wird über die digitale
HDMI-Schnittstelle verbunden, daher halten wir hier den Weg, den beispielsweise
Pioneer oder Toshiba gehen (Pioneer bietet eine Ausstattungsvariante/XDE der
neuen 6G Plasmas mit 2 HDMI-Schnittstellen an, Toshiba hat LCD-TVs mit zwei
HDMI-Schnittstellen im Sortiment), für zukunftsorientierter.
Kurzfazit:
Pro:
Contra:
Bewertung     
Ausstattung
Widmen wir uns zunächst den verschiedenen Menüs:
Das Hauptmenü, von dem aus man sich in die drei Submenüs
bewegen kann. Durch die übersichtliche Struktur macht Panasonic es auch Novizen
leicht, sich zurecht zu finden
Im Bildeinstellungsmenü gibt es zunächst die eigenen Regler
für Helligkeit, Bildschärfe, Kontrast und Farbton. Bei
"Farbton" gibt es neben "normal" noch "kühl" und
"warm", die angenehm neutrale "normal"-Einstellung passt
für eigentlich fast jedes Ausgangsmaterial. Für den NTSC-Betrieb steht eine
"Tint"-Funktion (Regelung der Rot-Grün-Balance) zur Verfügung.
Ebenfalls gibt es ab Werk vorprogrammierte Bildfelder (normal, Kino, dynamisch
und automatisch). In allen Modi kann der User die Einstellungen weiter
nachbearbeiten und für jeden Bildmodus sich eine selbst optimierte
Bildeinstellung zulegen. Es gibt noch zwei Rauschunterdrückungen, eine kümmert
sich um das Bildrauschen im Gesamten (Picture Noise Reduction, P-NR) und eine
andere speziell um MPEG-Artefakte, die bei der verlustbehafteten
MPEG-Komprimierung entstehen (MPEG NR). Es gibt noch einen "3D Comb"
Filter für die Optimierung von Standbildern und Zeitlupendarstellungen (bessere
Farbwiedergabe, mehr Bildschärfe).
Im Tonmenü gibt es nicht allzu viele Optionen, neben den
obligatorischen Reglern für Höhen/Tiefen/Balance erhält der geneigte Kunde
noch eine Regelmöglichkeit für die Kopfhörerlautstärke. Eine einschaltbare
Raumklang-Funktion und eine wählbare akustische Ausrichtung auf die Stimm- oder
die Musikwiedergabe runden hier die Parameterauswahl ab.
Weitere Settings für den elementaren Betrieb findet der
Anwender unter dem Menüpunkt "Installation"
Ein wichtiges Merkmal stellen immer die verschiedenen
Justagemöglichkeiten für die Bildanzeige ("Aspect") dar. Hier bei
unserem Testgerät gibt es zunächst einmal das Programm "Panasonic
Auto", welches selbstständig durch Bildanalyse das optimale
Bildseitenverhältnis festlegt, um das Bild möglichst unverzerrt auf dem
Bildschirm anzuzeigen. Diese "Auto" Funktion funktioniert auch in der
Praxis sehr gut, wie wir bereits kürzlich bei unserem Test des Panasonic TX-26LX50F
feststellen konnten.
Natürlich gibt es noch weitere Modi: "16:9" für
richtige anamorphe Bilder z.B. von einer DVD, dann gibt es "14:9",
"4:3" und verschiedene Zoom-Einstellungen für eine vergrößerte
Wiedergabe von Ausschnitten des Ursprungsbildes. Möchte man ein 4:3 Bild auf
dem ganzen Bildschirm darstellen, kann man mittels horizontalem Stretching das
Bild auf dem ganzen Schirm wiedergeben.
Weitere Funktionen umfassen eine PiP (Picture in Picture, Bild
im Bild) - Wiedergabe (hier wird ein 2. kleines Bild mit einer 2. Signalquelle
innerhalb des Hauptbildes eingefügt), auch findet sich "Picture out of
Picture", hier wird ein 2. Screen außerhalb des Hauptbildes dargestellt
sowie "Picture and Picture", in diesem dritten Fall werden zwei
identisch große Wiedergabebilder nebeneinander dargestellt.
Technische Merkmale des TH-42PV500E
Um eine möglichst optimale Bildqualität zu realisieren, wurde
aus dem Vollen geschöpft. 8,6 Milliarden darstellbare Farben sollen für eine
klare, natürliche Farbwiedergabe sorgen. Die Konkurrenz von Pioneer (rund
7 Milliarden) sowie Fujitsu General (1 Milliarde) schafft diese Werte nicht oder
nicht ganz, nur NEC (68,7 Milliarden Farben, 4.096 Graustufen) übertrumpft die
Konkurrenz deutlich. Dass die Anzahl der darstellbaren Farben allein jedoch noch
nichts oder nur wenig aussagt, lernen wir in der Praxis immer wieder. Daher
können wir nur den Ratschlag erteilen, sich nicht zu sehr von einem hoch
liegenden Wert blenden zu lassen, sondern in der Praxis sorgfältig zu
überprüfen, wie das Bild denn wirklich aussieht.
Die bei der mittlerweile achten Panasonic Plasma-Generation
insgesamt 2.048 Graustufen sollen dank der neuen Real Gamma Control für
wirklichkeitsnahe Bilder sorgen. Das menschliche Augen reagiert auf
Abstufungsfehler in dunklen Bildbereichen sehr sensibel, es fällt sofort auf,
wenn Abstufungen nicht vorhanden sind, sozusagen Details in einem dunklen
"Einheitsbrei" versinken. Die Viera-Plasmas stellen nun mit doppelt so
vielen Graustufen wie bisher bei Panasonic dar, was für mehr Detailreichtum und
Plastizität sorgt.
Voraussetzung ist natürlich eine komplett einwandfreie
Farbverarbeitung dunkler Farbsignale. Panasonic operiert hier mit einer
14-Bit-Farbverarbeitung, was Brillanz und Farbreinheit garantieren soll. Auch
dazu gehört das das 3-D-Farbmanagement-System, das auf einer dreidimensionalen
Korrektur der Farbdifferenzierungs- und Helligkeitsebene und erreicht so eine
besonders präzise Farbsteuerung.
Der laut Werksangaben 3000:1 Kontrast ist ebenfalls ein
Kennzeichen des Displays, allerdings sind die Kontrastangaben der Hersteller
immer mit Vorsicht zu genießen. Wie dem auch sei, in der Praxis war der
Kontrast wirklich ungemein hoch, wie unsere Bildtestreihen später zeigen
werden.
Das neue "Real Black Drive System" reduziert den
Wert der Vorentladungen auf etwa 1/10 von dem Wert bisheriger
Plasmabildschirme, was auch für eine tiefe, klare, satten Schwarzwiedergabe
verantwortlich sein soll und für überragende Kontrastwerte, gekennzeichnet
durch einen weiter in Richtung 100 % Schwarz tendierende Erweiterung,
garantieren. Das gesamte Bild wirkt tatsächlich plastischer durch die
hervorragende Schwarzwiedergabe. Aber dazu später in der Bildwertung
mehr.
Der "Sub Pixel Controller" soll Kanten glätten und so
unschöne Treppenstufenmuster besonders an schrägen Objektkanten glätten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, welche die drei RGB-Farbkanäle in einem Gang bearbeiten, kontrolliert und korrigiert er - wenn notwendig - jeden einzelnen Bildpunkt. Mit seiner Pixel-für-Pixel-Bearbeitung sorgt der Sub-Pixel Controller für eine
in der Praxis sichtbar besseren Bilddarstellung ohne Artefakte und bekämpft
auch einzelne Bildpunkte, die "aus der Reihe" tanzen, wirksam.
Auch integriert: Eine bewegungsbedingte Rauschunterdrückung. Die Bewegungsbedingte Rauschunterdrückung erkennt Bewegtbildmuster und eliminiert eventuelle Störungen. Durch die sehr viel feinere und präzisere Verarbeitung der Signale kann die Bildqualität erheblich gesteigert werden. Saubere, kristallklare Bilder sind selbst bei schnellen Szenen garantiert.
Im neuen Plasma Panel der 8-ten Generation konnte die Effizienz der Gas-Entladung deutlich verbessert werden. Im Vergleich zu Vormodellen wurden die Helligkeitswerte der neuen Plasma Panel
laut Panasonic um bis zu 10% gesteigert werden, was zu besserer Bildwiedergabe
auch unter starker externer Lichteinstrahlung führt. Auch ein neuer Schwarzfilter
kommt zum Einsatz. Bei hellem Umgebungslicht reduziert der Schwarzfilter die Lichtdurchlässigkeit des Frontglases. So verblassen auch bei direkter Sonneneinstrahlung weder die frischen Farben noch tiefschwarze Bildanteile. Die
spezielle Panasonic Oberflächenveredelung des Schwarzfilters eliminiert Reflexionen
auf der Bildfläche. Auch bei externem Lichteinfall sollen Farbbrillanz und
Schwarzwert nicht sinken.
Kurzfazit:
Pro:
Contra:
Bewertung      
Bedienung

Fernbedienung mit klarer Funktionsgliederung
Hat man sich an die Eingangs-Umschaltung gewöhnt, geht die
Bedienung eigentlich recht einfach vonstatten. Die Fernbedienung hat zwar etwas
schwergängige Knöpfe, sie liegt jedoch gut in der Hand. Besonders lobend zu
erwähnen sind die beiden großen Wipptasten für Lautstärke und
Programmfortschaltung, die Zifferntasten sind ebenfalls sehr groß und
problemlos zu handhaben. Damit haben auch ältere Menschen keine Probleme bei
der Bedienung wichtiger Grundfunktionen. Das Navigationskreuz scheint zunächst
relativ weit oben angebracht zu sein, in der Bedienpraxis jedoch merkt man
rasch, dass das Handling mit dieser Unterbringung im oberen Drittel des
IR-Controllers bestechend einfach ist. Wir vermissen nur, wie bei praktisch
allen Konkurrenzmodellen, eine Beleuchtungsmöglichkeit. Wie wir bereits
erwähnten, sind die Menüs logisch aufgebaut und sind nicht mit Funktionen
überfrachtet.

Unter einer kleinen Klappe befinden sich noch weniger oft
benötigte Bedienelemente der Fernbedienung
Bewertung      
Bildqualität
Bei der Beurteilung der Bildqualität fällt auf, dass der
Panasonic-Plasmafernseher über Scart-RGB und HDMI, jeweils in Werkseinstellung
betrachtet, ein in Bezug auf Helligkeit und Kontrast identisches Bild macht,
während zumindest unser Testsample über Komponente (natürlich ebenfalls mit
identischer Einstellung getestet) ein merklich dunkleres und weniger
kontrastreiches Wiedergabebild zu beobachten war. Natürlich kann mit mittels
des Video-EQ nachjustieren, jedoch bleibt die gesamte visuelle Harmonie hinter
dem Ergebnis über Scart-RGB bzw. HDMI zurück. Der zum direkten Vergleich
herangezogene Pioneer
PDP-435FDE hat in allen drei Anschlussvarianten (HDMI, Komponente,
Scart-RGB) praktisch identische Helligkeits- und Kontrastwerte.
Trotz dieses kleinen Mankos bei unserem Testgerät endet die
Bildwertung mit einem triumphalen Durchmarsch des TH-42PV500E. Das beginnt
bereits dann, wenn man den eben bereits erwähnten Anschluss herkömmlicher Art
und Weise über Scart-RGB wählen. Diese Anschlussart ist zu kommentieren,
denn wenn das Plasma so mit dem Zuspieler verbunden ist, muss es gleich mehrere
Signalverarbeitungsprozesse größeren Ausmaßes selbstständig
durchführen.
Zum einen bekommt das Plasma ein analoges Signal vom DVD-Player
zugespielt. Also muss zunächst eine Wandlung von der analogen in die digitale
Ebene erfolgen, damit das Panasonic-Gerät intern die Weiterverarbeitung
beginnen kann. Hier, in dieser A/D-Wandlung, ist die erste mögliche
Fehlerquelle zur Bildverschlechterung enthalten, denn wird ein
unterdurchschnittlicher A/D-Wandler eingesetzt, so zeigen sich die Resultate in
Schattenmustern und nicht stimmigen Objektkonturen.
Das zweite, was das Plasma machen muss, ist, das eingehende
Signal nach der A/D-Wandlung von einem Halb- in ein Vollbildsignal zu verwandeln
(De-Interlacing), denn ein Plasma ist technisch anders als ein
herkömmlichen Röhrenfernseher aufgebaut und benötigt zwingend Vollbildsignale
für die Bildwiedergabe. Genau
dieses De-Interlacing ist, wie wir schon häufig festgestellt haben, ein heikler
Punkt, da ein qualitativ überzeugendes De-Interlacing ohne störendes
Ruckeln, ohne unschöne Pixelbildungen, ohne einen matschig wirkenden
Bildeindruck und ohne die visuelle Harmonie einschränkende Bewegungsunschärfen
nur mit erheblichem technischen Aufwand, der entsprechend auch Geld kostet, zu
realisieren ist.
Panasonic hat offensichtlich weder bei Punkt 1 noch bei Punkt 2
gespart, denn es sind ausschließlich hervorragende Ergebnisse, die uns vom
TH-42PV500E präsentiert werden. Klare, saubere Objektkanten ohne erkennbare
Doppelkonturen, keine diffusen Schattenmuster, dazu eine einwandfreie
Bewegungsdarstellung, die auch bei raschen Kameraschwenks und schnellen
Bewegungen der Protagonisten stets Herr der Lage bleibt. Keine unschönen
Ruckeleffekte sind dem Panasonic vorzuwerfen, ebenso leistet er sich nicht den
Fauxpas unschöner Pixelbildungen. Zu loben ist die unter allen Bedingungen
gleichbleibende Bildschärfe und Detailtreue.
Kommen wir zu einem weiteren Punkt, um welchen sich das Plasma
eigenständig kümmern muss: Das Upscaling des Signals auf die native
Panelauflösung. Das Signal hatte in unserem Falle die 720 x 576 PAL Auflösung,
und dieses muss nun auf die 1.024 x 768 Pixel des Panasonic-Panels intern
hochgerechnet werden. Die Upscalingarbeit gelingt unserem Testkandidaten
ebenfalls ausgezeichnet. Im Vergleich mit einem anerkannt guten Denon DVD-2910
sowie einem exzellenten Denon DVD-3910
konnte sich das TH-42PV500E sehr gut in Szene setzen. Der DVD-3910 modellierte
das Bild (die beiden Denons wurden über HDMI angeschlossen, Scaling Einstellung
720p, denn nur mittels HDMI bzw., sollte diese Verbindung gefragt sein, DVI ist
es prinzipiell möglich, hochskalierte Bilder aus dem DVD-Spieler
herauszuleiten, dies liegt in kopierschutztechnischen Faktoren begründet) noch
ein wenig präziser, aber der Panasonic, und das ist aller Ehren Wert, bewegt
sich auf dem Level des DVD-2910.
Auch kleine Objekte bleiben ruhig, es ist kein unschönes
Flimmern oder Zittern feststellbar, das Gesamtbild wirkt natürlich scharf, und
es sind keine Rauschmuster, die von einem unzureichenden Upscaling herrühren,
zu erkennen. Hochfrequente Bilddetails werden stets klar und feinfühlig
präsentiert.
Gehen wir weiter in der Bedienung der Bildqualität, widmen wir
uns nun nach der ersten, überblickartigen Beurteilung von De-Interlacing,
Upscaling und A/D-Wandlung, weiteren Faktoren.
Und hier ist erst einmal eine Sonder-Gratulation an Panasonic
fällig: Wir hatten bislang kein Plasma in unserer Testredaktion, welches mit
einem ähnlich tiefen und satten Schwarz das Auge des Betrachters verwöhnte.
Dadurch steigt auch die Bild-Plastizität auch deutlich, und ebenfalls
verbessert sich durch die hervorragende Schwarzwiedergabe auch der
Kontrastumfang nach unten hin nachhaltig. Auch die sonstige Farbwiedergabe
ist ungemein überzeugend, klar, natürlich und brillant, lässt es der
Panasonic nicht an farblicher Güte mangeln. Auffällig ist auch, dass sich der
Panasonic kaum störende Treppenstufenmuster an Objektkanten leistet, wohl ein
Verdienst der sehr guten internen Kantenglättung.
Gehen wir nun ins Detail und beschreiben zunächst unsere
Eindrücke bei den 16:9 Realtestbilder von der DVD-Discovery.
Eckdaten:
-
Anschluss mittels Oehlbach-Scartkabels (1,5 Meter)
-
DVD-Player Denon DVD-2910,
Denon DVD-3910
-
Gewählte Signalart: Scart RGB
-
Grund der Wahl für diese Art der Signaleinspeisung:
Upscaling, De-Interlacing und A/D-Wandlung müssen vom Panasonic
durchgeführt werden.
-
Ziel dieser Testreihen: Unter schwerstmöglichen
Arbeitsbedingungen muss der TH-42PV500 zeigen, was er kann
Bei der Wiedergabe der Testbilder konnte sich der
Panasonic-Schirm bestens in Szene setzen. Als erstes Testbild wählten wir ein
Muster mit verschiedenen Goldmünzen, in einem Haufen übereinander angeordnet.
Bei diesem Testbild kann der Panasonic-TV gleich in mehrerer Hinsicht Pluspunkte
sammeln. Erster Pluspunkt ist die exzellente Detaillierung, die auch
Einzelheiten der Münzprägung jederzeit ans Tageslicht holt. Auch managt der
Panasonic die Scharf/Unscharf-Übergänge zwischen dem bewusst unscharf
gehaltenen Hintergrund und dem scharfen Vordergrund sehr gut. Seinen
herausragenden Kontrastumfang stellt er besonders gut am Beispiel der hell
scheinenden Münze, auf die direkt Licht zu treffen scheint, im Bild vorn links
unter Beweis. Trotz des stark konzentrierten Helligkeitsfeldes, resultierend aus
dem gewünschten externen Lichteinfall bei Schaffung des Testbildes, sind auch
Details bei dieser ungünstigen Konstellation, die sehr viel über die Güte des
Kontrastumfangs aussagt, untadlig wiedergegeben.
Kommen wir zum nächsten Testbild, hier ist ein Sonnenuntergang
vor einem feingliedrigen Stahlgerüst zu betrachten, hier ist zu beobachten, wie
exzellent der Panasonic die vielen in diesem Bild enthaltenen Farbnuancen
aufgreift und in fließender, stimmiger Form aufbaut. Kein Übergang wirkt zu
grob gerastert, es sind keine unpassend sichtbaren Stufen enthalten. Zudem
wirken die Farben sehr echt, was einem tiefen Bildeindruck sehr förderlich ist.
Sehr schön auch: Selbst die Teile des Stahlgerüsts, die sich direkt vor der
untergehenden, aber noch in warmem Gelb gleißenden Sonne befinden, werden
nicht verschluckt, sondern einwandfrei klar wiedergegeben. Auch hier also ein
gut sichtbarer Beweis für die Qualität von Kontrast und Detailtreue. Die feine
Struktur der einzelnen Gitterstäbe wird vom Panasonic sehr fein wiedergegeben,
Doppelkonturen sind auch bei der kritischen Scart RGB-Ansteuerung nicht zu
beobachten.
Ein weiteres Testbild mit vielen bunten Steinen macht auf dem
TH-42PV500 ebenfalls einen herausragenden Eindruck. Durch die sehr guten
Kontrastverhältnisse und den sehr guten Schwarzwert scheint jeder einzelne
Stein wie zum Greifen nahe. Auch die Farbwiedergabe überzeugt durch
Neutralität, eine Tugend, die gerade bei LCD- und Plasma-TVs noch
Seltenheitswert genießt, meist sind die Farben zu unausgewogen, entweder zu
undefiniert, oder zu knallig, aber selten wird ein reales, stimmiges und
homogenes Farbgefühl beim Betrachter erzeugt. Besonders ins Auge sticht uns
einer dieser bunten Steine, er ist oben herum blaugrau, unten erstrahlt er in
rot - diesen Farbübergang modelliert Panasonics G8 Plasma in absolut
souveräner Manier, der Farbübergang verläuft beispielhaft präzise.
Als nächstes Testbild diente uns ein Exemplar mit
Wolkenkratzern unter blauem Himmel. Hier erzeugte der Panasonic ein plastisches
und scharfes Bild, die minimal sichtbaren Artefakte rühren hier von der Vorlage
her. Der Wolkenkratzer rechts im Bild hat bis oben hin gut erkennbare
Stockwerke, und auch sein Pendant links im Bild ist bis zum obersten Stockwerk
klar durchmodelliert.
Mit den bereits zuvor genossenen Spitzenwerten bei Plastizität,
Detailtreue und Gesamtbildschärfe trumpft unser Testkandidat auch beim Testbild
mit den verschiedenen Zahnrädern groß auf. Man sieht exakt, wie die Zahnräder
räumlich angeordnet sind, dieses tiefe, greifbare Bild sorgt für großes
Sehvergnügen.
Das Bild mit den erntefrischen Erdbeeren überzeugt über
Scart-RGB ebenfalls. Kein Bildzittern ist zu beobachten, was für eine
hochklassige interne Signalverarbeitung spricht. Auch wirkt das Rot der
Erdbeeren im direkten Vergleich mit dem Pioneer
PDP-435FDE beim Panasonic farblich noch echter, noch treffender, also
tiefer und satter. Auch das Grün der Erdbeer-Blätter, beim Pioneer etwas zu
stark in Richtung Neongrün tendierend, wird beim TH-42PV500E untadelig
natürlich dargestellt.
Überhaupt, so stellen wir fest, schafft es der Panasonic, den
PDP-435FDE in die Schranken zu verweisen. Diese Feststellung fußt auf
mehreren Punkten:
-
Die Farben wirken beim Panasonic noch natürlicher und
reiner
-
Durch den besseren Schwarzwert bekommt das Bild noch mehr
Tiefe und Plastitizät
-
Im hochfrequenten Bereich wirkt die Detaillierung noch etwas
ausgeprägter
Wie gesagt, ein unglaublicher Durchmarsch des Panasonic, welcher
auch beim Testbild mit dem Früchte-Stilleben seine Fortsetzung findet.
Besonders hinten rechts im Bild der Korb mit den blauen Weintrauben und dahinter
die Ananas hebt der Panasonic äußerst plastisch hervor. Auch die Kiwi,
aufgeschnitten vorne links im Bild, wirkt plastisch, greifbar, hier möchte man
selber zugreifen.
Auch bei der schneebedeckten Berglandschaft sieht man die
Ausnahmequalitäten des Panasonic deutlich, denn während andere hier Details
der panoramaartig dargestellten Waldlandschaft gerne unverwünscht
zusammenfassen, was für einen leicht matschigen Bildeindruck sorgt, stellt der
Panasonic jedes Detail sorgfältig dar, wie man es sich eigentlich wünscht.
Wunderschön modelliert der Plasma-TV auch eine rote Rose vor
schwarzem Hintergrund heraus. Hier ist besonders bestechend, dass die
Farbgebung der Rose unglaublich natürlich wirkt, im direkten Vergleich kann
auch der anerkannt gute Pioneer nicht mit. Seine Rotdarstellung sieht weniger
ausdrucksvoll aus und ist insgesamt minimal zu hell. Dass das Panasonic-Panel
einen besonders guten Schwarzwert hat, wird ebenfalls wieder deutlich.
Die attraktive junge Dame mit blondem Haar und den graublauen
Augen, die ein rotes Kopftuch aufhat, ist geradezu prädestiniert für einen
weiteren Qualitätsbeweis des Panasonic Plasmas. Hier ist es besonders die
natürlich wirkende, detaillierte Struktur der Haut, die Hautporen sind sehr
plastisch sichtbar gemacht. Aber auch die sehr realistische Hauptfarbe
überzeugt, der Pioneer hat im direkten Vergleich einen leichten Gelbstich.
Im Endeffekt ist aber auch der Pioneer, der im
Spätsommer/Herbst von seinem Nachfolger PDP-436FDE
ersetzt wird, nach wie vor ein hervorragendes Gerät, welches bei diesen
Real-Testbildern nicht fundamental (bis auf den
erheblich besseren Schwarzwert des Panasonic) ins Hintertreffen gerät.
Untersuchen wir weitere visuellen Faktoren. In Bezug auf den
Overscan kann man dem Panasonic ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, er neigt kaum
zum Abschneiden von Bildeinhalten, lediglich im unteren einstelligen
Prozentbereich werden Bildinhalte abgeschnitten, ein ähnlich gutes Ergebnis wie
beim PDP-435FDE.
Die ausgezeichnete Fähigkeit des Panasonic, bei hoher
Auflösung sauber darzustellen, manifestiert sich in absolut eindrucksvoller
Manier beim 6,75 MHz Testbild. Hier schafft er eine lupenreine
Differenzierung zwischen den einzelnen sehr feinen Linien, jede Linie ist in
bestechender Schärfe zu erkennen. Sogar das bereits herausragende Niveau des Plasmavision P42HTS40ES
kann nochmals übertroffen werden. Selbst über Scart-RGB ist die Wiedergabe
frei von Flimmern, Zittern und Bildpumpen - besser geht es praktisch kaum
noch.
Kommen wir nun zu den Filmsequenzen, die wir über den Panasonic
betrachtet haben.
Als erstes sahen wir uns Szenen aus dem 2. Teil der
"Mumie" an. In der Anfangssequenz marschiert der Skorpionkönig
alleine nach verlorener Schlacht durch die menschenleere Wüste. In
beeindruckender Manier modelliert das Panasonic-Display auch Feinheiten des
Wüstensandes und Details des muskelbepackten Körpers des Skorpionkönigs
heraus. Fein werden seine langen Haare wiedergegeben. Hier merkt man richtig,
wie diese trostlose Einöde optimal visualisiert werden kann. Exakt detailliert
erscheint der Skorpion, den sich dann der Skorpionkönig als "kulinarische
Delikatesse" zu Gemüte führt, ebenso tadellos herausgearbeitet wird die
urplötzlich erscheinende Oase, jedes einzelne Blatt an den Palmen ist strukturiert
erkennbar. Hervorragend bringt der TH-42PV500E danach das blutige Treiben der
Armee des Skorpionkönigs zur Geltung, die brennende Stadt mit ihren prächtigen
altägyptischen Bauwerken wird bis ins kleinste Detail wiedergegeben. Bevor der
Skorpionkönig in die Unendlichkeit abberufen wird und sozusagen bis in alle
Ewigkeit darauf wartet, wieder zurück zum Einsatz beordert zu werden, fällt
sein Armband in den Wüstensand - die feine Detaillierung des Armbandes gefällt
ebenso wie die hervorragende Bewegungswiedergabe und der fein herausgearbeitete
sandige Boden.
Eine visuelle Paraderolle ist das Kapitel 2 in der
"Rückkehr der Mumie", Laufzeit ab ca. 4.39 Minuten. Hier lohnt es
sich, einmal genau hinzuschauen. Bei dieser Laufzeit wird der Steinboden, von
Sand bedeckt, gezeigt, und in der Bildmitte ist eine kleine Statue o.ä. zu
sehen. Auf jeden Fall wird dieses Objekt in der Bildschirmmitte extrem gut
dargestellt. Bedingt durch den nicht ganz so überragenden Kontrastumfang,
stellt auch der Pioneer PDP-435FDE hier nicht jedes Detail mit der vom Panasonic
vorgetragenen Präzision dar. Der TH-PV500E verschluckt keine noch so minimale
Feinheit in der Dunkelheit. Auch
bei der Kamera, die sich langsam durch den beinahe dunklen, nur spärlich
beleuchteten Raum bewegt, fällt wieder die exzellente, ruckel- und
unschärfefreie De-Interlacingarbeit des Panasonic auf. Hier muss man allerdings
direkt anmerken, dass der Pioneer nicht abfällt, sondern nach wie vor durch
sein ausgezeichnetes De-Interlacing punkten kann. Auch der Pioneer-interne
Scaler ist als sehr gut einzustufen, als Dritter im Bunde mit tadellosem
De-Interlacing und sehr gutem Upscaling sowie hervorragender A/D-Wandlung trägt
sich der Plasmavision P42HTS40ES in
die Bestenliste ein.
Besonders gut allerdings, dies muss nochmals weiter analysiert werden, ist es wirklich um die Wiedergabe von Bildinhalten bei unterschiedlichen
Abstufungen in dunkler Umgebung beim Panasonic bestellt. Hier kann die
Konkurrenz nicht folgen, dies zeigt auch eine weitere Sequenz. Brandon Frazer taucht hinter einem Spinnennetz auf, und
zwar bei Laufzeit 5.14, als er das Spinnennetz vorsichtig mit der Hand nach
unten gleiten lässt. Während der Pioneer Frazers rechte Gesichtshälfte zu
einem großen Anteil in der Dunkelheit "stehen" lässt, arbeitet der
Panasonic auch in der rechten Gesichtshälfte detailliert heraus, seine
Haarsträhne rechts, der Rest vom Mund und das gesamte Auge sind beim
TH-42PV500E klar erkennbar. Hier lässt sich die momentane Überlegenheit
des Panasonic Displays sehr gut nachvollziehen.
Auch bei "Star Wars Episode 2" brilliert unser
Testkandidat. Hier begeistert die detaillierte Wiedergabe des mit Sternen
gefüllten Weltalls, hier macht der Panasonic wiederum seine momentane
Sonderstellung deutlich, indem er Sterne auf die Bildfläche bringt, die wir bei
vielen Konkurrenten einfach vorenthalten bekommen. Aber nicht nur in
solchen Szenen sind die Ergebnisse brillant, auch in anderen Sequenzen weiß der
TH-PV500E über alle Maßen zu gefallen: Sei es das sehr gut herausgearbeitete
Gesicht des späteren Imperators Palpatine oder sei es die natürlich wirkende
Hautfarbe von Mace Windu - überall setzt der Panasonic neue Glanzlichter. Yoda
präsentiert sich ebenfalls fein gezeichnet, die grauen Haare auf dem grünen
Kopf werden exakt herausgearbeitet. Auch die Struktur der Wände in Palpatines
Büro wird sehr ansprechend wiedergegeben.
Der exzellente Schwarzwert ist wieder in Kapitel 6 zu bewundern,
wo die Killerin einen weiteren Auftragsanschlag auf Senatorin Amidala
durchführen soll, entsprechend widerwärtiges, hochgiftigstes Getier wird ihr
vor der von bunten Neonreklamen durchwirkten Nachtatmosphäre von Django Fett in
einem Transportcontainer ausgehändigt. Diese Szene zeigt den Super-Schwarzwert,
bei Laufzeit ab 10.30 beweist er wiederum seine Talente: Hier besprechen Obi-Wan
und Anakin die weitere Vorgehensweise, wie der Killer dingfest gemacht bzw.
weitere Anschläge vereitelt werden können.
Die Gesichter von Obi-Wan und Anakin werden auch unter
schwierigen Lichtverhältnissen akkurat und detailliert wiedergegeben, auch
Details des Raums (Struktur von Wänden und Boden, Mobiliar) sind fein
durchzeichnet. Störendes Bildrauschen leistet sich der Panasonic praktisch gar
nicht - ein weiteres Extralob. Amidalas Schlafgemach in der Dunkelheit,
ebenfalls öfters eingeblendet, ist wieder eine Herausforderung für den
TH-42PV500E, der z.B. die Struktur der Decke, in die die Senatorin eingewickelt
ist, differenziert herausarbeitet. Auch bei Laufzeit 11.08, als sich
Anakin (links im Bild) und Obi-Wan (rechts im Bild) unterhalten, ist wunderbar
plastisch die nächtliche Kulisse des Planeten Coruscant zu sehen, und kurze
Zeit später, bei Laufzeit 11.23, wird der kleine Flugroboter, der sich mit den
widerlichen Würmern an Bord in Richtig Amidala entfernt, mit einwandfreier
Bewegungsdarstellung und klarer Detaillierung erfasst.
Kommen wir nun zu "Master and Commander". Auch hier
wieder eine aktuelle DVD, und direkt zu beginn (ab Laufzeit ca. 2.30) wird das
Schiffsinnere in bislang nicht gekannter Güte ausgeleuchtet, der Unterschied
wird beim wiederum als Vergleich angeschlossenen PDP-435FDE deutlich: Der
Panasonic besticht einfach durch seinen überragenden Kontrast. Insgesamt
realisiert der Panasonic auch hier eine Bildgüte, die bislang auf dem
Plasmasektor noch nicht realisiert wurde. Denn auch Einzelheiten wie die
Schiffsglocke mit dem Klöppel werden sehr plastisch und harmonisch
eingearbeitet dargestellt. Die vielen einzelnen Leinen der Segel-Befestigung
erscheinen alle hoch detailliert. Im dritten Kapitel fällt wieder die wunderbar
plastische Darstellung des Meeres auf, und auch das Schiff, welches langsam in
die Nebelbänke vordringt, wird sehr stimmig dargestellt. Das Können des
TH-42PV500E zeigt wiederum der kurze Schwenk aufs Schiffsdeck, wo für wenige
Sekunden dunkelbraune Kisten mit Tieren an Bord zu sehen sind: Die Kisten wirken
beim Panasonic so plastisch, dass man sie greifen könnte. Jede Einzelheiten auf
dem Schiffsdeck sowie an den Uniformen der Schiffsmitglieder wird hervorragend
in Szene gesetzt. Die Aufnahmen im Nebel, z.B. als das gegnerische Schiff aus
dem Nichts auftaucht, sind durch das praktisch völlig fehlende Bildrauschen als
ausgesprochen gelungen zu bezeichnen.
Fahren wir mit der Eignung des Panasonic für die
HDMI-Verbindung fort. Hier ist keinerlei Absinken von Kontrast und Helligkeit im
Vergleich zum Scart-RGB-Bild festzustellen. Wie man nun bei HDMI vorgeht,
das ist vom Zuspieler abhängig. Wie wir bereits erwähnten, besitzt der
Panasonic einen ausgezeichneten Scaler, so muss man, hat man einen DVD-Player
mit internem Scaler, sich die Frage stellen muss, ob der DVD-Spieler oder der
Plasmaschirm das Upscaling erledigen soll. Hier sollte man schon über einen
sehr guten Zuspieler verfügen, erst in der Leistungsklasse ab 1.300 € kann
man bei exaktem Hinsehen minimale Unterschiede ausfindig machen. Große
Unterschiede lassen sich jedoch auch dann nicht ausmachen, dies beweist, wie gut
die Panasonic-interne Elektronik arbeitet.
Bewertung     
Klang
Hier kann man sagen, dass der Panasonic erstaunlich gute
Leistungen vollbringt. Vom trüben, ausschließlich mittenbetonten Klang ohne
jegliche Anflüge von Dynamik ist der TH-42PV500E doch ein gutes Stück
entfernt. Das liegt daran, dass nicht irgendwelche Lautsprecher lieblos ins
Plasmagehäuse verfrachtet wurde, sondern man sich bei Panasonic mit hörbarem
Erfolg Gedanken um eine ansprechende akustische Wiedergabe gemacht hat.
Das Ganze nennt sich "Smart Sound Speaker System" und
vereint einige Highlights: So werden die extrem schmalen und kompakten
seitlichen Lautsprecher-"Schlitze" von zwei Subwoofern ergänzt, die
unten im Gehäuse ihren Standort haben und separat angesteuert werden. Dies hat
zum Ergebnis, dass gerade bei moderaten Lautstärken ein durchaus erfreulicher
klanglicher Gesamteindruck entsteht. Bilanzierend ist festzuhalten - auch hier
die Nähe zu Pioneer - dass sich beide Firmen auch um eine gepflegte Akustik
ihrer Plasmas mit Erfolg bemüht haben.
Zwar ist es nicht so - wie gern behauptet wird - dass
ausschließlich über die Plasmalautsprecher ein intensiver, räumlicher Film-
und Musikgenuss möglich gemacht wird, zaubern kann kein Hersteller. Wer eine
sehr beeindruckende Akustik realisiert haben möchte, sollte zu diesem Zweck
schon eine eigene zusätzliche AV-Anlage betreiben. Aber für den abendlichen
Fernsehfilm, die tägliche Dosis an Nachrichten oder für die Lieblingsserie
reicht das Gebotene locker aus. Ebenso kann man z.B. MTV oder VIVA einfach
nebenher laufen lassen, ohne durch eine unzureichende Akustik gestört zu
werden.
Bewertung (für ein Plasma dieser Bauart)     
Fazit
Das neue TH-PV500E krönt sich zum uneingeschränkten Herrscher
in der 42/43 Zoll-Liga der Plasmabildschirme. Die Basis für diesem Durchmarsch
liegt im herausragenden Kontrast, im tiefen Schwarzwert und in der erstklassigen
Detailwiedergabe. Auch die neutrale, angenehme Farbdarstellung sorgt für hoch
erfreute Gesichter beim Testteam. Die praktisch völlige Abwesenheit von
Bildrauschen jeglicher Art sowie die sehr gute Darstellung auch schräger
Objektkanten ergänzt den erstklassigen Bildeindruck. Die hochwertige
Verarbeitung, die praxisgerechte Ausstattung und das einfache Handling
vervollständige zusammen mit den wirklich beachtlichen akustischen Leistungen
den Premium-Gesamteindruck. Mit Spannung erwarten wir Pioneers Revanche mit dem
6G-Plasma, welches wir nach der IFA gleich unter die Lupe nehmen werden.
Machtwechsel an der Spitze: Der TH-42PV500E siegt nach einem
eindrucksvollen Durchmarsch über die restliche Plasma-Konkurrenz

Masterpiece Kategorie Bildwiedergabegeräte
High-End-Klasse
Test 15.07.2005
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Bester Schwarzwert aller bislang getesteten Plasmaschirme
-
Erstklassiges De-Interlacing und Upscaling
-
Detailwiedergabe im hochfrequenten Bildbereich beispielhaft
-
Neutrale, angenehme Farbdarstellung
-
Bereits über Scart-RGB exzellentes Bild
-
Sehr einfaches Handling
-
Ausgezeichnete Verarbeitung
Contra:
Technische Daten
-
Abmessungen (B x H x T): 113,8 x 73,0 x 13,8 cm
Farbe: silber-schwarz
Gewicht: 40,0 kg
Bildauflösung: 1024 x 768 Pixel
Panel: G8 HD Panel (Progressive)
Bildschirmdiagonale, brutto: 106 cm
Bildschirmdiagonale, sichtbar: 106 cm
Kontrastverhältnis: 3000:1
Farben: 8,6 Millarden
Farbsysteme: NTSC/PAL/SECAM/PAL
60Hz/M-NTSC
Ausgangsleistung: 26 W
Netzspannung: 220 - 240 V
Betriebstemperatur: 0°C - 40°C
Produktmerkmale:
-
Bildschirmart
16:9 Format | Diagonale, brutto/sichtbar 106/106 cm |
Plasmatechnologie
Bild
Auflösung 1024 x 768 Pixel | G8 Plasma Panel | Viera Colour
Management System mit 8,6 Mrd. Farben | HD-ready |
Progressive Scan | Sub Pixel Controller | Rauschunterdrückung |
C.A.T.S. Automatische Kontrastregelung | 3D digitaler
Kammfilter | Graustufen 2.048 | Kontrastverhältnis 3000 : 1
Sound
Smart Sound Speaker System | Ausgangsleistung 26 Watt |
Ambience Raumklang
Bedienerfreundlichkeit
Speicherplätze [TV] 99 | Multi Window: PIP,POP,PAT,PAP mit 1x
Tuner | SD-Karten-Aufnahme | Bildschirmschoner |
Bildschirm-Menü (OSD-Sprachen) 23 | Videotext Level 2,5 |
Videotext-Speicherseiten 2000 | Fernbedienung
Empfang
Hyperbandtuner | PAL B/G | PAL D/K | SECAM B/G | SECAM D/K |
SECAM L | PAL-60 | NTSC | M-NTSC
-
Anschlüsse
HDMI-Schnittstelle | SD-Karten-Slot | PCMCIA-Anschluss | Scart
(RGB, S-Video, Composite) 3 | S-Video Eingang (Hosiden) |
Audio-Eingang L+R (RCA) | Audio-Ausgang (Cinch) |
VGA-Anschluss (15polig) | Video-Komponenteneingang 3 x RCA |
YUV-Komponenteneingang (Cinch) | Kopfhöreranschluss
Test: Carsten Rampacher
15. Juli 2005
|